Krebs im Mund

Behandlungsmöglichkeiten und Verringerung von Sprechstörungen bei Krebs im Mund

Eine wichtige Aufgabe des Zahnarztes ist es, Krebs im Mund vorzubeugen und zu erkennen.Eine von den meisten Patienten unterschätzte Primäraufgabe des Zahnarztes ist auch das Vorbeugen von Mundhöhlenkarzinomen, also Krebs im Mund, der z. B.als Hautkrebs an der Schleimhaut entstehen kann. Der regelmäßige Zahnarztbesuch hilft bei der Früherkennung und kann vorbeugende oder therapierende Maßnahmen einleiten. Die im allgemeinen Sprachgebrauch verwandte Beschreibung "Krebs im Mund" fasst in Wirklichkeit mehrere Formen von Mundhöhlenkarzinomen zusammen, die eine effiziente Früherkennung und verschiedenste Methoden der Prophylaxe voraussetzen, um wirksam bekämpft werden zu können.

Inhaltsübersicht

 

Wie häufig ist Krebs im Mund?

Leider gibt es momentan keine verlässliche und genaue Angabe, wie häufig Patienten ingesamt von Mundhöhlenkarzinomen betroffen sind. Das Robert-Koch-Institut untersucht jedoch regelmäßig verschiedene Krebsarten auf ihre Häufigkeit. Auch die Bundesärztekammer veröffentlicht Statistiken zu diesem Thema und kommt zu folgendem Schluss: Gemessen an der relativen Häufigkeit von Krebserkrankungen in Deutschland liegt der Krebs im Mund bei Männern an fünfter, bei Frauen an fühnfzehnter Stelle. Jährlich gibt es etwa 10.000  Neuerkrankungen bei Männern und 3.800 bei Frauen zwischen dem 42. und dem 50. Lebensjahr. Mundhöhlenkarzinome sind zwar nur indirekt letal (=tödlich), dennoch liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate lediglich zwischen 43 und 50 Prozent, weshalb eine Früherkennung besonders wichtig ist.

Wie entsteht Krebs im Mund?

Für Mundhöhlenkrebs gibt es verschiedene mögliche Auslöser. Dazu gehören Oralsex, Parodontose und vor allem Rauchen.

Ein Mundhöhlenkarzinom kann durch ganz verschiedene Einflüsse entstehen. Die Mundhöhle ist verschiedensten Reizfaktoren ausgesetzt und oft kommt es bei chronischer Überlastung (z. B. Rauchen, Oralsex) zu Parodontose oder Veränderungen der Mundschleimhaut.

Nicht belegt, aber unter Verdacht steht auch der einseitige Konsum von gebratenem Fleisch als weiterer Risikofaktor. Vor dem Entstehen des Carzinoms ist zunächst eine Veränderung des Gewebes typisch, die eine sogenannte "Präkanzerose" entstehen lässt. Präkanzerosen sind bereits mit dem bloßen Auge sichtbar und deswegen das für den Zahnarzt erste Indiz für Krebs im Mund. Heute kann ziemlich genau bestimmt werden, ob eine Kanzerose fakultativ oder obligat ist, also wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass daraus Krebs entsteht.

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Wie kann ich Krebs im Mund vorbeugen?

Besonders Tabak und Alkohol steigern das Risiko für Mundhöhlenkrebs. Verzicht auf beides und gründliche Mundhygiene helfen der Erkrankung vorzubeugen.Es ist heute hinlänglich bewiesen, dass Alkohol- und Tabakkonsum das Risiko für Krebs im Mund um etwa den Faktor 30 erhöhen. Dies liegt nicht zuletzt an der regelmäßigen Berührung von Zunge und Lippen mit der Zigarette, jedoch ist auch Kautabak ein Faktor für ein gesteigertes Risiko. Entsprechend empfiehlt es sich, weitgehend auf Tabak und Alkohol zu verzichten, eine Vorsorgemaßnahme, die ebenso viele weitere Krankheiten verhindert. Eine ordentliche Mundhygiene kann darüber hinaus dazu beizutragen, die Risikofaktoren für ein Mundhöhlenkarzinom zu minimieren.

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Wie erkennt man Krebs im Mund?

Ein erstes Anzeichen für die schleichende Krebserkrankung im Mund sind Veränderungen an der Schleimhaut wie s.g. Präkanzerosen.Sollte sich nicht bereits ein eindeutig erkenn- und fühlbares Karzinom gebildet haben, können meist nur die auftauchenden Präkanzerosen Aufschluss über eine mögliche Entstehung von Krebs im Mund bringen. Rein symptomatisch handelt es sich hierbei um eine der schleichendsten Formen. Abgesehen von unspezifischen Schmerzen, plötzlich auftauchendem und andauerndem Mundgeruch sowie Sprechbehinderungen
durch das neue Gewebe gibt es eigentlich
keine Beschwerden.

Erkennt der Zahnarzt auffällige Veränderungen an der Mundschleimhaut, entnimmt er eine Probe, die im Labor untersucht wird.Erkennt der Zahnarzt bei seiner Untersuchung Abweichungen von der Norm, kann eine kleine Schleimhautexcision (Probeexcision) in Lokalanästhesie von der veränderten Schleimhaut im Mund entnehmen. Im Anschluß erfolgt eine pathologisch-histologische Untersuchung, um etwaigen Krebs im Mund auszuschließen. Vor einer Behandlung mit Krebs muss beim Zahnarzt eine Focussuche in der Mundhöhle stattfinden. Hierbei werden alle tief kariös zerstörten Zähne durch eine Zahnextraktion entfernt.

Außerdem werden die Zähne auf etwaige chronische Entzündungen an der Wurzelspitze untersucht. Liegt eine chronische Entzündung am Zahn vor, wird eine Wurzelbehandlung oder bei bestehender Wurzelfüllung eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Sollte sich durch eine Computertomografie oder Skelettzintigrafie allerdings ein Krebsverdacht bestätigen, erfolgt eine interdisziplinäre, stationäre Weiterbehandlung in der Kieferchirurgie und Onkologie.

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Wie wird Krebs im Mund therapiert?

Je nach Stadium der Krebserkrankung wird der Krebs in der Mundhöhle entsprechend behandelt. Meist muss der Tumor großzügig entfernt werden.Die Behandlung eines Mundhöhlenkarzinoms hängt maßgeblich vom vorbezeichneten Stadium, der Lokalität der Erkrankung sowie einer möglicherweise bereits fortgeschrittenen Metastasierung ab. Besonders erwähnenswert sind hier die Lymphknoten, die oft in unmittelbarer Nähe zum veränderten Gewebe
liegen und nicht selten als erstes angegriffen werden.

Die radiologische Therapie kann aufgrund der weichen Gewebestruktur bei Krebs im Mund nur selten erfolgversprechend eingesetzt werden. Viel eher setzt man  auf die großzügige Resektion des Tumors und eventueller Metastasen bis zur radikalen Neck-Dissection  (Radikaloperation: Entfernung aller Hals-Lymphknoten) .oder der Entfernung ganzer Zungen- und Kieferteile. Da gutartige, also nicht metastasierende Karzinome bei Krebs im Mund so selten sind, gibt es keine nicht aggressiven Therapiemethoden. 

Was passiert nach der Krebstherapie?

Da Kiefer, Zunge und Gaumen für die Bildung der Laute zuständig sind, kann es sein, dass nach dem Entfernen des bösartigen Gewebes die Sprechfunktion des Patienten eingeschränkt ist. Das bedeutet verständlicherweise einen starken Einschnitt in die persönliche Lebensqualität, weshalb häufig plastisch-rekonstruktive Maßnahmen, wie die Augmentation (Knochenaufbau) , vorgenommen werden müssen.

Am Universitätsklinikum Erlangen werden allerdings Möglichkeiten erforscht, die notwendige Operation so vorzunehmen, dass die Sprachfähigkeit so wenig wie möglich dadurch eingeschränkt wird. Im Vorfeld wird daher die Sprachverständlichkeit mithilfe eines Spracherkennungssystems anhand einer Worterkennungsrate gemessen und durch ein Computerprogramm analysiert. Nach Auswertung der Daten sollen dann Rückschlüsse auf möglichst schonende und funktionserhaltende Therapieverfahren gezogen werden, um die Sprachfähigkeit auch bei schweren Krebserkrankungen optimal erhalten zu können.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 24.08.2016

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