Schmerzmanagement

Thema Schmerzmanagement auf der 22. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung

Regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sind unverzichtbar, um Mund- und Zahngesundheit zu erhalten. Viele Menschen, besonders Kinder und Jugendliche, haben allerdings regelrecht Panik vor dem Zahnarzt, oft ausgelöst durch schmerzhafte oder unangenehme Erfahrungen. Mit Schmerzmanagement Schmerzen langfristig in den Griff bekommen

Zahnmediziner tragen deshalb eine hohe Verantwortung für das Wohlbefinden ihrer Patienten und sollten Wert auf ein gutes Angst- und Schmerzmanagement und anschließende Schmerzbehandlung legen.

Inhaltsübersicht:


Welche Überlegungen gehören zum Schmerzmanagement in der Zahnarztpraxis?

Zum Schmerzmanagement gehört auch die Behandlung verschiedener Schmerzarten. Hier bedarf es einiger Überlegungen durch den Zahnarzt, um die richtige Schmerzbehandlung zu gewährleisten. Bei akuten Schmerzen ist zunächst eine medikamentöse Schmerztherapie mit verschiedenen Analgetika oftmals hilfreich. Hier muss der Zahnarzt die Intensität der Wirkung, das Anwendungsgebiet und die Nebenwirkungen beachten. Bei chronischen Schmerzen bedarf es der Berücksichtigung aller Faktoren, die potentiell für die Entstehung der Schmerzen verantwortlich sind, um eine ideale Behandlung zu garantieren.Medikamentöse Behandlung beim Zahnarzt

Was macht gutes Schmerzmanagement aus?

Der Aspekt der Angst erschwert häufig ein gelungenes Schmerzmanagement und die Schmerzbehandlung. Umfassende Aufklärung über die Behandlung durch den Zahnarzt sollte somit hohe Priorität haben. Es sollte eine vertrauensvolle Basis zwischen Arzt und Patient bestehen. Fehlende Informationen können Ängste schüren, die durch Gespräche zu vermeiden wären. Das trifft auf Erwachsene und Kinder gleichermaßen zu. Denn Ängste vor Schmerz können sich mit zunehmendem Alter noch steigern und sich zu einer chronischen Angst vor dem Zahnarzt ausweiten.

Angst vor dem Zahnarztstuhl

Der Expertenstandard für Schmerzmanagement umfasst die Behandlung von chronischen Schmerzen und akuten Schmerzen.
Außerdem reagieren besonders junge Patienten stark auf ungeduldiges, respektloses oder unpünktliches Verhalten des behandelnden Arztes. Auch dies schürt Ängste und baut eine psychische Spannung auf, die sich negativ auf das Schmerzempfinden auswirkt. Ein professionell arbeitender Zahnarzt kann dies verhindern.

Was bedeutet der Expertenstandard für Schmerzmanagement?

Zahnärzte sollten die Behandlung für ihre Patienten möglichst angenehm und schonend gestalten. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die individuell auf jeden Patienten auszurichten sind. Außerdem muss der Zahnarzt zwischen chronischen Schmerzen und akuten Schmerzen unterscheiden. Zum Expertenstandard in puncto Schmerzmanagement zählt nicht nur die Möglichkeit der örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) zur Schmerzausschaltung, sondern auch eine Behandlung in Vollnarkose bei Eingriffen, die dies erfordern. Bei dieser befindet sich der Patient im Tiefschlaf und nimmt auch intensiveren Schmerz nicht wahr.

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Welche erweiterten Sedierungsmethoden gibt es?

Um die Zahnbehandlung so schmerzfrei wie möglich für den Patienten zu gestalten, setzen Zahnärzte beispielsweise auch Lachgas zur Sedierung ein. Diese Methode ist sehr wirksam und kosteneffektiv. Außerdem hilft sie bei Kindern und Erwachsenen Ängste zu lindern. Das Gas wird über eine Nasenmaske eingeatmet. Die Behandlung wird vom Patienten wie aus weiter Ferne wahrgenommen.  Nach erfolgtem Eingriff baut der Körper das Gas sehr schnell wieder ab.

Lachgasnarkose beim Zahnarzt

Warum ist Schmerzmanagement bei Kindern besonders wichtig?

Oft plagt besonders die Angst vor der zahnärztlichen Behandlung, was von vielen Zahnmedizinern häufig unterschätzt wird. Besonders bei kleinen Kindern kann dies ernste Folgen nach sich ziehen, denn durch schmerzhafte Erfahrungen beim Zahnarzt kommt es oft zu einer ernst zu nehmenden chronischen Zahnbehandlungsphobie. Bei wiederholten Schmerzerlebnissen kann es darüber hinaus zu einer Herabsenkung der Schmerzschwelle von Kindern kommen, was eine Erhöhung der Schmerzmitteldosis zur Folge hat. Diese wiederum können zu chronischen Wundheilungsstörungen führen.

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Worauf sollte der Zahnarzt bei Kindern achten?

Zahnärzte sollten beachten, dass Kinder verschiedene Entwicklungsphasen durchmachen und auch Schmerzen auf einer Schmerzskala unterschiedlich einordnen würden. Kleinkinder im Alter bis zu zwei Jahren verinnerlichen bereits schmerzhafte Situationen, können diese jedoch noch nicht entsprechend zuordnen und deuten. Kinder beim Zahnarzt

Dennoch prägen die Kleinen sich diese Erlebnisse sehr gut ein. Im Alter von drei bis sechs Jahre verbinden Kinder die Schmerzen häufig mit einer Strafe. Das Missverständnis ist auch noch vielfach bei sieben- bis elfjährigen Kindern zu beobachten. In dieser Altersgruppe verstehen Kinder aber auch schon sachliche Erklärungen und verlangen diese auch. Ein elfjähriges Kind weiß, dass die Betäubungsspritze im Rahmen der Lokalanästhesie zwar schmerzt, aber für die weitere Behandlung auch hilfreich ist.

Wirkt sich der Behandlungszeitpunkt auf das Schmerzmanagement aus?

Auch der Behandlungszeitpunkt kann das Schmerzmanagement vereinfachen. Physiologische Schmerzen sind im Tagesverlauf vielen Schwankungen ausgesetzt. So empfinden wir beispielsweise den Schmerz am Nachmittag als nicht so schlimm, wie am Morgen oder in der Nacht. Anästhetische Mittel wirken um die Mittagszeit drei Mal länger als vormittags. Schmerzhafte und langwierige Zahnbehandlungen sind also eher in die Nachmittagsstunden zu legen.

Termine vereinbaren, um lange Wartezeiten zu vermeiden

Vor jedem zahnärztlichen Eingriff können Angstgefühle bei Erwachsenen und Kindern entstehen. Deshalb sollte der Zahnarzt bei Angstpatienten möglichst die Behandlungstermine einhalten. Besonders Kinder entwickeln bei zu langen Wartezeiten eine noch ausgeprägtere Panik. Kurze Verzögerungen können hier überbrückt werden, indem sich ein Mitglied des Praxisteams mit dem ängstlichen Kind beschäftigt.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 11.10.2016

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