Zahnbehandlungsangst erfolgreich überwinden

Bei Zahnbehandlungsangst hilft die Behandlung im Tiefschlaf durch Sedierung oder Vollnarkose.

ZahnbehandlungsangstVitalität und Wohlbefinden beginnen mit gesunden Zähnen. Doch wer die regelmäßigen Kontrollen scheut, riskiert Zahnschmerz und Entzündungen. Auch für Angstpatienten ist es daher wichtig, sich vertrauensvoll in die Behandlung zu begeben.

Inhaltsübersicht:


Was bedeutet Zahnbehandlungsangst?

Die Phobie vor dem Zahnarzt ist ein weitverbreitetes Problem. Warten Sie nicht und sprechen Sie uns darauf an!Wohl jeder Mensch kennt das bange Gefühl, wenn wieder einmal der Termin beim Zahnarzt oder in der Zahnklinik ansteht. So lässt sich vorab nie genau einschätzen, was passieren mag, ob Schmerzen lauern und wie sich der Ablauf diesmal gestaltet.

Derlei Bedenken sind normal und können meist mühelos überwunden werden. Davon zu trennen, ist jedoch das psychologische Phänomen der Zahnbehandlungsphobie. In jeder Praxis befinden sich unter allen Klienten etwa 15 bis 20 Prozent an Angstpatienten. Personen also, die allein beim Gedanken an eine zahnärztliche Behandlung in erhebliche Panikattacken und Schweißausbrüche verfallen. Die Zahnbehandlungsangst ist dabei sowohl durch psychische als auch physische Symptome gekennzeichnet.

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Häufigkeit der Zahnbehandlungsangst

Schätzungen zufolge leben etwa 12 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Zahnbehandlungsangst. Sie leiden unter extremen Angstgefühlen und gehen nur selten oder gar nicht zum Zahnarzt.

Angst vor dem ZahnarztFrühere Studien zeigen, dass der Ursprung der Zahnbehandlungsangst häufig auf ein schmerzhaftes Erlebnis beim Zahnarzt zurückzuführen ist. Generell trifft die Angst vor dem Zahnarzt häufiger jüngere Menschen und auch Frauen leiden öfter unter der Furcht als Männer.

Eine Verhaltenstherapie hilft, die Angst zu bewältigen und den Kreislauf aus Angst, Scham, Vermeidungsverhalten und wachsenden Zahnproblemen zu durchbrechen.

Welche Ursachen hat die Angst vor einer Zahnbehandlung?

Zahnbehandlungsangst_seit_der_KindheitBei vielen Patienten liegt die Ursache der Zahnarztangst in der Kindheit begründet, bei anderen entwickelt sich erst aus mehreren kleinen Panikmomenten heraus eine Zahnbehandlungsphobie. Hier ist im Einzelfall zu prüfen, wie sich die mentalen Barrieren reduzieren oder sogar gänzlich abbauen lassen. Denn erst dadurch können Sie in Gesundheit und Wohlbefinden leben.

Studie: Verbindung zu Blut-, Spritzen- und VerletzungsphobieVerbindung zwischen Spritzenphobie und Zahnarztangst

Einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zufolge, geht die Angst vor dem Zahnarzt für ein Viertel der Betroffenen mit einer sogenannten Blut-, Spritzen- und Verletzungsphobie einher. Diese Patienten erleben die angstauslösenden Reize der Zahnbehandlungsangst noch intensiver als andere Betroffene.

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Woran kann die Angst vor dem Zahnarzt erkannt bzw. gemessen werden?

Zahnbehandlungsangst lässt sich am Auftreten bestimmter Symptome beziehungsweise Strategien zur Vermeidung der Auseinandersetzung mit dem Thema Zahnarzt messen. Dazu entwickelte ein US-amerikanisches Forscherteam im Jahr 1973 einen Zahnbehandlungsangst-Test (Dental Fear Survey, Kleinknecht, Klepac und Alexander).

Beratung beim ZahnarztIn diesem Test wird u.a. abgefragt, ob Sie jemals einen Zahnarztbesuch aus Angst vor der zahnärztlichen Behandlung abgesagt oder herausgeschoben haben. Darüber hinaus soll beantwortet werden, was während der Behandlung mit Ihrer Atmung und Ihrem Puls geschieht und ob Sie vermehrt schwitzen, ob Ihnen übel ist und/ oder Sie unter Herzrasen leiden. Zudem müssen Sie auch beurteilen, inwiefern Sie typische Bohrgeräusche und Gerüche in der zahnärztlichen Praxis stören und beeinflussen. Im Rahmen einer umfassenden Anamnese beim Zahnarzt gilt es, diese Fragen zu beantworten und dem Zahnarzt in einem einführenden Gespräch Ängste, Sorgen und Nöte bezüglich der bevorstehenden Behandlung mitzuteilen. 

Wie wirkt sich die Zahnbehandlungsangst beim Patienten aus?

Symptome von ZahnarztangstAlleine der Gedanke an den Zahnarzt, die Praxis oder die Behandlung der Zähne können bei Betroffenen mit Zahnbehandlungsangst zahlreiche psychische und physische Symptome hervorrufen. Zu den typischen körperlichen Merkmalen zählen Herzrasen, Atemprobleme, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Muskelverkrampfungen, Zittern und Schwitzen. Auf psychischer Ebene erleben Angstpatienten eine heftige innere Anspannung und starke Angstgefühle, die sie kaum unter Kontrolle bringen können. Im Einzelfall kann die extreme Angst zu einer Panikattacke ausarten.

Darüber hinaus versuchen Patienten mit starker Zahnbehandlungsangst das Thema Zahnarzt komplett aus ihrem Leben zu verbannen, indem sie eine Vermeidungsstrategie fahren. Das kann das Angstgefühl verstärken und sogar zu einer Angststörung mutieren, die sich auf weitere Lebensbereiche ausbreiten kann.

Welche Nachteile ergeben sich aus der Zahnbehandlungsangst?

Die Angst vor dem Zahnarzt hindert Patienten daran, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Selbst bei akuten Beschwerden und Schmerzen werden Zahnarzttermine vermieden. Den Leiden wird nicht auf den Grund gegangen, sondern mit einer ständigen Einnahme von Schmerzmitteln begegnet.

Angst als KreislaufBetroffene geraten sich so in einen Teufelskreis, oft mit schweren gesundheitlichen Folgen. Denn nur regelmäßige Zahnarztbesuche garantieren eine frühzeitige Diagnose, die meist mit einer relativ schmerzlosen Therapie einhergeht. Werden Zahnarzttermine aufgeschoben, haben Erkrankungen eine große Chance sich auszubreiten.

Die dann notwendige Therapie wird aufwendiger und unter Umständen unangenehmer. Die Hürde, den Zahnarzt zu kontaktieren, wächst. Werden Zahnprobleme jedoch längerfristig ignoriert, drohen Entzündungen, Karies und sogar Zahnverlust.

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Soziale Folgen durch Behandlungsangst beim Zahnarzt

Scham beim Lächeln durch schlechte ZähneNeben den gesundheitlichen Problemen leiden Patienten mit einer Zahnbehandlungsangst auch unter den sozialen Folgen. Aus Scham über den schlechten Zustand der Zähne werden Lächeln und Lachen in Gesellschaft unterdrückt, der Mund beim Sprechen mit der Hand kaschiert. Betroffene ziehen sich nach und nach beruflich wie privat zurück, versuchen den Leidensdruck selbst zu schultern und vertiefen so die Spirale der Isolation.

Warum sollten Betroffene die Initiative ergreifen?

Kariesbehandlung ohne BohrenDamit kein Teufelskreis zwischen Zahnschmerzen, Karies und schlechten Zähnen entsteht, sollten die Betroffenen die Initiative zur gezielten Angstbehandlung beim Zahnarzt ergreifen. Mit den entsprechenden Vorinformationen bei den vielen Selbsthilfegruppen und Angstforen im Internet werden sie den für sie geeigneten und erfahrenen Zahnarzt für die Angstbehandlung finden und später angstfrei und selbstbewusst nur noch die Prophylaxe beim Zahnarzt in Anspruch nehmen müssen.

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Wie hilft der Zahnarzt den Angstpatienten?

Entspannte ZahnbehandlungHeutzutage widmen sich Zahnärzte nicht alleine der Qualität der Zähne, des Kiefers und des gesamten Mundbereichs. Vielmehr sind sie auch hervorragend im Umgang mit der Phobie gegen die Zahnbehandlung ausgebildet. Dem Patienten wird beim Eintritt in die Praxis ein Wohlfühlklima beim Entspannen helfen.

Wir haben legen größten Wert darauf, innerhalb der Zahnbehandlung auf erkennbare Momente der Sorgen und der Panik einzugehen, Ihnen also direkt zur Seite zu stehen. Ebenso ist uns bewusst, dass der Abbau der Angst meist einen längeren Prozess darstellt.

Wie erfolgt die Angstbehandlung bei Kindern und Jugendlichen?

Prophylaxe bei Kindern beim ZahnarztDa die Zahnbehandlungsangst zu den sogenannten „erlernten Ängsten“ zählt, ist es nicht selten, dass auch Kinder und Jugendliche von einer Zahnbehandlungsangst betroffen sind. Besonders im Frühstadium und beim Wechsel vom Milchgebiss zu den bleibenden Zähnen sind Kontrolle und Prophylaxe vom Zahnarzt jedoch wichtig. Bei jungen Patienten ist die psychotherapeutische Unterstützung und die Durchführung von Anti-Angst-Sitzungen besonders erfolgversprechend.

Parallel dazu können Therapiemaßnahmen auch mit ähnlichen Bedingungen wie für Erwachsene durchgeführt werden, wobei versucht wird auf die Gabe von Beruhigungsmitteln oder Vollnarkosen weitgehend zu verzichten. Diese Therapiemethode gilt als besonders erfolgversprechend, sodass der junge Patient in späteren Lebensjahren meist vollkommen angstfrei zum Zahnarzt gehen kann.

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Wie wird die Angstbehandlung beim Zahnarzt durchgeführt?

Die Angstbehandlung beim Zahnarzt muss äußerst schonend erfolgen. Dabei setzen spezialisierte Angstpraxen auf die sogenannte Zwei-Schritte-Methode. In einem Beratungsgespräch vor der eigentlichen Behandlung werden die Ängste des Patienten ausführlich besprochen und seine Wünsche an die eigentliche zahnärztliche Behandlung bewusst wahrgenommen. Ziel ist eine effiziente Behandlung der Zähne, ohne den Patienten allzu sehr psychisch zu belasten.

Hypnose und Entspannungsverfahren

Hypnose beim ZahnarztVor der zahnärztlichen Behandlung lassen sich Hypnose und Traumreisen als Methoden zur Beruhigung nutzen. Unterstützend wirkt dabei das Abspielen von tiefenentspannender Musik im Behandlungszimmer. Wobei auch ein Kopfhörer genutzt werden kann, um laute Bohrgeräusche abzuschirmen.

Auch das Autogene Training lässt sich als Entspannungsmethode nutzen. Dabei konzentriert sich der Patient gezielt auf seine Atmung und seine Gliedmaßen ("Meine Arme und Beine werden schwer.") und wird ruhiger und ausgeglichener. Auch die Progressive Muskelentspannung und Yoga lassen sich außerhalb des Wartezimmers zur Relaxion nutzen. Unterstützend können bei der eigentlichen zahnärztlichen Behandlung auch Beruhigungmittel im Rahmen einer leichten Sedierung verwendet werden.

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Behandlung wie im Traum - Die Tiefschlafbehandlung

Tiefschlafbehandlung beim ZahnarztZur Beruhigung des Patienten kann der Zahnarzt auch eine Tiefschlafbehandlung wählen. Beim Tiefschlaf wird der Patient mittels des Sedativums Dormicum in einen traumähnlichen Zustand versetzt und bleibt im Unterschied zur Vollnarkose ansprechbar.

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Behandlung mit Lachgas

Behandlung mit LachgasIn den letzten Jahren ist vor allem auch die Lachgas-Sedierung in den Vordergrund der zahnmedizinischen Behandlung gerückt. Durch ein Gemisch aus Lachgas und Sauerstoff bleiben die Patienten bei vollem Bewusstsein, erleben die Behandlung jedoch eher wie in einem Traum.

Da es sich hierbei nicht um eine Vollnarkose handelt, ist diese Art der Sedierung wesentlich seltener von Komplikationen oder starken Nebenwirkungen betroffen, kann aber in vielen Punkten mit ihr verglichen werden.

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Behandlung unter Vollnarkose

Atemmaske bei VollnarkoseBei der Behandlung unter Vollnarkose erfährt der Patient eine so starke Sedierung, sodass er von der eigentlichen Behandlung nichts mitbekommt. Diese Behandlungsmethode bietet sich daher vor allem bei komplett sanierungsbedürftigen Gebissen an und verspricht eine vollkommen schmerzfreie Behandlung.

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Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg der Behandlung?

Eine angenehme stressfreie Umgebung beim Zahnarzt und ein speziell ausgebildetes, professionelles Zahnbehandlungsteam unterstützen den Weg zur Überwindung der Angst vor dem Zahnarzt.

Zahnarztpraxis zum WohlfühlenVor der Angstbehandlung beim Zahnarzt und der Auswahl des entsprechenden Spezialisten, empfiehlt es sich von Beginn an auf seine Angstprobleme hinzuweisen und den Zahnarzt zu fragen, ob überhaupt ein Interesse an einer Angstbehandlung besteht.

Oft wird hierfür ein größerer zeitlicher Aufwand und ein besonders hohes Einfühlungsvermögen durch den Arzt gefordert. Auch eine Zahnbehandlung im Tiefschlaf oder mit einem ambulanten Anästhesisten-Team will über mehrere Jahre gelernt und erst dann professionell durchgeführt sein.

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Einfluss der Psycho- und Verhaltenstherapie

Im Rahmen der Verhaltenstherapie erkunden Patient und Therapeuten zuerst die Ursache der Zahnbehandlungsangst und wie sich das Vermeidungsverhalten manifestiert. Auf Basis der Antworten wird eine Angsthierarchie erstellt, die als Grundlage der verhaltenstherapeutischen Behandlung dient.

Verhaltenstherapie bei ZahnarztangstIn kleinsten Schritten wird der Patient Stück für Stück mit verschiedenen angstauslösenden Reizen konfrontiert und gewinnt so die Kontrolle über die Angst zurück. Erst wenn der Patient dazu bereit ist, erfolgt der Besuch beim Zahnarzt, unter Umständen anfangs nur als Zuschauer.

Dank des langsamen Herantastens können viele Angstpatienten wieder regelmäßig zahnärztliche Behandlungen wahrnehmen.

Werden die Kosten für eine Angstbehandlung von der Krankenkasse übernommen?

Kostenübernahme durch die KrankenkasseSowohl die Kosten einer Angstbehandlung beim Zahnarzt für Pflichtversicherte, als auch für Privatpatienten können übernommen werden. Voraussetzung jedoch ist eine bescheinigte Zahnbehandlungsphobie nach der internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten ICD-10.

Zudem gibt es entsprechende Zusatzklauseln, die auch dann greifen, wenn keine isolierte Phobie nachgewiesen werden kann, aber trotzdem eine Behandlung unter Hypnose oder Sedierung gewünscht wird. Kassenpatienten ist es erlaubt, einen Psychotherapeuten zur Unterstützung zu Rate zu ziehen, der dann in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt eine geeignete Therapiemaßnahme erarbeitet, die auch eine Angstbehandlung einschließen kann.

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Angstpatienten bewältigen mit uns den Weg zum Erfolg

Keine Zahnarztangst dank StufentherapieSollten Sie zu jenen Patienten gehören, die alleine beim Gedanken an den Zahnarzt in Panik verfallen, so möchten wir Ihnen gratulieren. Alleine durch das Öffnen unserer Webseite und das Lesen der Informationen haben Sie den ersten Schritt bewältigt und die Zahnbehandlungsangst bei sich erkannt.

Vereinbaren Sie einen Termin bei uns – wir werden den Zustand Ihrer Zähne begutachten und gegebenenfalls eine schonende Behandlung einleiten. Mit einem Besuch in unserer Praxis helfen Sie sich vor allem selbst: Erst damit wird der Weg zu Gesundheit und Wohlbefinden eröffnet. Gönnen Sie sich vitale Zähne und eine strahlende Schönheit und rufen Sie an:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 04.02.2016

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