Milchgebiss

Das Milchgebiss - Regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Milchzähne beim Zahnarzt sind für die Folgezähne wichtig

Das Milchgebiss umfasst insgesamt zwanzig Milchzähne (Kinderzähne), die bereits vor der Geburt gebildet werden. Der eigentliche Zahndurchbruch findet allerdings erst im Alter von acht Monaten statt. Zwar variieren Zeitpunkt und Reihenfolge des Zahndurchbruchs von Kind zu Kind, zumeist zeigen sich zuerst jedoch die zentralen unteren Schneidezähne. Bis das gesamte Milchgebiss Ihres Kindes durchgebrochen (erste Dentition) ist, werden etwa dreißig Monate vergehen. Im Alter von zweieinhalb bis drei Jahren schließlich ist das Milchgebiss gemäß Zahnschema komplett. Milchgebiss bei Kind

Inhaltübersicht:



Wie ist der Aufbau des Milchgebisses?

Jedes Milchgebiss besteht, gemäß Zahnschema aus vier Frontzähnen, zwei Eckzähnen und vier Backenzähnen (Milchmolaren). Meist sind zumindest die Frontzähne so platziert, dass sich kleine Lücken zwischen den einzelnen Zähnen zeigen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die wesentlich größeren bleibenden Zähne später ausreichend Platz im Kiefer finden. Zwar verbleiben die Milchzähne nur eine vergleichsweise kurze Zeit im Mund Ihres Kindes, dennoch sind sie von großer gesundheitlicher Bedeutung.

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Welche Funktion hat es?

ihr Kind lernt mit seinen Milchzähnen nicht nur Kauen und Sprechen, es erlebt auch deren soziale Wichtigkeit: Gesunde Zähne werden beim Sprechen und Lachen unbekümmert gezeigt. Ein schadhaftes Gebiss hingegen wird oft schon von Kindern als Makel bemerkt. Darüber hinaus hat das Milchgebiss noch eine ganz konkrete praktische Funktion, dient es doch als Platzhalter für die späteren, bleibenden Zähne.

Anordnung (Zahnschema) der MilchzähneDiese zeigen sich um das sechste Lebensjahr herum mit dem Zahndurchbruch des ersten bleibenden Backenzahns, der die Zeit der sogenannten Wechselgebissphase einleitet. In der Regel dauert die Wechselgebissphase insgesamt sechs Jahre. Mit 12 Jahren sind schließlich alle bleibenden Eck-, Front- und Backenzähne komplett.

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Welche Folgen kann ein schadhaftes Milchgebiss haben?

Ist das Milchgebiss von Karies bei Kindern befallen, kann es zu entzündlichen Prozessen im Bereich der Zahnwurzeln kommen. Infolgedessen ist der Zahnschmelz des darunter befindlichen bleibenden Zahns bedroht. Zudem bieten kariöse Zähne einen hervorragenden Lebensraum für weitere kariesauslösende Keime. Das Kariesrisiko für die „neuen“ Zähne erhöht sich damit generell. Auch kann Karies zum Milchzahnverlust führen. Müssen diese vorzeitig entfernt werden, fallen sie für ihre vorgesehene Platzhalterfunktion aus. Sollten mehrere Zähne im Milchgebiss durch eine Zahnoperation entfernt werden müssen, sollte dieser Eingriff in einer Kindernarkose  stattfinden.

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Das Wechselgebiss Im sechsten Lebensjahr beginnt das frühe Wechselgebiss (6. bis 9. Lebensjahr). In dieser sog. ersten Phase wird jeder Schneidezahn ersetzt.
Im 10. bis 13. Lebensjahr wird der Zahnwechsel mit dem späten Wechselgebiss fortgesetzt. In dieser zweiten Phase werden die Milcheckzähne und Milchmolaren durch ihre Nachfolger ersetzt.

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Wie sieht die optimale Vorsorge für Ihr Kind aus?

 ZahnpflegeUm Schäden der Milchzähne rechtzeitig behandeln zu können, sollten Sie und Ihr Kind regelmäßig Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt und ggf. eine Frühbehandlung durchführen  lassen. Zwischen dem dreißigsten Lebensmonat und dem sechsten Lebensjahr sind insgesamt drei Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Diese sollten Sie als Eltern wahrnehmen, denn grundsätzlich gilt: Nur ein gesundes und vollständiges Milchgebiss kann den bleibenden Zähnen die optimale „Starthilfe“ bieten.

Hier können Sie als Eltern viel zur Zahngesundheit Ihres Kindes beitragen, indem Sie von Anfang an auf konsequente Zahnpflege der Milchzähne mit Beginn der Dentition achten und die zahnärztliche Prophylaxe nutzen. Bei einer Zahnfehlstellung der Kinderzähne ist eine kieferorthopädische Frühbehandlung ratsam. Denn eine kieferorthopädische Frühbehandlung der Kinderzähne (Milchgebiss) sichert eine Korrektur der endgültigen Zähne und verhindert so Zahnfehlstellungen. Ergänzend sollten Sie bei Ihrem Kind auf eine zahnfreundliche, also zuckerarme Ernährung achten.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Kieferchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 27.09.2016

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