Lokalanästhesie

Eine Lokalanästhesie beim Zahnarzt ermöglicht Schmerzfreiheit bei der Zahnbehandlung

Durch die lokale Anästehesie ist eine schmerzfreie Behandlung möglich.Eine Lokalanästhesie beim Zahnarzt wird per Spritze eingesetzt und ist daher für die meisten Patienten ein unangenehmer Gedanke. Andererseits garantiert sie insbesondere bei größeren Eingriffen eine schmerzfreie Behandlung. Angstpatienten kann sie bereits bei kleinen Eingriffen, wie dem Bohren wegen einer Karies, helfen, die Prozedur zu überstehen.

Inhaltsübersicht:
  1. Was ist eine Lokalanästhesie?
  2. Wann ist eine örtliche Betäubung beim Zahnarzt erforderlich?
  3. Lokalanästhesie - Mittel
  4. Wie ist der Ablauf bei einer Lokalanästhesie?
  5. Wie lange wirkt eine örtliche Beteubung?
  6. Lokalanästhesie - Nebenwirkungen?
  7. Eine lokale Anästhesie für Angstpatienten
  8. Lokalanästhesie in der Schwangerschaft
  9. Lokalanästheikum während einer Vollnarkose

Was ist eine Lokalanästhesie?

Eine lokale Anästhesie wird durch ein Spritze vorgenommen.

Unter einer Lokalanästhesie versteht man eine örtliche Betäubung. Diese Form der Anästhesie wird bei kleineren medizinischen Behandlungen häufig verwendet - insbesondere in der Zahnmedizin, aber auch bei kleineren chirurgischen Eingriffen.

Der große Vorteil einer Lokalanästhesie ist, dass der Patient während der Behandlung keine Schmerzen empfindet, seine Bewegungsfähigkeit aber in vollem Umfang erhalten bleibt. Nach einer gewissen Zeit lässt die Betäubung nach - Zunge und Kiefer sind dann wieder voll funktionsfähig. 

Wann ist eine örtliche Betäubung beim Zahnarzt erforderlich?

Wenn Sie als Patient fragen zu Lokalanästhesie haben, kommen Sie gern auf unser Praixstam zu.

Eine lokale Betäubung ist im dentalen Bereich beispielsweise immer dann erforderlich, wenn der Zahn für ein Onlay oder Keramikinlay vorbereitet werden muss, ein Abschleifen zum Einpassen einer Zahnkrone erforderlich ist oder wenn ein Zahnimplantat zu setzen ist.

Mit der Lokalanästhesie schaltet der Zahnarzt das Schmerzempfinden für einen begrenzten Zeitraum aus. Er wird Ihnen deshalb eine Betäubung empfehlen, wenn er eine Kariesentfernung für eine Zahnfüllung ausbohren muss. Auch bei der Anfertigung eines Abdrucks für eine Krone verabreicht ein erfahrener Mediziner eine örtliche Betäubung. Mit einer Lokalanästhesie werden Untersuchungen oder Operationen möglich, die für den Patienten ansonsten sehr schmerzhaft sind.

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Lokalanästhesie Mittel

Dem Zahnarzt stehen mehrere Substanzen zur Verfügung, die er abhängig von der Art der durchgeführten Lokalanästhesie, des Eingriffes und Ihrem gesundheitlichen Zustand einsetzt.

Für die Lokalanästhesie werden vor allem Articain, Lidocain oder Mepivacain eingesetzt.Einer der am häufigsten verwendeten Wirkstoffe ist Articain. Es unterscheidet sich in seiner chemischen Zusammensetzung von anderen Substanzen und zählt zu den am besten verträglichen und auch für Risikopatienten geeigneten Lokalanästhetika.

Alternativ zum Articain ist die Substanz Lidocain ein häufig genutztes Mittel. Es eignet sich für die Infiltrations-, Leitungs- und Oberflächenanästhesie und weist dadurch einen breiten Einsatzbereich auf. Da die anästhetische Wirkung von Lidocain nur sehr langsam abklingt, verspüren Sie wesentlich geringe postoperative Schmerzen. Dadurch eignet sich diese Substanz sehr gut bei größeren Eingriffen.

Mepivacain weist eine sehr gute Wirkungstiefe auf, die der dem Lidocain entspricht. Die Wirkungsdauer der Substanz ist jedoch signifikant größer. Ein wichtiger Vorteil liegt in seiner nur geringen gefäßerweiternden Eigenschaft. Mepivacain eignet sich für Patienten, die aus gesundheitlichen Gründen von der Anwendung gefäßerweiternder Substanzen absehen sollten.

Ein ergänzender Wirkstoff, der bei der Infiltrationsanästhesie eine wichtige Rolle spielt, ist Adrenalin. Diese Substanz verengt die Blutgefäße und wirkt sich dadurch positiv auf die Anästhesiedauer aus. Durch die Zugabe von Adrenalin reduziert sich die Dosis der betäubenden Substanz.

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Aufklärung durch den Zahnarzt

Laut gesetzlicher Vorgabe muss ein Patient über die zahnärztliche Lokalanästhesie aufgeklärt werden. Der Zahnarzt ist dazu verpflichtet, dem Patienten die zu erwartenden Folgen und Risiken wie mögliche Nervenschädigungen oder Bissverletzungen während der Wirksamkeit der Substanz zu erklären. Dies gilt ebenfalls für die Information, warum eine Anästhesierung nötig ist. Gleichzeitig muss der Zahnarzt auf mögliche zur Auswahl stehende Alternativen wie beispielsweise eine Behandlung unter Vollnarkose oder im Dämmerschlaf hinweisen.

Alle Informationen erfolgen mündlich und im persönlichen Gespräch und so rechtzeitig vor dem Eingriff, dass dem Patienten ausreichend Zeit bleibt, sich für eine der möglichen Anästhesieformen zu entscheiden.

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Wie ist der Ablauf bei einer Lokalanästhesie?

Sofern bekannt ist es zunächst wichtig, dass Sie den Zahnarzt über eine mögliche allergische Überempfindlichkeit bei bestimmten Lokalanästhetika informieren.

Die Betäubung wird durch eine Spritze in den jeweiligen Bereich des Kiefer innjiziert.

Je nach Art und Dauer der anstehenden Behandlung entscheidet Ihr Zahnarzt dann zwischen verschiedenen Lokalanästhetika mit einer jeweils kürzeren oder längeren Wirkungsdauer. Er wird immer das Mittel auswählen, das die zu erwartenden Schmerzen neutralisiert; gleichzeitig aber Ihr Herz-Kreislauf-System am wenigsten belastet. Im Anschluss injiziert der Zahnarzt das Anästhetikum im entsprechenden Bereich des Ober- oder Unterkiefers und schaltet damit das Schmerzempfinden in dieser Region aus.

Wie lange wirkt eine örtliche Betäubung?

Im Normalfall lässt die Betäubung in Abhängigkeit von dem verabreichten Narkosemittel nach rund vier Stunden wieder nach. Sie spüren dann ein leichtes bis mittleres Kribbeln in der betäubten Kieferregion, bis das Gewebe wieder seine volle Sensibilität erreicht hat. Da diese Narkosemittel vom Körper schneller abzubauen sind als z.B. die Sedierung oder eine Vollnarkose, gilt die Lokalanästhesie als verträglicher für den gesamten Organismus.

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Lokalanästhesie - Nebenwirkungen

Dennoch können Nebenwirkungen beim Einsatz einer Lokalanästhesie nicht ganz ausgeschlossen werden. Typische Beschwerden sind Schwindel und Nervosität. Aber auch Kopfschmerzen können nach einem solchen Eingriff im Kieferbereich vorkommen.

Lokalanaesthesie_am_ZahnNebenwirkungen der Lokalanästhesie wurden in einem Verhältnis von 1:1.000.000 beobachtet. Zu den häufigsten, aber absolut harmlosen, lokalen Nebenwirkungen zählt der Schmerz an der Einstichstelle des Anästhetikums, der jedoch spätestens am nächsten Tag verschwindet. Viele Patienten fühlen jedoch auch davon nichts. Unter äußerst ungünstigen Bedingungen kann sich die Einstichstelle entzünden. Wird dies nicht behandelt, besteht die Gefahr der Abszessbildung. Aus diesem Grund sollte immer ein Zahnarzt aufgesucht werden, wenn die Einstichstelle länger schmerzt und entzündet ist.

Eine weitere, aber äußerst seltener Nebeneffekt während der Gabe des Lokalanästhetikums ist das schmerzhafte Treffen eines Nervs. Die Folge kann ein über einen längeren Zeitraum bestehendes Taubheitsgefühl sein, das sich allmählich wieder zurückbildet. Selten treten allergische Reaktionen auf das Lokalanästhetikum in Form eines anaphylaktischen Schocks. Unter Umständen lösen mit Adrenalin versetzte Medikamente zur lokalen Betäubung systemische Wirkungen aus. Da sich Adrenalin gefäßverengend auswirkt, äußern sich die Nebenwirkungen in Form von Kopfschmerzen, Herzrasen oder Angstzuständen. Diese für den Patienten sehr unangenehmen Auswirkungen äußern sich vor allem dann, wenn eine zu große Menge des Medikamentes über die Applikation in eine Vene in den Blutkreislauf gelangt.

Grundsätzlich sind Nebenwirkungen auf eine Lokalanästhesie jedoch äußerst selten.

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Eine lokale Anästhesie für Angstpatienten

Angstpatienten werden bei großen Behandlungen unter Vollnarkose gesetz. Auch in diesem Fall wird ein Lokalanästhetikum verabreicht.

In der Regel wird eine Lokalanästhesie verabreicht, um das Schmerzempfinden des Patienten bei tiefen Bohrungen (Entfernung von Karies) zu reduzieren. Insbesondere als Angstpatient kann es für Sie aber sinnvoll sein, auch bei leichten und unkomplizierten Behandlungen um eine lokale Betäubung zu bitten.

Eine vollständige Schmerzausschaltung kann durch eine Analgosedierung (Tiefschlaf) erreicht werden. Ein erfahrener Arzt wird ein Narkosemittel mit kurzer Wirkungsdauer verwenden, um die Schmerzempfindlichkeit gänzlich auszuschalten und um dem Patienten das sichere Gefühl zu geben, dass keinerlei Beschwerden während der Behandlung zu erwarten sind. Sprechen Sie Ihren Zahnarzt in solchen Fällen gerne an, damit er seine Medikation auf Ihre individuellen Bedürfnisse abstimmen kann.

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Lokalanästhesie in der Schwangerschaft

Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Lokalanästhesie auch in der Schwangerschaft unproblematisch. Grundsätzlich ist die Lokalanästhesie in der Schwangerschaft unproblematisch, wenn bestimmte Kriterien berücksichtigt werden. Eines davon ist die Verwendung eines Lokalanästhetikums mit hoher Proteinbindung und geringer Fettlöslichkeit. Denn je geringer die Fettlöslichkeit einer Substanz ist, umso schwieriger ist es für einen Wirkstoff, die Plazenta zu passieren. Articain zählt bei Schwangeren als Lokalanästhetikum der Wahl. Auch die Verabreichung von Adrenalin in einer niedrigeren Dosierung ist unproblematisch. Wie bei der anästhesierenden Substanz muss jedoch auch hier unbedingt die Verabreichung in ein Blutgefäß vermieden werden.

Lokalanästhetikum während einer Vollnarkose

Zahnbehandlung in VollnarkoseAuch bei der Zahnbehandlung in Vollnarkose wird ein Lokalanästhetikum verabrecht, um während des chirurgischen Eingriffes eine bessere Übersicht zu haben, da das Anästheikum eine Gefäßverengung bewirkt, wodurch weniger Blut während der Behandlung fließen kann.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie, Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei  Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 23.08.2016

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