Mundtrockenheit 

Mundtrockenheit kann viele Ursachen haben

Mundtrockenheit Ein trockener Mund ist etwas, das jeder Mensch kennt. In der Regel tritt Mundtrockenheit auf, wenn wir aufgeregt sind. Muss man viel sprechen, weil man beispielsweise einen Vortrag halten soll, kann die Aufregung dazu beitragen, dass der Mund noch trockener wird, als er es durch die lange Sprechzeit ohnehin wäre. Deswegen sieht man ein Glas Wasser am Rednerpult stehen. Denn dem Redner geht es meist nicht darum, seinen Durst zu stillen, sondern die Mundschleimhaut ausreichend anzufeuchten.Verzichtet man, kann sich die Stimme durch die starke Beanspruchung der Stimmbänder verändern und im Extremfall versagen. Auch die Zunge ist bei starker Trockenheit wegen vermindertem Speichelfluss (Speichelproduktion) nicht so geschmeidig und kann buchstäblich am Gaumen kleben bleiben.

Warum kommt es zu einer Mundtrockenheit?

Nicht nur die Aufregung sorgt dafür, dass der Redner bei einem Vortrag mit der Mundtrockenheit zu kämpfen hat. Der vermehrte Luftdurchsatz, der durch das Reden erforderlich ist, trägt bei längeren Redezeiten zum Austrocknen des Speichels und in Folge der Mundschleimhaut bei. Das liegt daran, dass durch den Mund eingeatmete Luft im Gegensatz zur Nasenatmung nicht angefeuchtet wird. Äußere Einflüsse, wie etwa warmes Klima und niedrige Luftfeuchtigkeit, können dazu beitragen, dass sich der Mangel an Speichel noch verstärkt.

Doch nicht nur diese mechanischen Ursachen können zur Mundtrockenheit führen. Auch medizinische Gründe können für die sogenannte Xerostomie oder Mundtrockenheit verantwortlich sein. Nicht immer ist es eine Erkrankung der Speicheldrüsen, häufig tritt eine ausgeprägte Austrocknung der Schleimhäute im Mund durch die Nebenwirkungen mancher Medikamente auf oder hängt mit einer mangelhaften Mundpflege zusammen.

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Die Ursache der Mundtrockenheit finden

MundgeruchNicht jede Xerostomie oder Mundtrockenheit deutet auf eine Erkrankung wegen verringerter Speichelproduktion hin. So ist es morgens normal, eine trockene Mundhöhle zu haben. Das kommt daher, dass in der Nacht die Produktion des Speichels durch die Speicheldrüsen stark zurückgeht. Das hat einen logischen Grund. Würde die Speichelbildung unvermindert stark arbeiten, würde der Schlaf gestört werden.

Morgens scheint bei manchen Menschen die Mundhöhle wie zugeklebt zu sein. Das trockene Gefühl ohne Speichel ist unangenehm und ist von einem schlechten Atem begleitet. Denn bei vermindertem Speichelfluss ist die Vermehrung von Keimen einfacher, was sich im morgendlichen Mundgeruch widerspiegelt. Schnarchen

Verschlimmert wird das Problem des Mundgeruchs bei mangelnder Mundhygiene, da sich die beteiligten Bakterien dann noch besser vermehren können. Ausgeprägt ist die trockene Mundhöhle bei Schnarchern, denn diese atmen beim Schnarchen die ganze Nacht über kaum durch die Nase.

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Erkrankungen können das Problem verstärken

Nichtschnarcher kennen das Problem, dass während einer Erkältung nicht durch die Nase geatmet werden kann. Der Hals wird zu trocken und die Stimme kann leiden. Kommen dann noch Halsweh oder Husten hinzu, wird es richtig unangenehm. Nicht zuletzt deshalb ist das Lutschen von Bonbons empfehlenswert, da sie die Arbeit der Speicheldrüsen anregen und die Mundhöhle anfeuchten.

Ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit ist während einer Erkältung immer empfehlenswert. Hinsichtlich der Mundtrockenheit ist es sinnvoll, viel zu trinken um die Speichelbildung anzuregen.

Und auch, wenn der Hals schmerzt und die Schleimhäute wund sind, ist auf eine ausreichende Mundhygiene zu achten, denn die Mundpflege ist gerade bei einer bestehenden Infektion äußerst wichtig.

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Was ist das Sjögren-Syndrom?

Die klassischen Beschwerden bei einem Sjögren-Syndrom sind dauerhaft trockene Augen und ein trockener Mund (Sicca-Syndrom). Weitere Symptome des Sjörgen-Syndroms sind:

  • Andere Begleiterscheinungen können Fieber und Muskelschmerzen sein.
  • Es können auch Episoden von krampfartigen Gefäßverengungen mit einer schmerzhaften Minderdurchblutung einzelner Finger auftreten (Raynaud-Syndrom).
  • Über die Hälfte der Menschen mit einem Sjögren-Syndrom geben an, unter unter schwerer, von den Betroffenen häufig als bleiern beschriebener Müdigkeit zu leiden.

Xerostomie (Mundtrockenheit) beim Zahnarzt behandeln

Eine Xerostomie oder Mundtrockenheit kann ernstere Hintergründe haben. So kann ein Besuch beim Zahnarzt sinnvoll sein, um das Problem des verminderten Speichel in den Griff zu bekommen. Manchmal funktionieren die Speicheldrüsen nicht ausreichend und produzieren su wenig Speichel. So sind die Speicheldrüsen entzündet oder durch eine Verletzung angeschwollen, was eine ordnungsgemäße Funktion verhindern kann.

In manchen Fällen steckt ein Tumor dahinter, weswegen eine lang anhaltende Mundtrockenheit auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Nicht jeder Fall ist gleich dramatisch. Esl hilft auch eine Verbesserung der Mundpflege.

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Medikamente verursachen Mundtrockenheit

Eine Mundtrockenheit kann in vielen Fällen durch Nebenwirkungen bestimmter MedikamenteMedikamante wie Schmerzmittel erklärt werden. Wer darauf achtet, stellt fest, dass sie zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehört. Das ist in der Regel nicht dramatisch und wird nach Absetzen der Medikamente besser. Ist dies jedoch nicht der Fall oder müssen die Arzneimittel über längere Zeit angewendet werden, kann der Zahnarzt beratend zur Seite stehen, um die Mundtrockenheit zu vermindern oder zu beheben.

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Xerostomie (Mundtrockenheit) als Begleiterscheinung bei Operationen und Strahlentherapie

StrahlentherapieEine trockene Mundschleimhaut kann auch mechanische Ursachen haben, nämlich dann, wenn Operationen im Kopfbereich notwendig werden. Manchmal wird die Funktionsfähigkeit der Speicheldrüsen dabei beeinträchtigt. Je nach Umfang und Art der Behandlung kann eine solche Xerostomie oder
Mundtrockenheit länger bestehen oder chronisch werden.

Auch in diesem Fall sollte eine begleitende Behandlung durch den Zahnarzt erfolgen. Dies gilt auch bei Patienten, die sich einer Strahlentherapie unterziehen mussten. Gerade im Bereich des Kopfes treten hier häufig Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Mundschleimhaut auf. Entzündungen und eine ausgeprägte Trockenheit sind hier keine Ausnahme.

Wichtig ist es aber auch in diesen Fällen, für eine ausreichende Mundhygiene zu sorgen. Denn das Auftreten von zusätzlichen Erkrankungen wird sonst deutlich wahrscheinlicher. Da die Nachwirkungen der Strahlentherapie insgesamt über längere Zeit bestehen, ist eine umfassende und lückenlose Nachsorge in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Ärzten (insbesondere auch des Zahnarztes) zu gewährleisten.

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Gefährliche Infektionen, Vergiftungen oder Stoffwechselstörungen als Ursache ausschließen

Halsschmerzen und trockener Mund wegen InfektionLiegt kein klarer Zusammenhang zwischen der Mundtrockenheit und einer medikamentösen Behandlung oder einer Strahlentherapie vor, sollte auch nach exotischeren Gründen geforscht werden. Denn in manchen Fällen von vermindertem Speichelfluss kann sich eine gefährliche Infektion hinter der Trockenheit der Mundhöhle verbergen, die weitere Konsequenzen nach sich zieht. Dann ist die Mundtrockenheit eher als Symptom zu sehen und nicht als Hauptproblem.

Schwere Erkrankungen wie Aids machen sich zuerst auf diese Weise bemerkbar. Viele Gifte können eine ausgeprägte und plötzliche Xerostomie oder Mundtrockenheit  verursachen. Dies gilt dann, wenn sie gemeinsam mit  Symptomen wie Übelkeit oder Erbrechen auftreten.

Auch Stoffwechselerkrankungen, Hormonstörungen oder Diabetes können eine Mundtrockenheit nach sich ziehen. Seltener sind Nervenschäden, die für eine verminderte Speichelproduktion sorgen. Dies kann beispielsweise bei einer Gesichtslähmung im Rahmen einer Borreliose der Fall sein, doch auch atypische Ursachen sollten sorgfältig abgeklärt werden.

Die Xerostomie oder Mundtrockenheit ist in der Regel harmlos, kann aber auch schwerwiegende Ursachen haben. Kann kein direkter Zusammenhang mit einer Medikamenteneinnahme oder besonderen äußeren Umständen hergestellt werden, sollte sich der Arzt oder Zahnarzt mit dem Problem befassen. Eine ausreichende Mundhygiene mit ZungenschaberMundhygiene kann ebenfalls dazu beitragen, die ordnungsgemäße Funktion der Speicheldrüsen anzuregen. Vor allem ist sie von Bedeutung, um die Vermehrung schädlicher Keime zu bremsen, die bei einer trockenen Schleimhaut schnell auf dem Vormarsch sind.
Dies gilt für Patienten, die an einer
relevanten Grunderkrankung leiden.

Fazit:

  • Eine anhaltende Mundtrockenheit sollte vom Zahnarzt untersuchen werden
  • Die Ursachen einer Mundtrockenheit wegen zu geringem Speichel können vielfältig sein
  • Infektionen, Vergiftungen, Stoffwechselstörungen, Operationen, Strahlentherapien und Medikamente können eine Mundtrockenheit begünstigen
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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 21.11.2017


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