Karies verursacht Zahnschmerzen

Karies - ohne Zahnschmerzen beim Zahnarzt entfernen lassen

Karies zählt zu den häufigsten infektiösen Zahnerkrankungen der modernen Welt und meist die Ursache von Zahnschmerzen. Als Hauptursache für diese Schädigung der Zahnsubstanz zählen Bakterien (Streptococcus mutans). Diese wandeln den in der Nahrung enthaltenen Zucker in zahnschädigende Säuren, welche die Zahnhartsubstanz nachhaltig zersetzen.

Die häufigste Ursache für Zahnschmerzen stellt die Karies dar.

Die Kombination aus einer nicht korrekt durchgeführten Mundhygiene und entsprechender Ernährung fördert das zerstörerische Werk der Mutans - Bakterien und führt zu teilweise beträchtlichen Schädigungen der Zahnschmelzes bzw. Dentin und des gesamten Gebisses. Karies ist auch als Zahnfäule oder als das "Loch im Zahn". Wir erklären, wie sie entsteht und was Sie dagegen tun können. 

Inhaltsübersicht:

Was ist Karies?

Die Bezeichnung Karies stammt vom lateinischen Wort "caries" ab. Dieser Begriff "caries" steht für Morschheit oder Fäulnis – daraus leitet sich die Bezeichnung Zahnfäule ab, die in der Fachsprache als Caries dentium bezeichnet wird.

Der Begriff Karies kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie morsch oder faul.

Ist ein Zahn von Karies befallen, handelt es sich dabei um eine Erkrankung des sogenannten Zahnhartgewebes. Diese Zahnsubstanz besteht aus dem oberflächlichen Zahnschmelz und dem darunter liegenden Dentin. Da es sich bei Karies um eine durch Bakterien (kariogene Erreger) verursachte Erkrankung handelt, ist sie durch Speichelkontakt übertragbar.

Karies ist durch Speichelkontakt übertragbar.

Erhalten die kariogenen Erreger die Chance, sich durch mangelnde Mundhygiene in der Plaque eines Zahnes festzusetzen, kommt es zur Entmineralisierung des Zahnschmelzes. Die Folge ist eine Beschädigung der obersten Schicht des Zahnes, dem Zahnschmelz. Diese Läsionen werden als Karies bezeichnet und nehmen ohne den Besuch beim Zahnarzt immer größere Ausmaße an. Kariöse und dauerhaft unbehandelte Zähne wirken schlussendlich wie verfault.

Die Mundhöhle besitzt einen natürlichen Abwehrmechanismus gegen Karies: Unseren Speichel. Er ist mit Mineralstoffen angereichert und hat unter anderem die wichtige Funktion, die Zahnoberfläche (Zahnschmelz) auszuhärten. Kleinere Schäden am Zahnschmelz können auf diese Art und Weise selbst ausheilen. Nimmt der Zuckerkonsum zu und dauern die Säureangriffe auf den Zahnschmelz zu lange an, hat der Speichel nicht genügend Zeit, seine Abwehrfunktion auszuüben. Wenn das Gleichgewicht zwischen Entkalkung und "Reparatur" dauerhaft gestört ist – entsteht allmählich das Loch im Zahn.

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Die Geschichte

Bis ins 18. Jahrhundert glaubte man vielfach, Karies würde durch einen Wurm verursacht, der schwarze Löcher in den Zahn fraß. So stellte ein französischer Bildhauer den Wurm und die Höllenqualen des Zahnschmerzes um 1780 dar.

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Die erste Theorie

Die erste Theorie, wie Karies entstehen könnte, stammt aus der Zeit um 1.800 v. Chr. und hatte bis ins 19. Jahrhundert Geltung: Sie besagt, dass der "Zahnwurm" der Übeltäter sei und sich in das Innere des Zahnes fräße, ihn aushöhlen und damit die schrecklichen Schmerzen hervorrufen würde.

Karies entsteht als Ergebnis von Stoffwechselprodukten von Bakterien, die die Zahnhartsubstanz angreifen.

1889 wurde von dem amerikanische Zahnarzt Willoughby Dayton Miller die Ursache der Karies erforscht: Er fand heraus, dass Bakterien, die sich von Zucker ernähren, Karies verursachen. Miller war Begründer der sog. "chemisch-parasitären Zahnkaries" die im Prinzip auch noch heute eingeschränkte Gültigkeit hat, da hiermit die körpereigenen, immunologischen Faktoren nicht berücksichtigt werden.

Stärke und Zucker ernähren die Bakterien, die für die Karies verantwortlich sind.

Karies bedeutet eine Zerstörung der Zahnhartsubstanz durch Stoffwechselprodukte dieser Bakterien, die sich auf der Oberfläche von Zahnschmelz in einer Matrix anlagern. Aus nahrungsbedingten Kohlenhydraten bilden diese Bakterien Säuren.

Sinkt der PH-Wert unter die kritische Grenze für Zahnschmelz und Dentin, wird der Zahn an der entsprechenden Stelle aufgelöst.

Sie führen zu einem Absinken des ph-Wetes unter die für Schmelz und Dentin kritische Grenze führen mit der Folge, dass der Hydroxylappatit der Schmelzoberfläche zunächst chemisch verändert wird und in Lösung geht.

Wenn auch bis heute die Entstehung der Karies noch nicht vollständig geklärt ist, so steht fest, dass es ohne Kohlenhydrate und Bakterien - vornehmlich dem Bakterium Streptococus mutans - keine Karies gibt.

Mögliche Ursachen

Karies entsteht dann, wenn das Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört ist. Diese Störung erfolgt bevorzugt durch stark zuckerhaltige Ernährung. Liegt eine unzureichende oder nicht korrekt durchgeführte Mundhygiene vor, lagern sich die unterschiedlichen Stoffwechselprodukte am Zahn in Form von Plaque ab.

Ist das Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört, kann sich Karies entwickeln.

Dieser Zahnbelag ist ein hervorragender Nährboden für die kariogenen Bakterien. Die unterschiedlichen Bakterien in der Mundhöhle sind für einen kontinuierlichen Stoffwechselprozess verantwortlich. Sie gewinnen aus der aufgenommenen Nahrung Zucker (Kohlenhydrate) und wandeln diesen in für den Zahnschmelz schädliche Säure um. Diese Säure entzieht dem Zahnschmelz wichtige Minerale, wodurch er bei nicht ausreichender Zufuhr der entzogenen Mineralien durch den Speichel seine hohe Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse verliert. Werden zusätzlich stark säurehaltige Lebensmittel verzehrt, erhalten die in der Plaque angesammelten kariogenen Bakterien die Chance, Läsionen im Zahnschmelz zu verursachen. Diese Läsionen vergrößern sich immer weiter, bis es zur Schädigung des unter dem Zahnschmelz liegenden Dentins (Zahnbein) durch Karies kommt.

Die Neigung, Karies zu entwickeln, ist nicht bei allen Menschen gleich. Das hängt damit zusammen, dass Menschen schon von Natur aus einen sehr unterschiedlichen Säuregrad (pH-Wert) des Speichels haben können. Je niedriger der natürliche pH-Wert, desto stärker wirken sich die Säureangriffe nach der Nahrungsaufnahme auf die Zähne aus.

Weitere Faktoren, die das Entstehen von Karies begünstigen:

  • genetische Faktoren
  • die allgemeine Zusammensetzung der Nahrung
  • die Zahnstellung und Zahnfehlbildungen
  • die Zusammensetzung des Speichels und der Speichelflus

Zur Entstehung von Karies tragen genetische Faktoren, Zahnfehlstellungen und die Zusammensetzung der Nahrung maßgeblich bei.

Ein seltener, aber möglicher Auslöser ist eine Schädigung der Speicheldrüse, wie sie bei Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich durch eine Strahlentherapie produziert wird. Ist die Speicheldrüse geschädigt, wird nur mehr sehr wenig oder kein Speichel produziert. Durch diese Mundtrockenheit entfällt die neutralisierende und remineralisierende Wirkung des Speichels und es entsteht eine Strahlenkaries. Damit ein Zahn an Karies erkrankt, müssen also immer mehrere Faktoren aufeinandertreffen. Aber auch älterer Zahnersatz bei Zahnkronen und Zahnbrücken mit einem sogen Randspalt am Zahnstumpf begünstigt das Eindringen der Kariesbakterien unter die vermeindlich sichere Abdeckung und verursacht langfristig eine Sekundärkaries.

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Die fünf Hauptfaktoren für die Entstehung von Karies:

  • das Vorhandensein kariogener Bakterien
  • der Zahn mit seiner Mineralqualität, Speichelfaktoren und dem Verhalten des Menschen
  • Bildung von Plaque
  • So genannte niedermolekulare Kohlenhydrate, wie sie vor allem Zucker und gesüßten Speisen enthalten
  • ausreichend Zeit schlechter Mundhygiene, um Schäden zu verursachen
  • Schlecht sitzende Zahnkronen und Zahnbrücken - Sekundärkaries

 

Karies Symptome

Im Normalfall besitzt der Speichel eine natürliche Abwehrfunktion gegen Karies. Mit Mineralstoffen angereichert härtet er immer wieder den Zahnschmelz und repariert dadurch kleinere Schäden. Verzehrt ein Mensch jedoch zu häufig zuckerhaltige Nahrung und wird die Mundhygiene diesem Ernährungsverhalten nicht angepasst, kommt es im schlimmsten Fall zu einem Kariesbefall einzelner oder mehrerer Zähne.

Eine ausgewogene Ernährung und gründliche Zahnpflege helfen Karies zu vermeiden.
Karies zeigt sich durch unterschiedliche Symptome. Weiße Entkalkungszonen am Zahn (Initialkaries) können genauso ein Hinweis für die bakterielle Zerstörung des Zahnes sein, wie bräunliche Flecken oder dunkle Verfärbungen. Dabei handelt es sich bevorzugt um das Anfangsstadium. Unbehandelt weitet sich die kariöse Läsion immer stärker aus, bis sie das Zahninnere bzw. den Zahnnerv erreicht. Symptome, wie leichte oder sporadisch auftretende Schmerzen sind genauso Symptome für einen kariösen Befall, wie eine plötzliche Empfindlichkeit beim Verzehr süßer, heißer oder kalter Speisen.

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Wann verursacht die Karies Zahnschmerzen?

Zahnschmerzen setzen ein, wenn sich die Erreger bis zum Dentin (Zahnbein) bis zur Pulpa vorgearbeitet haben. Das ist ein Warnsignal! Die Karies hat sich ausgebreitet und spätestens jetzt ist der Besuch beim Zahnarzt fällig. Auch undichte Füllungen oder Kronen lösen Schmerzen aus, weil die empfindlichen Stellen direkt darunter liegen oder sich an undichten Kronenrändern Karies gebildet hat. Manchmal befindet sich unter einer dichten Füllung noch Karies, die den Zahn weiterhin unbemerkt schädigt.

Ist Karies ansteckend?

Wissenschaftlicher Erkenntnis zufolge ist Karies "ansteckend". Auslöser sind, wie bekannt Bakterien und diese können übertragen werden. Dies ist von Interesse, da ein Kind ohne karieserzeugende Bakterien geboren wird. Erst Umweltkontakt infiziert den Säugling mit den Kariesbakterien. Folglich können umso mehr Bakterien auf das Kind übertragen werden, je mehr sich im Mund der Mutter befinden. Genau aus diesem Grunde ist es zur vorsorglichen Risikobestimmung ratsam für die werdende Mutter, jeweils am Anfang und am Ende der Schwangerschaft einen Speicheltest durchführen zu lassen, um eine geeignete Prophylaxe gegen Karies ergreifen zu können.

Karies bei Kindern

Aufgrund der verstärkten Gabe zuckerhaltiger Getränke erkranken immer mehr Kinder ab dem zweiten Lebensjahr an Karies. Die dauerhafte Bereitstellung dieser Getränke in Babyflaschen oder Trink-Lerntassen führt im Laufe der Zeit zur Zerstörung der Milchzähne durch Säuren; beginnend mit den Schneidezähnen. Durch den hohen Gehalt an Fruchtsäure erfolgt diese Zerstörung oft innerhalb kurzer Zeit.

Vor allem bei Kleinkindern ist eine Karies sehr ärgerlich und schmerzhaft.
In den meisten Fällen werden die ersten Symptome im Anfangsstadium wie raue Zahnoberflächen, weiße oder bräunliche Verfärbungen nicht als Karies interpretiert. Die Folge ist, dass eine Behandlung zu spät beginnt und die oft zerstörten Zähne müssen aufgrund eitriger Prozesse entfernt werden müssen. Dies ist bei Kleinkindern nur unter Narkose möglich. Aufwendige Voruntersuchungen und eine kostenintensive Verfahren sind die Folge. Fehlen die Milchzähne, muss die Kau- und Sprachfunktion durch das Einsetzen einer Vollprothese wieder hergestellt werden. Ein für Kinder extrem belastender Prozess, der mit einfachen Maßnahmen vermieden werden kann.

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Tipp: Karies bei Kindern richtig vorbeugen

Eltern können bereits vor den ersten Zähnen Sorge tragen, um schwerste Zahnschäden zu verhindern. Kinder sind mit ungesüßtem Tee und stillem Wasser als Durstlöscher genauso zufrieden. Die beste Kariesprophylaxe besteht darin,dass zuckerhaltige Fertigtees und Fruchtsäfte vom Trinkplan gestrichen werden. Nach dem Durchbruch der ersten Zähne werden diese mit einer kleinen Menge Zahnpaste mit Fluorid einmal täglich gereinigt. Im optimalen Fall erfolgt das Putzen der Zähne unmittelbar vor dem Schlafengehen. Ab dem zweiten Lebensjahr werden die Zähne zweimal täglich gereinigt. Die Vorstellung beim Zahnarzt sollte bereits am Ende des ersten Lebensjahres erfolgen. So werden Krankheiten im Zahnbereich bereits im Anfangsstadium erkannt.

Um die Karies bei Ihrem Kind zu vermeiden, sollten Sie zuckerhaltiges aus seiner Ernährung fernhalten und auf die Zahnpflege achten.Dass Zähneputzen für gesunde Zähne sorgt, erzählten Karius und Baktus bereits im Jahr 1954. Die Hauptdarsteller des norwegischen Puppenfilms zählen heute noch zu den Klassikern rund um die Mundhygiene bei Kindern. Dieser Klassiker zum Thema Zähneputzen ist heute als Buch erhältlich. Lesen Sie ihrem Kind die Geschichten von Karius und Baktus vor und motivieren Sie es von Anfang an, Zähneputzen und Mundhygiene sorgfältig durchzuführen.

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Kann man Karies schmerzfrei beim Zahnarzt entfernen?

Inzwischen ist es möglich, Karies komplett ohne Bohren und eventuell damit verbundene Schmerzen oder das unangenehme Geräusch zu entfernen. Zwei Verfahren gibt es dafür, einerseits die Behandlung mit Carisolv-Gel, andererseits die Lasermethode, die unterschiedlich gut geeignet sind. 

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Schmerzfrei Karies entfernen mit Cariosolv:

 

Carisolv ist ein Gel, das der so genannten chemischen Entfernung von Karies dient. Das Verfahren wird routinemäßig in Deutschland ohne einen einzigen Zahnschmerzen  seit wenigen Jahren durchgeführt. Das Carisolv-Gel wird kurz vor der Behandlung zusammengemischt. Es besteht unter anderem aus dem Desinfektionsmittel, Natriumhypochlorit und aus bestimmten Aminosäuren.

Mit Carisolv lässt sich die Karies schmerzlos entfernen.

Die von Karies befallenen Stellen werden durch das Carisolv-Gel aus dem Zahn herausgelöst, intakte Zahnsubstanz werden nicht angegriffen. Carisolv ist substanzschonend, trotzdem sollte das Gel die Schleimhaut nicht berühren.

Cariolv ersetzt den Bohrer bei der Kariesentfernung.

Nach einer Einwirkzeit von ca. 30 Sekunden beginnt der Zahnarzt, die mit Carisolv eingeweichten Kariesareale mit entsprechenden Instrumenten zu entfernen. Mit dem Bohrer muss nur gearbeitet werden, um unter der Oberfläche liegende Karies mit "zu kleinen" Verbindungen nach außen zu erreichen. In der Regel wird der Defekt (Karies) mit einer zahnfarbenen Zahnfüllung (Composit) verschlossen. Desweiteren kann bei einer tiefen Karies die Prozedur auch im Tiefschlaf vorgenommen werden. Durch die zusätzliche Betäubung am Zahn kann die Karies so stressfrei entfernt werden. Bei tief zerstörten Zähnen folgt nach der Karies-Entfernung eine Wurzelbehandlung. Sind bei Angstpatienten viele Zähne von Karies betroffen kann die Zahnsanierung auch in Vollnarkose beim Zahnarzt durchgeführt werden.

Kariesentfernung mit dem Laser:

Das Bohren beim Zahnarzt ist für viele Patienten ein unangenehmes und abschreckendes Gefühl. Die komischen Geräusche und das Vibrieren sind für viele Menschen stark belastend. Mit dem Laser ist es möglich, kleinere Kariesdefekte ohne Bohren zu behandeln, aber auch diese Technologie hat Ihre Grenzen und hat sich deshalb beim Entfernen von Karies noch nicht vollständig durchgesetzt.

Entfernung durch Laser

Wie wird eine Karies beim Zahnarzt festgestellt?

Inspektion mittels Mundspiegel, Zahnsonde, Pinzette bei einer guten Beleuchtung und evtl. Einsatz einer Lupenbrille - verbunden mit Druckluft zum Trockenblasen des Zahnes, ist auch heute noch die standardmäßige Diagnosemethode. Nachteilig ist, dass die Hälfte aller vorhandenen Karieserkrankungen, die an von außen nicht zugänglichen Stellen vorhanden ist, sich nicht erkennen lassen. Das ist die sogenannte Aproximalkaries.

Der Zahnarzt untersucht mit Spiegel, Zahnsonde und Pinzette Ihre Zähne gründlich auf Kariesbefall.

Die Röntgendiagnostik vor allem für die nicht einsehbaren Zahnzwischenräume (Interdentalkaries), zur Bestimmung der Tiefenausdehnung und Kontrolle von Bereichen an/unter schon bestehenden Füllungen (Sekundärkaries); bewährtes Medium für diese Untersuchungsmethode sind sogenannte Bissflügelaufnahmen ("bite wings"). Eine röntgenologische Erkennung ist erst ab ca. 20 Prozent Entkalzifizierung möglich. 55 Prozent der kariösen Veränderungen werden mit dieser Technik erkannt. Beim Zahnarztbesuch für Kinder wird sehr oft an einem oder mehreren Milchzähnen eine Karies diagnostiziert.

Je nach dem Ausdehnungsgrad der Karies wird der Zahn bei kleinen Defekten im Frontzahnbereich oder am Zahnhals (Zahnhalskaries) mit einer Kompositfüllung versorgt. Wird eine kaufunktionielle Versorgung im Seitenzahnbereich angestrebt sind hier Keramikinlays, Zahnkronen oder Vollkeramikronen angezeigt. In der Regel erfolgt dann der Zahnaufbau im Vorfeld nach der Kariesentfernung mit einer s.g. Aufbaufüllung.

Karies unter Füllungen

Karies unter einer Füllung wird als sekundäre Karies bezeichnet. Diese Form der Karies entsteht bevorzugt durch an den Rändern schlecht verarbeitete Füllungen oder Inlays. Ursache ist oft eine mangelhafte Politur der Füllungsränder, wodurch sich zwischen Zahn- und Füllungsmaterial ein sondierbarer Spalt bildet. Dieser ermöglicht aggressiven Bakterien den Eintritt in den Zahn, wo sie unterhalb der Füllung eine immer tiefer reichende Läsion verursachen. Sekundäre Karies ist bevorzugt durch Röntgenkontrollen nachweisbar. Die beste Kariesprophylaxe ist passgenauer Zahnersatz ohne größere Klebefugen zum Zahnschmelz.

Ist ein Lufteinschluss unter der Füllung verblieben, kann sich darunter eine Sekundärkaries bilden.

Wie kann man Karies vorbeugen?

Karies zählt weltweit zu den häufigsten ernährungsabhängigen Erkrankungen. Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ist eine ausgewogene Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe enthält. Insbesondere die Mineralstoffe Calcium, Phosphor und Fluorid sowie die Vitamine A, D und C sind unerlässlich für eine gesunde Entwicklung und Erhaltung der Zähne und des Parodonts (Zahnhalteapparates). Eine gesunde und somit ausgewogene Ernährung senkt somit signifikant das Kariesrisiko. Spezielle Fluortabletten unterstützen die natürlich Fluoridzufuhr bei der Nahrungsaufnahme.

Eine ausgewogene Ernährung mit allen wichtigen Mineralien ist die Grundlage für kariesfreie Zähne.

Die richtige Zahnpasta auswählen

Bei der Mundhygiene sollte für die Zahnpflege eine flluoridhaltige Zahnpasta verwendet werden, da diese den Zahnschmelz stärkt. Der Gebrauch von Zahnseide schützt zusätzlich die Zahnzwischenräume und schützt somit vor Parodontose. Durch eine zusätzliche regelmäßige Kariesprophylaxe beim Zahnarzt kann Karies dauerhaft vermieden werden.

Für einen guten Schutz vor Karies ist eine fluoridhaltige Zahnpasta unerlässlich.

Die richtige Zahnbürste verwenden

Optimal ist die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste, da diese anhaftende Beläge effizient entfernt. Für die Reinigung der Zahnzwischenränder kommen zweimal täglich Zahnseide oder Dentalbürstchen zum Einsatz. Eine fluoridhaltige Zahnpasta ergänzt das regelmäßige Pflegeprogramm der Zähne. Eine zusätzliche Flouridierung kann ebenfalls vom Zahnarzt mit entsprechenden Lacken durchgeführt werden. Ziel dieser Flouridierung isteine Remineralisierung von Zahnschmelz.

Elektrische Zahnbürsten reinigen die Zähne besonders gründlich.

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Regelmäßige Zahnarztbesuche

Unverzichtbar ist die regelmäßige professionelle Zahnreinigung. Im Rahmen dieser Behandlung werden schwer zugängliche Stellen sorgfältig gereinigt. Ein wichtiger Punkt ist die richtige Putztechnik, die eine sorgfältige Reinigung der Zähne gewährleistet ohne das Zahnfleisch zu schädigen. Der Aufwand für eine ausgewogene Mundhygiene ist gering und gewährleistet ein Leben lang gesunde Zähne und ein attraktives Lächeln.

Anfang der 1970er-Jahre wurden zudem die Karies reduzierenden Eigenschaften des Kohlenhydrates Xylit entdeckt. An der finnischen Universität Turku wurden in den Jahren 1972 - 1975 klinische Lanzeitstudien (Turku-Zuckerstudien) durchgeführt, die eine Reduktion von Zahnkaries belegen konnten. Xylit hemmt die Aktivität von kariogenen Stretococcus mutans Bakterien über eine Hemmung des Zuckerabbaus(Glykolyse). Synergistisch wird diese Wirkung durch Flouride verstärkt. Desweiteren wird eine Resistenzentwicklung der Kariesbakterien in der Mundhöhle und eine bevorzugte Vermehrung von weniger kariogenen Mutans Bakterien unter dem Einfluß von Xylit diskutiert. Xylit bewirkt weiterhin eine Reduzierung des Biofilmes Plaque auf der Oberfläche von Zahnschmelz was eine optimale Prophylaxe gegen die Zahnkaries darstellt.

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Folgeerkrankungen und Beschwerden durch Karies

Zu den durch Karies verursachten Beschwerden direkt am Zahn zählt die immer tiefer gehende Zerstörung des Zahns. Sobald sich die Erkrankung über den Zahnschmelz bis zum Dentin (Zahnbein) ausgebreitet hat, treten erste stärkere Schmerzen auf. Bei zu starker Schädigung des Zahns kann dies bis zum Zahnverlust führen. Zu den weiteren Folgeerkrankungen im Mundbereich zählen Entzündungen des Zahnfleisches bis zur Parodontitis, einer komplexen Entzündung des Zahnhalteapparates. Bei durch Karies stark geschädigten Zähnen kann sich eine Pulpitis, die Entzündung der Zahnnerven, einschließlich großflächiger Abszesse bilden.

Wird eine Karies nicht rechtzeitig entfernt, kann sie zu einem entzündlichen Abszess führen.
Eine unbehandelte Karies wirkt sich nicht nur auf den Bereich der Mundhöhle und des Zahnhalteapparates negativ aus. Sie ist oft auch Ursache systemischer Erkrankungen.

  • Herzklappen- und Herzmuskelentzündung
  • Bildung von Abszessen in anderen Organen oder sogar im Gehirn
  • Streuung pathogener Bakterien im Blut- und Lymphkreislauf
  • Knochenentzündungen

Möchten Sie mehr über Karies und die Möglichkeiten der Kariesentfernung in der Zahnarztpraxis in Berlin erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Kieferchirurgie, TSP Implantologie 
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)
Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 23.09.2016

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