Parodontologie

Parodontologie - Zahnfleischbehandlungen und Implantation

Da viele Menschen heutzutage unter Parodontitis betroffen sind, ist die Parodontologie ein wichtiges Spezielgebiet der Zahnmedizin. Ungefähr 30% der Bevölkerung in Deutschland sind mehr oder weniger schwer von Parodontose betroffen. Dadurch erhält die Parodontologie als medizinisches Spezialgebiet einen immer höheren Stellenwert. Da Implantate ausschließlich in einen gesunden und ausreichend hohen Kieferknochen langfristig erfolgreich eingesetzt werden können, ist die Parodontologie auch für die Implantologie von großer Bedeutung.

Inhaltsübersicht:

 

Womit beschäftigt sich die Parodontologie?

Die parodontologie beschäftigt sich mit dem gesamten Zahnhalteapparat, der die Zähne fest verankert und für einen guten Biss sorgt.Parodontologie leitet sich von der medizinischen Bezeichnung des Zahnhalteapparates, dem Parodont, ab. Das immer mehr an Bedeutung gewinnende Spezialgebiet der Zahnmedizin beschäftigt sich mit dem gesamten Zahnhalteapparat. Zu diesem zählen

  • das Zahnfleisch
  • der Wurzelzement
  • die Zahnwurzel
  • das Knochenfach
  • die Fachwand zwischen Knochen und Wurzel, die Sharpey-Fasern.


Die Zahnfleischtaschen befinden sich zwischen Wurzel und Fachwand des Zahns. In der Zahnfleischtasche kommt es häufig zu Entzündungen, die unbehandelt in Form einer Parodontose zur Schädigung des Zahnhalteapparates bis hin zum Zahnverlust führen.

Wie hängen Paradontologie und Implantologie zusammen?

Da die Parodontologie für den festen Halt der Zähne zuständig ist, kümmert sie sich auch um die Zahnimplantation.Der Parodontologe ist der Spezialist und gleichzeitig Garant für ein gesundes Zahnfleisch und damit einen gesunden Zahnhalteapparat (Parodont). Sein Aufgabenbereich umfasst jedoch nicht nur die Vorbeugung dieser Erkrankungen, deren Diagnose und Behandlung von Parodontalerkrankungen.

Zu seinen Spezialgebieten zählen ebenfalls das Einbringen von Zahnimplantaten und deren dauerhafter Erhalt. Das verantwortungsvolle Aufgabengebiet des Parodontologen dient durch vorbeugende Maßnahmen und abgestimmte Behandlungen dem Erhalt des natürlichen Gebisses und im Falle von Implantaten deren dauerhaften Erhalt.

Wie entwickelt sich der Fachbereich der Paradontologie?

Immer häufiger setzt sich die Parodontologie auch mit Implantationen auseinander, die immer beliebter sind als fester Zahnersatz.Immer mehr Menschen entscheiden sich für Implantate als Zahnersatz, da er sich durch zahlreiche Vorteile gegenüber herkömmlichen Zahnersatz auszeichnet. Mit der steigenden Zahl an Dentalimplantationen steigt auch die Zahl der Periimplantitis. Diese Erkrankung führt im schlechtesten Fall zum Verlust des Implantats.

Bei sorgfältiger Insertion des Dentalimplantates und genauester Implantatpflege durch den Patienten kann die Entstehung dieser für den Patienten folgenschweren Erkrankung verhindert werden. Die Behandlung dieser Erkrankung kann nur der Parodontologe mit seinem umfangreichen Wissen über den Zahnhalteapparat übernehmen. Dies bedeutet, dass in Zukunft nicht nur das Management der Parodontalgesundheit zu den wichtigen Anliegen zählt, sondern auch die systematisch unterstützende Behandlung von Implantatpatienten.

Welche Formen der Parodontose gibt es?

Zunächst ist zwischen der apikalen und der marginalen Parodontitis zu unterscheiden.Sie werden auf unterschiedliche Weise verursacht und sind daher entsprechend zu behandeln.

Apikale Parodontitis

Die apikale Parodontitis wird meist durch tiefe Karies verursacht, der Zahnnerv stirbt ab und eine Entzündung entwickelt sich an der Spitze.Bei der apikalen Form liegt ein absterbender oder toter Zahn mit bakterieller Infektion an der Spitze der Zahnwurzel vor. Er ist meist durch tiefe Karies verursacht. Erfolgt keine zeitnahe Behandlung, führt die Entzündung zum Abbau des Kieferknochens in diesem Bereich. Trotz oft starker Zahnschmerzen ist die Erkrankung nicht immer einfach zu diagnostizieren.

 

Die Behandlung erfolgt in Form einer Wurzelkanalbehandlung oder einer Wurzelspitzenresektion. Zeigen beide Behandlungen keinen Erfolg und heilt die Entzündung des Knochens nicht ab, muss der Zahn entfernt werden, um den Zahnhalteapparat vor Abbau zu schützen.

Marginale Parodontose

Knochenabbau bei ProdontoseDie marginale Paradontose, die den Großteil der Erkrankungen ausmacht, manifestiert sich im Rahmen einer oft leichten aber dauerhaft unbehandelten Zahnfleischentzündung. Verursacher sind bakterielle Zahnbeläge, die bevorzugt durch mangelnde Mundhygiene entstehen. Sie ist die aggressivste Entzündungsform, an der das Zahnfleisch und schlussendlich der Zahnhalteapparat erkranken kann.

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Wie verläuft die marginale Parodontose?

Eine schnwere Zahnfleischentzündung entwickelt sich langsam und äußert sich am Anfang durch blutendes Zahnfleisch.

Bei der häufigsten Form der Parodontitis, der marginalen Form, sind schwere Schädigungen des Kieferknochens einschließlich Zahnverlust im Falle einer nicht rechtzeitigen Behandlung die Folge.

Diese schwere Form der Zahnfleischentzündung tritt jedoch nicht von heute auf morgen auf. In den meisten Fällen verschlechtert sich die Erkrankung aus Angst vor dem Zahnarztbesuch über einen langen Zeitraum. Parodontose beginnt oft mit einer leichten Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und äußert sich in Symptomen wie Zahnfleischbluten. Diese Entzündung entsteht dann, wenn sich in den Zahnfleischtaschen die bereits erwähnten bakteriellen Beläge bilden, am Zahnfleischsaum.

Bei einer Entzündung sollte das Zahnfleisch dringend behandelt werden, da sich diese sonst weiter ausbreitet und in aller Konsequenz zum Zahnverlust führen kann.Erfolgt in dem Stadium einer leichten Entzündung keine Behandlung, vermehren sich die Bakterien und die Zahnfleischtaschen vertiefen sich. Der daraus resultierende Sauerstoffmangel innerhalb der tiefer werdenden Taschen bildet den idealen Nährboden für ein weiteres Wachstum der Bakterien. Diese Bakterien produzieren aggressive Abbauprodukte, die Zahnfleisch und Zahnhalteapparat stark schädigen.

Anzeichen wie der Rückgang des Zahnfleisches, in dessen Verlauf die Zahnhälse sichtbar werden, sind Alarmsignale. Bereits in diesem Stadium kommt es parallel zum Abbau des Kieferknochens. Durch diesen Abbau und den Zahnfleischrückgang kommt es oft zum Zahnverlust sonst gesunder Zähne.

Welche Gegenmaßen gibt es in der Parodontologie?

Eine der wichtigsten Maßnahmen, um den Zahnhalteapparat gesund zu erhalten ist die sorgfältige Mundhygiene durch den Patienten mit gründlichem Zähneputzen und zum Einsatz von Zahnseide. Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt und eine professionelle Zahnreinigung können hier unterstützend wirken.

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Zahnfleischbehandlung beim Zahnarzt

Zunächst misst der behandelnde Zahnarzt die Zahnfleischtaschen. Sind sie tiefer als 3mm schabt er die dort angelagerten Bakterien mit einer Kürette aus.Kommt es zu einer Entzündung des Zahnfleischs mit Zahnfleischtaschen von mehr als drei Millimetern, führt der Parodontologe eine Zahnfleischbehandlung durch. Im Rahmen dieser Parodontitisbehandlung werden bakterielle Beläge mit feinen Küretten entfernt. Tief sitzende Knochendefekte, so genannte Knochentaschen, werden durch eine einfache chirurgische Maßnahme zugänglich gemacht und bei Bedarf mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt.

Da die Operationen am Zahnfleisch unter lokaler Betäubung stattfinden, sind sie schmerzlos möglich-

Diese Parodontaloperationen erfolgen unter lokaler Betäubung und sind daher schmerzfrei. Nach dem Eingriff deckt der behandelnde Arzrt die Wunde mit einem bioaktiven Wundverband ab. Anschließend unterstützt ein Antibiotikum Ihren Heilungsprozess. Regelmäßige Nachkontrollen während vorbeugender Untersuchungen sichern Ihren Therapieerfolg dann langfristig.

Zahnimplantationen nach Zahnverlust durch Parodontose

Ist der Knochen so weit zurückgegangen, dass der Zahn verloren geht, muss vor einer Zahnimplantation zunächte eine Augementation vorgenommen werden.Ist die Parodontitis so weit fortgeschritten, dass der Zahnverlust durch die Lockerung der Zähne unvermeidbar ist, sind Implantate der Zahnersatz der ersten Wahl. Da hier der Knochenabbau bereits so fortgeschritten ist, dass ein Implantat nicht dauerhaft halten würde, ist zunächst ein Knochenaufbau (Augmentation) erforderlich.

Um eine Periimplantitis zu vermeiden, ist eine gründliche Reinigung und Pflege der Implantate wichtig, da sonst auch Implantatverlust droht.

Der langfristige Erhalt Ihrer Implantate erfordert zudem die regelmäßige grundliche Reinigung zu Hause und professionelle Zahnreinigung in regelmäßigen Abständen. Gerade verblockte Suprakonstruktionen reinigen Dentalhygieniker besonders sorgfältig. Eine Suprakonstruktion ist der auf einem Implantat fixierte Zahnersatz, etwa eine Prothese, Krone oder Implantatbrücke oder ein Implantatsteg. Diese gründliche Reinigung beinhaltet auch die periimplantären Räume unmittelbar am Implantat.

Dann stärken langfristig gesunde Knochen die nachhaltige Funktion Ihrer Zahnimplantate. Andernfalls kann eine Periimplantitis drohen, was den Implantatverlust bedeuten kann.

Möchten Sie mehr über Parodontologie erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)

 
Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 27.07.2016

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