Elektrische Zahnbürste

Schadet eine elektrische Zahnbürste unseren Zähnen?

Eine elektrische Zahnbürste kann eine gute Alternative zur konventionellen Zahnbürste sein.Die konventionelle Zahnbürste ist im Gegensatz zur elektrischen Zahnbürste bei vielen Menschen fester Bestandteil der morgendlichen Zahnpflege. Auch wenn Sie sich vielleicht noch nie mit etwas anderem die Zähne geputzt haben, kommt doch hin und wieder der Gedanke, sich eine elektrische Zahnbürste zuzulegen. Aber was kann sie eigentlich, was eine normale Zahnbürste nicht kann? Und schädigt sie bei unsachgemäßem Gebrauch möglicherweise die Zähne?

Inhaltsübersicht:

  1. Was versteht man unter einer elektrischen Zahnbürste genau?
  2. Für wen eignet sie sich?
  3. Ist eine elektrische Zahnbürste notwendig?
  4. Welche Arten gibt es?
  5. Welcher Bürstenkopf ist empfehlenswert?
  6. Was sollte man bei der Anwendung einer elektrischen Zahnbürste beachten?
  7. Wie reinige ich meine elektrische Zahnbürste?
  8. Sind elektrische Zahnbürsten besser als konventionelle?
  9. Professionelle Zahnreinigung
  10. Darf es eine preiswerte elektrische Zahnbürste sein?
  11. Vorsicht vor falscher Anwendung

Was versteht man unter einen elektrischen Zahnbürste genau?

Gegenüber der konventionellen Zahnbürste bietet die elektrische sehr viel mehr Komfort und eine bessere Reinigungsleistung.Im Vergleich zu einer konventionellen Zahnbürste unterscheiden sich die elektrischen Alternativen vor allem im Aufbau und in der Funktionsweise. Wie der Name schon sagt, sind sie elektrisch betrieben und können somit für mehr Komfort und unter Umständen für eine etwas bessere Reinigungswirkung sorgen. Doch auch untereinander gibt es verschiedene Konzepte der elektrischen Zahnbürsten.

So sind batterieunterstützte Modelle erhältlich, die mit einfachen, handelsüblichen Batterien betrieben werden und den manuellen Verwandten relativ ähnlich sehen. Häufiger aber sind elektrische Zahnbürsten mit einem verbauten Akku ausgestattet, der in den meisten Fällen in einer Ladestation mittels sicherer Induktion aufgeladen werden kann. Der Kopf einer elektrischen Zahnbürste lässt sich vom Handgriff lösen - damit wird sichergestellt, dass er gründlich zu reinigen und vor allem leicht austauschbar ist. Dies muss auch hier regelmäßig geschehen. Ein kleiner Motor im Inneren der Zahnbürste sorgt dafür, dass sich der Bürstenkopf in schnellen, rotierenden Bewegungen dreht.

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Für wen eignet sie sich?

Der Wechsel von einer manuellen hin zu einer elektrischen Zahnbürste ist für praktisch jeden sinnvoll. Die Reinigungsleistung ist bei den meisten Modellen oft deutlich höher, als bei der Verwendung einer normalen Handzahnbürste. Wer sich allerdings Hoffnungen macht, dass das Zähneputzen mit der elektrischen Variante schneller von statten geht, muss sich darüber klar sein, dass es dabei keinen Unterschied gibt - schließlich muss nach wie vor jeder Zahn einzeln bearbeitet werden.

Bei elektrischen Zahnbürsten ohne Druckkontrolle sollte man vorsichtig sein, da durch zu hohen Druck Schäden an Zähnen und Zahnfleisch möglich sind.Handfeste Vorteile bringen hingegen elektrische Zahnbürsten, die über eine Druckkontrolle verfügen. Ein typischer Fehler bei der Zahnreinigung ist, dass ein zu hoher Druck ausgeübt wird, was über längere Zeit hinweg den Zahnschmelz unnötig stark belastet und obendrein zu Zahnfleischproblemen, wie z. B. Zahnfleischrückgang, führen kann. Ein Mechanismus in den Modellen mit Drucksensor gibt deshalb ein Warnsignal ab, wenn mit zu viel Kraft gebürstet wird. Das ist insbesondere für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch ein Bonus.

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Ist eine elektrische Zahnbürste notwendig?

Die Überlegung zur elektrischen Zahnbürste zu greifen kann durchaus sinnvoll sein, besonders bei schwer zugänglichen Bereichen bei Zahnspange oder Zahnersatz.

Die Überlegung, sich eine elektrische Zahnbürste zuzulegen, kann gute Gründe haben, denn Zahnersatz, Zahnspangen und Zahnengstand machen besondere Putztechniken und mehr Sorgfalt erforderlich. Ist aus der Überlegung dann ein Vorsatz geworden, stehen Sie jedoch vor der Qual der Wahl, denn am Markt sind elektrische Zahnbürsten in allen erdenklichen Varianten
und Ausführungen erhältlich.

Oftmals ist von neuartigen Funktionen die Rede, die sich nicht einmal mit einem konkreten Vorteil in Verbindung bringen lassen - da stellt sich nicht selten auch die Frage, ob sich die Mundhygiene durch die vielfältigen technischen Finessen tatsächlich verbessert. Es gibt beispielsweise elektrische Zahnbürsten, die in der Lage sind, bis zu 10.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minuten zu imitieren - noch mehr schaffen schallaktive Zahnbürsten mit 31.000 Schwingungen pro Minute.

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Darf es eine preiswerte sein?

Bei elektrischen Zahnbürsten kommt es nicht auf den Preis an, hier lohnt es sich Tests zu vergleichen und sich gerne auch für ein günstiges Modell zu entscheiden.

Laut Dietmar Oesterreich, dem Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer, ist die teuerste Zahnbürste nicht gleich die beste. Zudem fehlen für die angebliche Verbesserung der Zahnreinigung durch die Schwingungen bei schallaktiven Zahnbürsten noch wissenschaftliche Beweise. Entsprechend ist es angeraten, beim erstmaligen Kauf einer elektrischen Zahnbürste nicht gleich zum teuersten Gerät zu greifen; zuerst müsse sich herausstellen, ob der Benutzer mit der schnell rotierenden Bürste zurechtkommt.

Ein signifikanter Preisunterschied bei elektrischen Zahnbürsten ergibt sich aus der Art der Energieversorgung und der Folgekosten der Wechselköpfe. Günstigere Modelle können mit einer normalen Batterie betrieben werden: teurere Geräte hingegen verwenden Akkus, die wieder aufgeladen werden können. Hinzu kommt, dass eine mit Akku betriebene Zahnbürste laut Oesterreich die bessere Wahl sei, da sie zu einer kraftvolleren Reinigung imstande ist.

Welche Arten gibt es?

Die Entscheidung, welche elektrische Zahnbürste im Hinblick auf die Stromversorgung die geeignete ist, kann anhand der eigenen Bedürfnisse getroffen werden. Drei Typen stehen dazu grundsätzlich zur Auswahl.

  1. Die Typen der wieder aufladbaren elektrischen Zahnbürsten unterscheiden sich bezüglich der genauen Putztechnologie. Dabei kann es sich beispielsweise um die erwähnte Schallzahnbürste mit Ultraschalltechnologie (wie die Sonicare von Philips) handeln oder eine oszillierend-rotierende 3D-Putzwirkung durch oszillierende Bürstenkopfbewegungen.
  2. Für den Einstieg am besten geeignet ist die batteriebetriebene elektrische Zahnbürste mit wählbaren Geschwindigkeitsstufen. Die Firma Dontodent bietet Modelle im Tiefpreissegment an.
  3. Als dritte Alternative gibt es dann noch die batterieunterstützte elektrische Zahnbürste, die mit AA-Batterien betrieben werden und einer normalen Zahnbürste vom Aussehen her ähnlich sind. In Betrieb genommen erzeugen sie zusätzliche Bürstenkopfbewegungen während des normalen Zähneputzens.


Welcher Bürstenkopf ist empfehlenswert?

Eine Frage, die sich pauschal nicht beantworten lässt, denn jedes Gebiss ist anders. Hier weiß Ihr Zahnarzt Rat, denn er kann am besten einschätzen, welcher Bürstenkopf geeignet ist, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Wichtig ist, dass der Bürstenkopf weder zu groß noch zu klein ist. Auch der Preis spielt eine nicht unwichtige Rolle, denn Bürstenköpfe sollten mindestens einmal pro Quartal gewechselt werden. Bei elektrischen Zahnbürsten für Kinder sollte zusätzlich auf abgerundete Borsten der Wechselköpfe geachtet werden.

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Was sollte man bei der Anwendung elektrischer Zahnbürsten beachten?

Die richtige Anwendung der elektrischen Zahnbürste ist sehr wichtig, um keinen Zahnfleischrückgang zu riskieren.

Wer sich die erste elektrische Zahnbürste zugelegt hat, sollte zu Beginn deren Nutzungshinweise beherzigen. So sollte beispielsweise in jedem Fall während des Putzens wenig Druck ausgeübt werden und die Bürste auf den Zähnen "tanzen".

Grundsätzlich können die Zähne durch jede Zahnbürste Schaden nehmen, wenn zu viel Druck auf die Zähne wirkt. Infolgedessen wird nach und nach der Zahnschmelz weggescheuert und Zahnfleischschwund kann entstehen. Lange Zahnhälse und empfindliche Zähne sind in vielen Fällen das Resultat falscher Putztechniken. Am Markt sind elektrische Zahnbürsten mit einer Andruckkontrolle erhältlich, der den Druck kontrolliert und bei zu starkem Aufdrücken ein akustisches Signal erklingen lässt. Etwas fraglich ist die Polierfunktion diverser Zahnbürsten - hier ist es schwer einzuschätzen, ob diese auch tatsächlich etwas nützt.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Auswahl der richtigen Zahncreme. So sollten beispielsweise Zahncremes speziell für Raucher oder zur Entfernung von Zahnstein nicht dauerhaft angewendet werden,  diese enthalten einen vergleichsweise hohen Anteil an Putzkörpern, die ebenfalls dem Zahnschmelz schaden können.

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Wie reinige ich meine elektrische Zahnbürste?

Da bei elektrischen Zahnbürsten nur der Bürstenkopf gewechselt wird, können sich entsprechend auch am Griff unschöne Ablagerungen bilden. Diese sind sehr hartnäckig und sollten aus Hygienegründen ebenfalls regelmäßig entfernt werden. Mit einem kleinen Hausmittel ist sie schnell wieder sauber.

Geben Sie dazu ein wenig Essigessenz auf ein Wattepad und dann reiben Sie den Griff sowie die Ladestation mit der getränkten Watte ab. Nachdem der Essig ein paar Minuten Zeit hatte einzuwirken, können Sie ihn mit einer Nagelbürste und etwas Wasser abwaschen. Zahnpastaablagerungen und Kalk werden so rückstandslos entfernt.

Sind elektrische Zahnbürsten besser als konventionelle?

Es konnte nachgewiesen werden, dass sich mit elektrischen Zahnbürsten eine gute Reinigungswirkung durch eine bessere Reinigungstechnik erzielen lässt. Generell ist eine optimale Zahnreinigung jedoch mehr eine Frage der Putztechnik und weniger der Art der dabei verwendeten Zahnbürste. Rotationen sind in der Lage, die Zahnputztechnik zu unterstützen und sie dadurch effektiver zu machen.

Ob konventionelle oder elektrische Zahnbürste - der Putzerfolg hängt vor allem von der Putztechnik ab.

Eine Zeitersparnis ergibt sich aus der Verwendung elektrischer Zahnbürsten jedoch nicht, da nach wie vor jeder Zahn einzeln geputzt werden sollte. Darüber hinaus empfiehlt sich auch weiterhin der Einsatz von Zahnseide und Mundwasser, um die Pflege zu komplettieren. Gerade die Zahnzwischenräume sind mit den darin siedelnden Bakterien oftmals Auslöser von Zahnfleischschmerzen, Parodontose und Zahntaschen. Mundspülungen optimieren die Mundhygiene zusätzlich und verhelfen darüber hinaus noch Mundgeruch zu vermeiden.

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Professionelle Zahnreinigung

Professionelle ZahnreinigungUnabhängig von der verwendeten Zahnbürste empfehlen wir Ihnen, mindestens einmal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen und monatlich bei der elektrischen Zahnbürste die Aufsteckbürsten zu erneuern. Auf diesem Wege lassen sich hartnäckige Beläge und Zahnstein durch Airflow und spätere Politur optimal behandeln
und sorgen für weiße Zähne.

Bei einer hartnäckigen Parodontose muss zusätzlich durch einen Markerkeimtest abgeklärt werden, ob aggressive Bakterien Auslöser für eine resistente Zahnfleischentzündung sind.

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Vorsicht vor falscher Anwendung

Genau wie bei der Handzahnbürste besteht auch bei der elektrischen Zahnbürste die Gefahr durch fehlerhafte Benutzung. Echten Schaden nehmen Zähne und Zahnfleisch, wenn zu viel Druck beim Bürsten ausgeübt wird. Achten Sie am besten darauf, dass Ihre neue elektrische Bürste einen Drucksensor integriert hat. Auch die Art der Putzbewegungen unterscheidet sich in der Regel zu der mit herkömmlichen Zahnbürsten. Am besten ist es, sich von Ihrem Zahnarzt zur richtigen Anwendung beraten zu lassen, um typische Fehler zu vermeiden und sich gar nicht erst anzugewöhnen.

Möchten Sie mehr über das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Kieferchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 23.09.2016

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