Prothesenhaftmittel

Ein Prothesenhaftmittel sorgt für sicheren Halt der Zahnprothese

herausnehmbare Totalprothese Ein Prothesenhaftaftmittel kann den Halt einer herausnehmbare Totalprothese verbessern, wodurch der Alltag mit der Zahnprothese erleichtert wird. Denn nicht immer ist es möglich, fest implantierten Zahnersatz zu verwenden.

Inhaltsübersicht

Was sind Prothesenhaftmittel?

Eine Totalprothese hat meist die unangenehme Eigenschaft, dass sie aufgrund ihres Aufbaus, keinen zu 100 % festen Sitz hat. Das führt bei vielen Menschen zu Unsicherheiten, denn oft kommt das Gefühl auf, dass der Zahnersatz insbesondere beim Sprechen oder beim Kauen heraus fallen könnte.

Eine leichte Beweglichkeit der Prothese ist jedoch völlig normal, denn in erster Linie wird sie lediglich durch Unterdruck zwischen der Prothesenplatte und der Gingiva, also der Mundschleimhaut an ihrem Platz gehalten. Je besser sich die Prothese und ihr Funktionsrand einpasst, desto besser sitzt sie. Außerdem spielt die Viskosität des Speichels für einen ausreichenden Unterdruck eine entscheidende Rolle. Diese reicht bei zahlreichen Patienten allerdings nicht aus.

Totalprothesen haben keinen zu 100% festen SitzProthesenhaftmittel in ihren unterschiedlichen Ausführungen helfen deshalb dabei, einen sicheren Halt zu ermöglichen und die Gefahr von unangenehmen Druckstellen zu vermeiden. Die wohl gängigste Form von Prothesenhaftmitteln sind die Haftcremes. In bestimmten Fällen können aber auch andere Techniken angewendet werden. Kleine Saugschwämmchen z. B. können zwischen Prothese und Mundschleimhaut eingeklebt werden.

Wie funktionieren sie?

Der Großteil der üblicherweise verwendeten Prothesenhaftmittel kommt als Creme zum Einsatz. Die jeweilige Konsistenz unterscheidet sich dabei teilweise deutlich. Je nach Speichelfluss muss eine entsprechend passende Creme gewählt werden, die die Viskosität des Speichels verbessert und so einen guten Halt der Prothese ermöglicht. In der Regel enthalten diese Haftcremes speziele Quellstoffe, die für den Menschen gut verträglich sind und bei Kontakt mit dem vorhandenen Speichel aufquellen. Dafür sorgen z. B. Methylcellulose oder Alginate, die in den meisten Haftcremes enthalten sind.

Totalprothese
Haftpulver funktioniert ganz ähnlich, wie Haftcremes, sind in ihrer Handhabung jedoch meist etwas umständlicher, da sie möglichst gleichmäßig auf der gesamten Unterseite der Prothese verteilt werden müssen.

Befinden sich kleinere Hohlräume zwischen Gingiva und der Prothesenplatte, wird sehr oft auch zu speziellen kleinen Haftpölsterchen gegriffen. Diese müssen sehr genau platziert werden, um diese Lücken auszufüllen. Bei korrekter Anwendung eignen sich die kleinen Faservliese nicht nur als Haftmittel, sondern schützen zusätzlich vor ungleichmäßiger Belastung. Damit können unangenehme Druckstellen vermieden und einer eventuellen Entzündung der Schleimhäute vorgebeugt werden.

Wann kommen Prothesenhaftmittel zum Einsatz?

lockere Interimsprothese Wann immer eine Interimsprothese zu locker sitzt, ist die Unterstützung durch ein Haftmittel eine hilfreiche Lösung. Eine Vielzahl von Problemen kann damit verhindert werden. Insbesondere bei Patienten, bei denen der natürliche Unterdruck zwischen Prothesenplatte und Gingiva nicht ausreichend ist, helfen entsprechende Mittel dabei, ein Verrutschen der Zahnprothese zu vermeiden.

Für Menschen, die von Natur aus oder aufgrund von regelmäßig notwendiger Medikamenteneinnahme zu wenig Speichel produzieren, ist eine aufquellende Haftcreme meist unerlässlich, um der Prothese den Halt zu verschaffen, der für ein unbeschwertes Tragen nötig ist.

Unterkiefer-TotalprotheseAuch während der Umstellungsphase nach einer Zahnoperation, wird in der Regel ein Prothesenhaftmittel notwendig. Dies gilt im Besonderen für eine Prothese im Unterkieferbereich, da hier naturgemäß weniger Unterdruck und damit ein sicherer Halt kaum möglich ist. Bei einigen Patienten kann es aus verschiedenen Gründen schwierig oder unmöglich sein, einen hochwertigen Zahnersatz zu verwenden. Bietet z. B. der Knochenaufbau nicht genügend Halt für feste Zahnimplantate, wird oft auf eine herausnehmbare Prothese zurückgegriffen, die mit einem Haftmittel befestigt werden muss.

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Wie trägt man das Prothesenhaftmittel richtig auf?

So unterschiedlich die einzelnen Haftmittel für Prothesen beschaffen sind, so verschieden ist auch ihre Handhabung. Die als gebräuchlichste Form verbreitete Haftcreme sollte nur äußerst sparsam verwendet werden. Aufgetragen wird sie nur punktuell an bestimmten Stellen der Prothesenplatte, wo diese einen Kontakt zum Kiefer hat. Die alternativ angebotenen Haftpulver müssen hingegen gleichmäßig auf der kompletten Unterseite der Prothese verteilt werden, um einen optimalen Sitz zu gewährleisten. Im Zweifelsfall erklärt der Zahnarzt noch einmal persönlich, wie das Haftmittel in Verbindung mit der Prothese angewendet und eingesetzt wird.

Wie viel Haftmittel sollte verwendet werden?

Bei der Menge des zu verwendenden Haftmittels sind unterschiedliche Faktoren entscheidend. Je nachdem, wie viel Speichel ein Patient von sich aus produziert muss mit etwas Haftmittel nachgeholfen werden. Dieses sollte jedoch grundsätzlich nur punktuell angewendet werden.

Welche Haftmittel werden üblicherweise angewendet?

Zwar sind noch immer Haftpulver erhältlich, jedoch haben sich Haftcremes als praktikablere Variante etabliert. Sie bilden ein kleines, elastisches Polster zwischen der Prothesenplatte und der darunter liegenden Mundschleimhaut und bieten so einen hohen Komfort beim Tragen der Prothese.

Unabhängig davon, welches Haftmittel verwendet wird, ist die regelmäßige Reinigung und Entfernung des Mittels wichtig, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich Bakterien rasch vermehren und zu schwerwiegenden Problemen führen können.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie, Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei  Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 11.11.2016

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