Weisheitszahn

Weisheitszahn - Entfernung der Weisheitszähne durch Kieferchirurg ohne Zahnschmerzen ?

Weisheitszähne kommen in der Zahnentwicklung an letzter Stelle. Sie brechen erst im jungen Erwachsenenalter durch und stellen ein Überbleibsel aus der Steinzeit dar. Bei einigen Menschen sind sie nicht einmal mehr angelegt, bei anderen gibt es Probleme, wenn sie beginnen herauszuwachsen. Dann ist oft eine Weisheitszahnoperation notwendig.

Ob eine Weisheitszahn-OP erforderlich ist oder nicht, lässt sich erst sagen, wenn die Wachstumsphase des Weisheitszahns abgeschlossen ist. Diese OP muss nur dann durchgeführt werden, wenn durch den Weisheitszahn ein Engstand zu befürchten ist oder er schief wächst. Um das zu entscheiden, ist während des Wachstums eine laufende Kontrolle durch den behandelnden Zahnarzt des Vertrauens erforderlich. Weisheitszähne stehen bei der Zahnentwicklung an letzter Stelle und brechen erst im Erwachsenenalter durch. Bei vielen Menschen kommt es hier zu Komplikationen, weshalb sie häufig entfernt werden müssen.

Inhaltsübersicht:

Woher haben die Weisheitszähne ihren Namen?

Weisheitszähne sind nicht von Geburt an angelegt. Erst im Alter von 14 Jahren werden sie auf dem Röntgengerät sichtbar.

Weisheitszähne entwickeln sich erst spät. Bei manchen Menschen ist der Weisheitszahnkeim im Röntgenbild erst mit 14 Jahren nachweisbar. Entsprechend brechen sie bei den meisten Menschen erst im Erwachsenenalter oder gar nicht durch. Aus diesem Grunde werden sie als Weisheitszähne bezeichnet.

Auch in anderen westlichen Sprachen wird im Namen des Zahns ein Bezug zu Weisheit oder Verständigkeit aufgrund des damit verbundenen Alters hergestellt.

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Warum können wir auch gut ohne Weisheitszähne leben?

Evolutionsbiologisch hat sich unser Gebiss über die Jahrtausende zurückgebildet. Von ursprünglich 10 Zähnen in jedem Quadrat sind heute nur noch 7 übrig. Während z. B. in der Steinzeit vieles roh bzw. unzubereitet zerkaut wurde, verspeisen wir heute vor allem gegarte Lebensmittel. Aus diesem Grund genügen uns die sieben Zähne pro Quadrant vollkommen aus, um unsere Nahrung zu zerkauen. Der Weisheitszahn, wegen seiner Position auch als Achter bezeichnet, ist daher nicht mehr zwingend notwendig.

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Woran sind Wachstumskomplikationen der Weisheitszähne zu erkennen?

Bricht ein Weisheitszahn durch, können verschiedene Komplikationen damit einhergehen. Aufgrund der evolutioniären Entwicklung ist teilweise auch gar kein Platz mehr im menschlichen Kiefer für Weisheitszähne.

Brechen die Weisheitszähne durch, können verschiedene Komplikationen damit einhergehen. Aufgrund der evolutioniären Entwicklung ist teilweise auch gar kein Platz mehr im menschlichen Kiefer für Weisheitszähne. Wenn sie dann beginnen durchzubrechen, drücken sie entsprechend oft auf den Backenzahn daneben, den Kieferknochen oder die Schleimhaut, von der sie überspannt sind.

Häufige Folgen sind Zahnschmerzen, Entzündungen und Zahnverschiebungen durch den Weisheitszahn. Oft schmerzt der Backenzahn daneben, ohne eine tatsächliche Beschädigung an ihm. Aber auch Kaubeschwerden, Ohrenschmerzen oder auch chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen können durch ein Wachstum der Weisheitszähne folgen. Bei einer Zahnbehandlung mit der Zahnspange sollte vom Kieferorthopäden daher bereits darauf geachtet werden, dass ein Schub durch den Weisheitszahn auf die vorderen Backenzähne aufgrund von Platzmangel oder anatomischer Lagebeziehung nicht erfolgen kann.

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Wissenschaftliche Stellungnahme zur Weisheitszahnentfernung

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde gibt folgende WISSENSCHAFTLICHE STELLUNGNAHME zur Weisheitszahnentfernung ab:

Die Keimentfernung oder Extraktion der dritten Molaren führt nicht zur Reduzierung oder gar zur Auflösung eines altersbedingten (tertiären) Engstandes. Günstigstenfalls wird sie dazu beitragen, dass sich dieser Engstand nicht weiter verstärkt. Die Entfernung korrekt liegender und mit ausreichendem Platz ausgestatteten Weisheitszähne in Fällen, in denen die Entstehung eines tertiären Engstandes für möglich gehalten wird, muss als umstritten bezeichnet werden, zumal mit dem Weisheitszahn ein möglicherweise verwendbarer Brückenpfeiler geopfert wird. Dies erscheint bei Patienten von Bedeutung, bei denen der Zustand der 1. oder 2. Molaren eine langjährige Erhaltung nicht erwarten lässt.

Aus diesem Grund sollten Weisheitszähne, die keine Probleme bereiten, dringend erhalten werden.

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Unter welchen Umständen müssen Weisheitsähne entfernt werden?

Vor einer prophylaktischen Entfernung der noch nicht durchgebrochenen Weisheitszähne (Germektomie) empfiehlt sich daher in jedem Fall eine sorgfältige Überprüfung der Erhaltungsfähigkeit der Molaren.

Vor einer prophylaktischen Entfernung der noch nicht durchgebrochenen Weisheitszähne (Germektomie) empfiehlt sich daher in jedem Fall eine sorgfältige Überprüfung der Erhaltungsfähigkeit der Molaren. Zudem ist eine endgültige Beurteilung der Platzverhältnisse eines korrekt liegenden Weisheitszahns erst bei (weitgehend) abgeschlossenem Wachstum möglich.

Die vorbeugende Germektomie eines Weisheitszahns kann Patienten angeraten werden, deren Zähne engstandgefährdet sind. Das ist dann der Fall, wenn die Keimlage und die Platzverhältnisse einen regulären, unbehinderten Durchbruch der dritten Molaren ohnehin nicht erwarten lassen, was auf 45% unserer Population zutrifft.

Wenn auf dieser Basis eine Entfernung der Weisheitszähne vorgesehen ist, ist zur Verhütung eines frontalen Engstandes eine Germektomie oftmals zweckmäßiger als die Zahnextraktion des bereits durchgebrochenen Zahnes. Die Weisheitszahnentfernung sollte dann erfolgen, bevor ein Engstand auftritt oder spätestens sobald die ersten Anzeichen dafür erkennbar sind. Eine Germektomie vor dem 14. Lebensjahr bringt keine Vorteile, da sich bis zu diesem Zeitpunkt die Platzverhältnisse nur eingeschränkt beurteilen lassen. Wegen der übersichtlicheren anatomischen Situation gegen Ende der skelettalen Wachstumsphase, sollte sie tatsächlich erst dann durchgeführt werden.

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Wie läuft das Ziehen der Weisheitszähne in der Oralchirurgie ab?

Die frühzeitige Entfernung des Weisheitszahnes in Abstimmung mit dem Zahnarzt und dem Kieferorthopäden stellt heutzutage in der ambulanten Zahnchirurgie ein Standardeingriff dar.

Die frühzeitige Entfernung des Weisheitszahnes in Abstimmung mit dem Zahnarzt und dem Kieferorthopäden stellt heutzutage in der ambulanten Zahnchirurgie ein Standardeingriff dar.

Ein geübter Oralchirurg ist speziell ausgebildet auch den tief im Kiefer liegenden Weisheitszahn schnell, und vor allem schmerzlos, zu entfernen. Eine Risikoabwägung bezüglich des Eingriffs ist daher nicht erforderlich.

Der Eingriff wird beim Zahnarzt i. d. R. unter Lokalanästhesie mit Beruhigungsspritze im Tiefschlaf oder in Vollnarkose angeboten. Selbst bei der Entfernung aller vier Weisheitszähne ist eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus nicht indiziert. Auch diese Operation kann bei professioneller Durchführung problemlos in einer ambulant durchgeführt werden. Postoperative Beschwerden sind nach der Weisheitszahn-Entfernung bei fach- und sachkundiger Betreuung und Operationsweise eher minimal.

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Wie sollte man sich nach der OP verhalten? Es gibt ein paar wichtige Maßnahmen, die Sie nach einer Weisheitszahnoperation beachten sollten.

Auch wenn es nicht lange dauert, bis die Folgen einer Weisheitszahn-OP vergessen sind, kann es doch unmittelbar nach der OP zu recht heftigen Schmerzen, ähnlich wie nach einerm Eingriff in der Kieferchirurgie, kommen. Am besten hilft  Ablenkung. Sorgen Sie im voraus dafür, dass Sie nach der Weisheitszahn-OP zu Hause genug Beschäftigung haben werden. Wenn es möglich ist, sollten Sie jemand darum bitten, Sie nach der OP abzuholen und nach Hause zu bringen, denn Sie werden sich zunächst angeschlagen fühlen. Mit der Hilfe einer nahestehenden Person kommen Sie auf jeden Fall sicher zurück nach Hause.

  • Sollten Sie vor der Weisheitszahn-OP noch keine Schmerzmittel besorgt haben, empfiehlt es sich, die auf dem Heimweg in der nächsten Apotheke zu besorgen oder jemand darum zu bitten, die Schmerzmittel für Sie zu holen.

  • Wichtig ist der richtige Umgang mit dem Verbandsmull. Um den Gerinnungsvorgang nicht zu unterbrechen, darf der Verbandsmull in den ersten 30 Minuten nach der OP nicht gewechselt werden. Es ist wichtig, die Wunde nicht zu berühren und auch kein Blut auszuspucken, denn auch das stört den wichtigen Gerinnungsvorgang und die Heilung. Das sich noch bildende Blut sollte vielmehr mit frischem, sauberem Verbandsmull absorbiert werden.

  • Sollte die Wunde nach 12 Stunden immer noch bluten, benutzen Sie bitte keinen Verbandsmull mehr.

  • Nutzen Sie einen angefeuchteten Teebeutel - Die Gerbstoffe aus dem Tee helfen dabei, die Blutgerinnung anzuregen. Das im Tee enthaltene Koffein (Tein) wiederum verbessert die Durchblutung. Und beides zusammen beschleunigt die Heilung der Wunde.

  • Auch Salzwasser regt die Heilung der Wunde an und verringert Reizungen. Lösen Sie einen Teelöffel Meersalz in 250 ml warmem Wasser auf und waschen Sie damit ab und zu den Mund aus. Spucken Sie aber dieses Salzwasser nicht aus, sondern lassen Sie es nach einigen Minuten des Einwirkens vorsichtig heraus laufen, um die Wunde nicht erneut aufzureißen.

  • Auch Eisbeutel können Ihnen helfen. In den ersten 24 Stunden helfen sie, die Schwellung zu reduzieren, danach bis zu 72 Stunden nach der OP nur noch gegen die Schmerzen. Später kann auch ein Heizkissen helfen. Sprechen Sie die Anwendung eines Heizkissens aber vorher mit Ihrem Zahnarzt ab und verwenden Sie nie unmittelbar nach einer Heizkissen-Anwendung wieder einen Eisbeutel, denn dadurch würde eine neue Schwellung entstehen.

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Verhaltensregeln beim Liegen

Wie in der Gesichtschirurgie auch, ist es gut, den Kopf hoch zu lagern. Auch das ist gut gegen die Schwellung. Es empfiehlt sich, Antibiotika, Verbandsmull, Schmerzmittel und Wasser auf dem Nachtschrank zur Hand zu haben, um unnötiges Aufstehen zu vermeiden.

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Was Sie auf keinen Fall nach der OP tun sollten

Verwenden Sie zum Trinken keinen Strohhalm. Das Vakuum kann die Wunde aufreißen. Rauchen Sie nicht und trinken Sie keinen Alkohol, denn das stört den Heilungsprozess.

Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften(kurz: AWMF) hat eine enstprechende Leitlinie zur operativen Enternung der Weisheitszähne für Zahnärzte und Oralchirurgen veröffentlicht. Von den Leitlinien des awmf sind nachfolgende Fälle ausgeschlossen:

  • Weisheitszähne mit manifesten, assoziierten pathologischen Veränderungen (Zysten, Tumoren)
  • Retinierte Zähne
  • Weisheitszähne im Bruchspalt
  • Weisheitszähne im Osteotomiegebiet bei geplanter Umstellung des Unterkiefers

Die Leitlinie mit der AWMF-Register Nr. 007-003 vom Dezember 2012 kann unter www.awmf.org eingesehen werden. Weitere Leitlinie hat die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (kurz: DGMKG) für die operative Entfernung von  Weisheitszähne für Zähnärzte unter www.dgzmk.de  und die Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) veröffentlicht.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Kieferchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 15.09.2016

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