Dentition

Dentition - Zahndurchbruch in die Kieferhöhle - Erster und zweiter Zahnwechsel

Dentition bezeichnet den Durchbruch der im Kiefer angelegten Zähne.Das menschliche Gebiss ist essentiell für die Zerkleinerung der Nahrung und bildet damit die Grundlage für eine gute Verdauung und damit wiederum für die menschliche Gesunderhaltung. Darüber sollten die bleibenden Zähne ästhetisch weiß und gerade sein und ein gepflegtes Aussehen unterstützen. Der Durchbruch der Zähne wird dabei als Dentition bezeichnet. Störungen beim Zahndurchbruch sollten rechtzeitig behandelt werden, um ein gepflegtes und vor allem rundum funktionstüchtiges Gebiss zu erhalten.

Inhaltsübersicht


Was heißt Dentition?

Dentition - ZahndurchbruchUnter Dentition versteht man den Durchbruch der im Kiefer angelegten Zähne in die Mundhöhle. Bei dem bei Kleinkindern auch als Zahnen bezeichneten Vorgang entsteht zunächst eine Dentitionszyste. Diese wird als kleine Blase im Mund sichtbar, bevor der Zahn durchbricht.

Wann erfolgt die Dentition?

Ausbildung des menschlichen GebissesIm Rahmen der Ausbildung des menschlichen Gebisses wird zwischen einer ersten und einer zweiten Dentition unterschieden. Die erste Dentition erfolgt im Kleinkindalter beim Durchbruch der ersten Zähne, dem so genannten Milchgebiss. Bei der zweiten Dentition kommen ab dem 6. Lebensjahr die bleibenden Zähne zum Vorschein.

Wie erfolgt die Zahnentwicklung?

Die Zahnanlage erfolgt bereits im Mutterleib. Ab dem zweiten Schwangerschaftsmonat entwickeln sich beim Embryo Zahnleiste und Zahnkeime. Die Zahnknospen sind glockenförmig, der entstehende Apparat wird als Schmelzorgan bezeichnet. Bei der Ausbildung des Milchgebisses werden die ersten Zähnchen sichtbar.

Wie erfolgt die Ausbildung des Milchgebisses?

Durchbruch der unteren Scheidezähne beim KleinkindDie erste Dentition beginnt mit dem Durchbruch eines unteren Schneidezahns im Alter von etwa 6 Monaten und endet meist im dritten Lebensjahr, wenn das Milchgebiss vollständig ist. Normalerweise stehen dann 20 Zähnchen im Mund: Jeweils vier Schneidezähne, zwei Eck- und zwei Mahlzähne im Ober- und Unterkiefer. Vom mittleren Schneidezahn bis zum hinteren Mahlzahn kommen die Zähne auf jeder Seite im Allgemeinen exakt der Reihe nach zum Vorschein.

Reihenfolge des Zahndurchbruchs im Milchgebiss

Ausbildung der KinderzähneZwischen dem 5. und 16. Monat bilden sich die unteren und oberen Schneidezähne aus, sodass Ihr Kind jeweils unten und oben mit vier Frontzähnen strahlen kann. Die oberen und unteren Eckzähne folgen im Anschluss. Ab dem dem 12. Monat ist mit den ersten Backenzähnen, den Molaren, zu rechnen. Je nach Entwicklung des Kindes kann mit etwa 2,5 bis 3 Jahren mit einem vollständigen Milchzahngebiss mit etwa 20 Zähnen gerechnet werden.

Welche Symptome treten beim Zahnen auf?

Vor dem Zahnen ist das Kleinkind oft weinerlich, das Zahnfleisch ist geschwollen und gerötet. Die Wangen sind gerötet, das Baby weist einen vermehrten Speichelfluss auf und sabbert zunehmend. Es beginnt, auf Gegenständen herumzukauen, um den entstehenden Zahndruck zu kompensieren. Parallel zum Zahnen könenn auch Fieber und Verdauungsbeschwerden auftreten.

Was tun bei Schmerzen des Kindes beim Zahnen?

Schmerzen beim KindDas Zahnen und der Durchbruch der ersten Zähne bereitet dem Kind oft Schmerzen, weshalb es hilfreich sein kann, eine Zahnfleischmassage des Kindes durchzuführen. Darüber hinaus sollten dem Kind auch Beißringe gegeben werden. Hierbei sollten Silikon-Produkte verwendet werden, die mit Wasser befüllt sind und sich im Kühlschrank kühlen lassen. Kalte Waschlappen können ebenso zur äußerlichen Kühlung verwendet werden. Darüber hinaus können auch in der Drogerie erhältliche Zahnungshilfen und Zahnungsgels genutzt werden.

Warum ist die Pflege der Milchzähne von besonderer Bedeutung?

Zahnpflege des Milchgebisses„Die fallen ja sowieso aus“ ist kein Argument gegen sorgfältiges Putzen der Milchzähne. Milchzähne sind nicht nur zum Kauen nötig, sie haben auch eine wichtige Platzhalterfunktion für die Zähne des bleibenden Gebisses. Geht ein Milchzahn vorzeitig verloren, rücken die Nachbarzähne schon nach kurzer Zeit enger zusammen. Kommen später die bleibenden Zähne, fehlt ihnen sozusagen die Führung. An manchen Stellen finden sie zu viel Platz vor, an anderen zu wenig - die Folgen sind Fehlbiss und Schiefstand, die später kieferorthopädisch korrigiert werden müssen. Im Milchgebiss treten dagegen Probleme mit Zahnfehlstellungen so gut wie nie auf.

Wie erfolgt die zweite Dentition?

WechselgebissAb dem sechsten Lebensjahr erfolgt der zweite Schritt der Zahnentwicklung. Nun machen die Milchzähne langsam Platz für die Bleibenden. Ihre Zahnwurzeln werden vollständig aufgelöst, und sie fallen aus. Aber bevor der erste Milchzahn locker wird, brechen meist hinter den Milch-Mahlzähnen die ersten Molaren (Backenzähne) durch. Oft werden sie kaum bemerkt oder als verspätete Milchzähne angesehen. Den "offiziellen" Anfang machen auch beim bleibenden Gebiss wieder die unteren Schneidezähne. Die anderen folgen fast der Reihe nach, allerdings gibt es noch eine Ausnahme: Im Oberkiefer kommen die ersten Prämolaren vor den Eckzähnen. 

Durchbruch des WeisheitszahnsDie insgesamt acht Prämolaren ersetzen im bleibenden Gebiss die Mahlzähne. Zwei Molaren sowie ein Weisheitszahn kommen auf jeder Seite noch dazu. Der Weisheitszahn lässt sich mit dem Wachsen jedoch oft Zeit bis ins Erwachsenenalter. Das vollständige bleibende Gebiss umfasst dann 32 Zähne.

Welche Probleme sind beim Durchbruch der bleibenden Zähne bekannt?

Im Gegensatz zum Milchgebiss gibt es beim Durchbruch der bleibenden Zähne nicht selten Probleme. Häufig müssen Schiefstand und Fehlbisse (gleiche Zähne in Ober- und Unterkiefer beißen nicht aufeinander) im bleibenden Gebiss korrigiert werden. Die Ursachen können vielfältig sein: Vielleicht fehlt den Zähnen aufgrund vorzeitig verloren gegangener Milchzähne die richtige Führung, vielleicht hat einmal ein heftiger Sturz die im Kiefer angelegten Bleibenden in Schieflage gebracht, oder der Kieferknochen ist nicht groß genug, sodass sich die Zähne gegenseitig in die Quere kommen.

Dentitionsstörung

Korrekter Zahndurchbruch im WechselgebissBricht ein angelegter Zahn nicht durch, spricht man von einer Dentitionsstörung oder Retention. Die Ursache ist auch hier meist Platzmangel. Solche retinierten Zähne können sich im Kiefer querstellen, außerhalb der Zahnreihe vorn oder gar im Gaumen durchbrechen. Besonders häufig betroffen sind die oberen Eckzähne, da sie in die Lücke zwischen den bereits vorhandenen bleibenden Eckzähnen und ersten Prämolaren einwachsen müssen.

Wie können Zahnfehlstellungen korrigiert werden?

Zahnspange für schöne ZähneBei Jugendlichen können retinierte Eckzähne meist durch eine aufwendige kieferorthopädische Behandlung mit einer Zahnspange wieder in die Zahnreihe integriert werden. Eine nach Abschluss der kieferorthopädischen Behandlung zu tragende Zahnschiene sowie ein eingesetzter Draht, auch Retainer genannt, verhindern, dass sich die Zähne wieder verschieben. Ein Korrektur von Zahnfehlstellungen ist auch im Erwachsenenalter möglich. Unsichtbare Zahnspangen für Erwachsene oder Brackets aus Keramik mit unsichtbaren Drähten ermöglichen hierbei eine ästhetische und zugleiche effektive Behandlung.


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 15.12.2015

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