Zahnausfall Ursachen

Die Ursachen für Zahnausfall sind vielfältig. Als Hauptauslöser gelten Zahnfleischentzündungen und Parodontose.

Zahnverlust durch ParodontoseZu den am häufigsten auftretenden Zivilisationskrankheiten zählt heutzutage der Zahnausfall. Die Ursachen für den Zahnverlust können vielfältig sein. Hier erfahren Sie, welche das sind, wie Sie vorbeugen können und welche Behandlungsmöglichkeiten unser Berliner Zahnarzt-Team von Dr. Seidel hat.

Inhaltsübersicht


Was passiert beim Zahnausfall?

ZahnverlustUnter Zahnausfall versteht man den Verlust von Zähnen. Im Laufe des Lebens kommt es während des Wachstums zu Zahnverlust beim Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss (Dentition), welches aber zur ganz normalen Entwicklung gehört. Im höheren Alter hat Zahnverlust häufig auch krankheitsbedingte Ursachen.

Welche Ursachen können ausgemacht werden?

Viele Faktoren können als Auslöser für Zahnausfall ausgemacht werden. Dazu zählen:

  • mangelhafte Zahn- und Mundhygiene (begünstigen Plaque und Karies)
  • falsche Putztechnik
  • Zahnfleischschwund, Zahnfleischerkrankungen und -entzündungen (Parodontose)
  • Erkrankungen des Zahnbett
  • Fehlstellungen der Zähne
  • durchbrechende Weisheitszähne
  • tote Zähne
  • Zahnunfall
  • Zahnwechsel bei Kindern
  • Zahnausfall im Alter
  • Stress, Zähneknirschen (Bruxismus)
  • Rauchen

Parodontalerkrankungen

Parodontose führt zum ZahnverlustDas Wissen der Deutschen um Ursachen und Folgen der Parodontose als Hauptursache für Zahnausfall ist trotz der großen Verbreitung der Erkrankung unzureichend und bruchstückhaft. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Gießen und Dresden im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zum Zahnausfall durchführte. In einer repräsentativen Befragung konnten mehr als 60 Prozent der gut tausend Befragten spontan keine Folgerisiken der Parodontitis wie Zahnausfall benennen. Fast 70 Prozent ist der Zusammenhang zwischen unzureichender Mundhygiene und einem Zahnausfall nicht bewusst.

Entwicklung einer ParodontoseParodontose bezeichnet eine meist schleichend und schmerzlos verlaufende Erkrankung. Dabei kommt es zu Zahnfleischentzündungen, die chronisch werden, auf den Kieferknochen übergreifen und den gesamten Zahnhalteapparat (Parodont) schädigen. Am Ende des oft langjährigen Prozesses steht ohne Behandlung der Zahnverlust. Nach Ergebnissen der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) des IDZ aus dem Jahr 2006 leiden bis zu 20 Prozent der 35- bis 44-Jährigen und bis zu 40 Prozent der 65-bis 74-Jährigen an einer schweren Form der parodontalen Erkrankung.

Zahnunfälle

Zahnlockerung durch SportunfallAber auch Unfälle, etwa beim Sport, sind eine häufige Ursache von Zahnverlust. Bei Kindern und Jugendlichen kommt es oft zu beschädigten oder abgebrochenen Frontzähnen. Diese können jedoch, je nach Art und Lage der Bruchstelle, häufig erhalten werden. Falls der Zahn durch einen Unfall lediglich gelockert wurde, hat der Zahnarzt die Möglichkeit, diesen zu schienen und somit eine Regeneration des Zahnes zu ermöglichen. Durch einen frontalen Schlag kann es jedoch auch zu einem Kieferbruch kommen und der ganze Zahn bricht aus.

Zahnrettungsbox - Schnelle Hilfe bei ZahnverlustIn seltenen Fällen kann nach kurzer Zeit dieser herausgeschlagene Zahn wieder in sein Zahnfach (Alveole) zurückgesetzt werden. Zahnrettungsboxen bieten in einem speziellen Speichermedium hierfür die Überlebenschance. Bei Kontaktsportarten wie Kick-Boxen oder Eishockey empfehlen Zahnärzte für Sportler zum Schutz der Zähne gegen Zahnausfall einen Mundschutz. 

Grunderkrankungen

Essstörung BulimieZahnverlust kann jedoch auch durch allgemeine Erkrankungen auftreten. Das können häufiges Erbrechen (z. B. durch die Krankheit Bulimie) oder Tumore sein. Auch eine Übersäuerung des Körpers durch bestimmte Arzneien oder Medikamente fördern den Zahnausfall. Behinderte Menschen leiden häufig unter einer muskulären Unterentwicklung bzw. Unterfunktion und leiden daher auch oft unter Zahnausfall. Bei manchen Patienten liegt aus genetischen Gründen eine Zahn-Nichtanlage vor.

Zahnverlust in Verbindung mit Allgemeinerkrankungen hängt oft eng mit dem Immunsystem zusammen. Behandlungsmethoden wie eine Chemotherapie oder bestimmte Medikamente haben oft negative Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit. Bakteriell bedingte Krankheiten wie Karies oder Parodontitis sind häufig die Folge einer Wechselwirkung von Zähnen und Organismus und begünstigen daher den Zahnausfall.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Zahnwechsel im Milchgebiss

Zahnwechsel im MilchgebissAls positiver Zahnverlust ist nur die Zahnlücke zu bezeichnen, die Kinder stolz zeigen, wenn das Milchgebiss zum Dauergebiss wechselt. Beim Zahnwechsel im Milchgebiss entwickeln sich unter dem Milchzahn die bleibenden Zähne und schieben die Milchzähne aus dem Kiefer. Es entsteht eine Zahnlücke. Dieser biologische Zahnausfall findet in Etappen vom 5. bis zum 13. Lebensjahr statt. Im Alter von 6  bis 9 Jahren fallen die ersten Zähne (Schneidezähne) aus, gefolgt werden sie von den Backenzähnen in einem Alter von 9 bis 12 Jahren. Oft kommt es bei diesem natürlichen Zahnausfall zu kleineren Beschwerden und Entzündungen am Zahnfleisch.

Welche Folgen hat Zahnausfall?

Knochenabbau nach ZahnverlustFehlende Zähne haben häufig einen Knochenabbau bzw. Kieferknochenschwund zur Folge. Dadurch entstehen Über- und Fehlbelastungen der verbleibenden Zähne. In einem intakten Gebiss benötigt jedoch jeder Zahn einen entsprechenden Gegenzahn. Wenn dieser Kontakt gestört ist, können mit der Zeit Kopf- und Rückenbeschwerden oder sogar ein Bandscheibenvorfall auftreten.

Was kann man gegen Zahnausfall tun?

Regelmäßige MundhygieneUm Zahnausfall zu verhindern, sollte eine regelmäßige, gründliche Zahn- und Mundpflege selbstverständlich sein. Neben dem Zähneputzen ist auch die Verwendung von Zahnseide oder Interdentalbürstchen für die Reinigung der Zahnzwischenräume ratsam. Ebenfalls bietet sich eine halbjährlich durchzuführende professionelle Zahnreinigung an, bei der der Zahnarzt festsitzenden Plaque und Zahnstein von den Zähnen entfernt. So wird auch dem parodontosebedingtem (Parodontitis) Zahnausfall positiv entgegengewirkt.

Welche Möglichkeiten gibt es für Zahnarzt Dr. Seidel, Zahnausfall beim Zahnarzt zu behandeln?

Unser Berliner Zahnarzt Dr. Seidel hat folgende Möglichkeiten, Zahnausfall zu behandeln bzw. ihm vorzubeugen:

Parodontosebehandlung

ParodontosebehandlungDamit es gar nicht erst zu Zahnausfall kommt, ist eine frühzeitige Erkennung von Parodontose sehr wichtig. Nur wenn sie rechtzeitig erkannt wird, kann durch die Entfernung von Zahnstein und der Reinigung und Desinfizierung der Zahnfleischtaschen ein Verlust von Zähnen ausgeschlossen werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter Lokalanästhesie und muss in den meisten Fällen mehrfach wiederholt werden. Bei komplizierten Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff (Kürettage) notwendig werden, wenn etwa die Zahnfleischtaschen sehr tief angelegt sind. Dann muss Zahnarzt Dr. Seidel zwischen den Zähnen einen Entlastungsschnitt vornehmen, damit eine komplette Reinigung der Taschen möglich ist.

Lasereinsatz bei ParodontoseEine etwas schonendere Variante ist die Laserbehandlung. Im Gegensatz zum Skalpelleinsatz verspricht dieser Eingriff auch einen besseren Heilungserfolg. Die Kürettage bietet jedoch einen Vorteil, denn bei diesem Eingriff kann der Verlust von Kieferknochen direkt mit ausgeglichen werden. Hierbei werden verschiedene Materialien in den Kiefer eingebracht, die als Knochenersatz dienen. Darüber hinaus werden häufig auch biologische Membranen verwendet, die die Knochenneubildung stimulieren sollen.

Schließen von Zahnlücken mittels Zahnersatz

Zahnlücke im FrontzahnbereichZahnlücken bereiten Probleme, wenn die Nachbarzähne in die Richtung der Lücke kippen, weil sie nicht mehr durch den fehlenden Zahn gestützt werden. Dies bereitet Probleme beim Kauen und führt zu Fehlstellungen, welche sich auch schmerzhaft auf die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk auswirken können.

EinzelzahnersatzBei einem ständigen Knochenschwund im Kieferknochen durch Zahnlücken ist auch eine negative Veränderung der Gesichtsästhetik möglich. Darüber hinaus wird die Reinigung der Zähne erschwert und es kommt häufig zu Zahnfleischerkrankungen und Entzündungen des Zahnfleischs. Im sichtbaren und funktionellen Bereich sind Zahnlücken deshalb unbedingt von unserem Berliner Zahnarzt zu schließen. Dies erfolgt durch Zahnersatz zum Beispiel in Form von Implantaten bzw. Brücken oder Zahnkronen. Nach einem Zahnverlust sollte möglichst schnell mit der Implantatversorgung begonnen werden. Wird zu lange gewartet, baut sich der Kieferknochen ab und eine Implantatbehandlung wird dann deutlich erschwert.

ProthesenhaltMit Implantaten als Zahnersatz wird die Funktionalität und Ästhetik von echten Zähnen erreicht. Eine Implantatbehandlung ist praktisch in jedem Alter möglich. Auch hoch betagte Menschen müssen nicht auf Implantate verzichten. Voraussetzung sind aber immer ein ausreichendes Knochenangebot, eine normale Wundheilung sowie eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene.

Das könnte Sie auch interessieren:


Möchten Sie mehr über die Zahnausfall-Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten in der Zahnarztpraxis erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 15.11.2016

Öffnungszeiten »
Mo - Fr: 08:00 - 18:00 Uhr
Sa:          08:00 - 13:00 Uhr
Adresse »
Zahnarzt Berlin Dr. Seidel
Förster-Funke-Alle 104
14532 Kleinmachnow-Berlin

Email:
info@zahn-implantate-berlin.de
Tel.: 033203 85200
Rückruf anfordern »Termin vereinbaren »Email schicken »Anfahrtskarte »Zahnarzt Notdienst »Notruf: 0174/7003008