Wurzelkanal

Wurzelkanal - Gibt es schmerzfreie Behandlungsmethoden und wie ist der Ablauf in der Berliner Praxis von Dr. Seidel?

Wenn der Zahnkanal beschädigt ist, stirbt der Zahn. Dann kann nur eine Wurzelbehandlung den Zahn erhalten.Der Wurzelkanal ist gewissermaßen die Lebensader des Zahns. Ist er beschädigt, hilft eine Wurzelkanalbehandlung (Endodontie) den geschädigten Zahn zu erhalten. So ersparen Sie sich nicht nur den Zahnverlust, sondern auch aufwändige chirurgische Behandlungen und Kosten für Zahnersatz. Wir gehen hier auf den Wurzelkanal und die Behandlungsmöglichkeiten genauer ein.

Inhaltsübersicht

 

Was genau ist überhaupt der Wurzelkanal?

Die Zahnwurzel, auch Pulpa genannt, versorgt den Zahn mit Lymphflüssigkeit und hält ihn am Leben. Ist sie beschädigt, stirbt der Zahn ab.

An jedem Zahn befindet sich mindestens eine Zahnwurzel mit einem Wurzelkanal. Im Inneren des Wurzelkanals verläuft die Pulpa (auch Zahnnerv genannt), die den Zahn bis in die Zahnkrone mit Blut und Lymphflüssigkeit versorgt. Wird die Pulpa geschädigt, kann sie den  Zahn nicht mehr ernähren und der Zahn stirbt ab.

 

Wieso muss der Wurzelkanal behandelt werden?

Sind die Zähne so stark geschädigt, dass sie entfernt werden müssten, kann eine Wurzelbehandlung den zerstörten Zahn retten.

Absicht der endodontischen Therapie ist der langfristige Erhalt der natürlichen Zähne. Manchmal sind Zähne sind so tief geschädigt, dass sie eigentlich entfernt werden müssten. Mit einer Wurzelkanalbehandlung kann häufig auch ein zerstörter Zahn erhalten werden.

Zu einer solchen Schädigung kommt es aufgrund von tiefer Karies oder einer Zahnfraktur (Bruchspalten), durch die Bakterien bis in die Pulpa eindringen können. Die Folge ist eine Wurzelentzündung, die zuerst das Gewebe im Inneren des Zahnes zerstört und bei weiterem Vordringen auch den umgebenden Kieferknochen angreifen kann. Entzündungen des Wurzelkanals können schmerzhaft sein, verlaufen aber oftmals auch unbemerkt ohne Zahnschmerz . Die Infektion kann das gesamte Immunsystem schwächen. Deshalb ist die Beseitigung einer solchen Entzündung durch eine fundierte Wurzelbehandlung wichtig.

Ziel der zahnärztlichen Behandlung ist die Beseitigung der eingedrungenen Keime im infizierten Wurzelkanal und die spätere bakteriendichte Abfüllung desselben mit einer sogenannten Wurzelfüllung.

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Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Das generelle Vorgehen zielt darauf ab, die feinen Wurzelkanäle des Zahnes rückstandslos von allen Keimen und Geweberesten zu befreien. Anschließend kann der gereinigte Wurzelkanal mit einem verträglichen Material dicht versiegelt werden, um der späteren mikrobiellen Neubesiedlung des gesamten Wurzelkanalsystems vorzubeugen. Es gibt zwei Methoden der Wurzelaufbereitung, die tradtionelle, biomechanische Präparation und die moderne Form der chemomechanischen Präparation.

Traditionelle Methode (biomechanische Präparation)

Bei der traditionellen Wurzelkanalbehandlung kommen ausschließlich mechanische Werkzeuge zur Verfügung. Hier besteht die Gefahr, dass Gewebereste den Kanal verstopfen.

Bei dieser Methode wird der Wurzelkanal mit Instrumenten zum Freilegen, Reinigen, Erweitern und Formgeben manuell bearbeitet. Nachteil der traditionellen Methode ist die Gefahr, dass kleine Restpartikel sich im Wurzelkanal verkeilen und diesen dann verstopfen könnten. Das Resultat können weitere Entzündungen sein, weshalb die chemomechanische Methode heute bevorzugt durchgeführt wird.

Moderne Methode (chemomechanische Präparation) 

Die moderne Form der Wurzelbehandlung beinhaltet den Einsatz chemischer Spülungen. So können Verstopfungen des Kanals vermieden werden.

Bei dieser Methode finden neben den Instrumenten auch Chemikalien zur Spülung und Neutralisation von Bakterien Anwendung. Die maschinell unterstützte Wurzelkanalaufbereitung erfolgt mittels flexiblen Titanfeilen. Durch die schnellen Bewegungen wird das Risiko für eine potentielle Verstopfung des Wurzelkanals minimiert.

Zusätzlich werden die entstandenen Späne und Gewebereste durch den Einsatz von Spüllösungen herausgeschwemmt und Bakterien in den Tiefen des Wurzelkanals neutralisiert. Besonders Patienten mit gekrümmten,  schwer zu erreichenden Wurzelkanälen profitieren von dieser Methode.

Womit wird der Wurzelkanal verschlossen?

Zum Einsatz kommen biokompatible Füllmaterialien wie pastenähnliche Zemente und Sealer oder feste Materialen (Silberstift, Metallstift). Diese Techniken zum Füllen des Wurzelkanals sind bekannt:

  • Zentralstift
  • Laterale Kondensation
  • Vertikale Kondensation
  • Thermoplastische Fülltechnik im Wurzelkanal
  • Thermomechanische Injektion
  • Thermoplastische Injektion

 

Ablauf der Wurzelkanalbehandlung in der Zahnarztpraxis Dr. Seidel

Anhand eines Röntgenbildes prüft der Zahnarzt zunächst den Zustand von Zahn und Zahnwurzel darauf, ob eine Wurzelbehandlung sinnvoll ist.

Zunächst untersucht der Berliner Zahnarzt Dr. Seidel, ob der fragliche Zahn aus prothetischer Sicht tatsächlich erhaltungswürdig erscheint und eine spätere Restauration (Zahnkrone, Zahnbrücke) nach der Wurzelbehandlung möglich ist. Anhand eines digitalen Röntgenbildes (Kleinfilm) studiert er daher die Anatomie des Zahnes und die Beschaffenheit des Wurzelkanals im Vorfeld genau, um später mit einem genormten Instrumentarium diesen bis zur Wurzelspitze aufzubereiten.

Bei Patienten mit Angst vor dem Zahnarzt wird im Vorfeld abgeklärt, ob sie mental in der Lage sind , die aufwendige Behandlung des Wurzelkanals durchzustehen. Hier kann vom erfahrenen Fachzahnarzt auch eine Behandlung im Tiefschlaf  ohne Zahnweh empfohlen werden. 

Unverzichtbar für den Langzeiterfolg, um dauerhaft Infektionen im Wurzelkanal zu verhindern, ist der koronale Verschluß mit einer Zahnfüllung nach der Wurzelkanalfüllung. Dieser wird durch ein plastisches Aufbaumaterial in Kombination mit einem Dentinadhesiv erreicht. In jedem Fall sollte der geschwächte Zahn bei späteren, gesunden Verhältnissen an der Wurzelspitze mit einer Zahnkrone stabilisiert werden. Durch einen Siftaufbau (Stiftzahn) kann der Zahn aus dem Zahnkern heraus zusätzlich stabilisiert werden


Wie schmerzhaft ist eine Behandlung am Wurzelkanal?

Die Wurzelbehandlung findet unter lokaler Betäubung statt und verursacht daher keine Schmerzen. Um nach der Behandlung Entzündungen zu unterbinden und auftretende Schmerzen zu bekämpfen, kann der Zahnarzt Antibiotika und Schmerzmittel verschreiben.

Die modernen Techniken der Endodontie sind schonender als traditionelle Verfahren. Grundsätzlich werden Behandlungen am Wurzelkanal unter lokaler Betäubung ausgeführt, können jedoch im Nachgang Zahnschmerzen verursachen. In Absprache mit Zahnarzt Dr. Seidel dürfen bereits im Vorfeld geeignete Schmerztabletten eingenommen werden. Nach einer Wurzelkanalfüllung verordnet der Zahnarzt unter Umständen auch ein Antibiotikum gegen die Entzündung. Bei Patienten mit Angst vor dem Zahnarzt oder der Behandlung kann eine Behandlung im Tiefschlaf abgeklärt werden.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 16.11.2016

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