Stiftzahn 

Stiftzähne zur Zahnerhaltung wurzelbehandelter Zähne

Ein Stiftzahn oder auch Stiftkronen gehören im Rahmen eines auf Zahnerhaltung ausgerichteten Behandlungskonzeptes zu den wichtigsten therapeutischen Maßnahmen des restaurativ tätigen Zahnarztes.

Aufbaufüllung aus Kunststoff über Siftzähnen

Diese werden durch geeignete Aufbausysteme im Wurzelkanal verankert und kommen zum Einsatz, wenn die Zahnkrone stark beschädigt, der Wurzelbereich aber recht gut erhalten ist. Der Stiftzahn als eine Art festsitzender Zahnersatz bietet die Möglichkeit der dauerhaften Wiederherstellung der Zähne.  Er dient nicht nur als Basis für eine Einzelzahnrestauration, sondern auch als suffiziente Pfeiler für Zahnbrücken und Teilprothesen.

Inhaltsübersicht:


Was ist ein Stiftzahn?

Radixanker nach Wurzelbehandlung

Hinter dem Begriff Stiftzahn verbirgt sich eine stiftgetragene Zahnkrone (Jacketkrone). Dabei wird ein Stift aus Keramik, Metall oder Kunststoff im Wurzelkanal fixiert und mit einer Stiftzahnkrone bzw. Jacketkrone versehen. Somit handelt es sich um festsitzenden Zahnersatz. Die Idee, Kronen mit einem Stift im Zahn zu verankern, entstand im ausgehenden 19. Jahrhundert. Damals bestanden Stiftzähne noch aus einem Stück und erinnerten optisch an einen "Zahn am Stiel".

Daher stammen auch Namen wie Stiftzahn oder Stiftkrone. Die heutige Bauweise unterscheidet sich jedoch: Stift und Krone sind bei gegenwärtigen Modellen nicht mehr miteinander verbunden. Das ermöglicht den Austausch der Zahnkrone ohne komplette Entfernung des Stifts. Zudem eröffnet die Bauweise neue Möglichkeiten, etwa die Stifte als Basis für Brücken und Teilprothesen zu nutzen. Mediziner sprechen daher manchmal auch vom Stiftaufbau oder im Wurzelkanal verankerten Aufbausystem.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Warum werden Stiftzähne verwendet?

Nach einem Unfall kann ein Trauma entstehen, auch hier können Stiftzähne eingesetzt werden.Stiftzähne (Stiftkronen) kommen zum Einsatz, wenn die Zahnkrone stark beschädigt und der Wurzelbereich recht gut erhalten ist. Häufig wurde der Zahn bereits intensiv behandelt (Kariesbehandlung, Wurzelbehandlung) und ist abgestorben. Für den Patienten stellt sich dann die Frage, welche Art von Zahnersatz anstelle des fraglichen Zahns Sinn macht.

Der Vorteil beim Stiftzahn ist, dass der eigene abgestorbene Zahn erhalten bleiben kann und nicht entfernt werden muss. Der Stift wird im Wurzelkanal fixiert und dient als Basis für eine Krone (Jacketkrone) oder einen anderen Zahnersatz. Gleichzeitig sorgt der Stiftzahn für eine mechanische Stabilisierung des toten Zahnes, der so länger erhalten bleiben kann. Grundbedingung für die Verwendung ist eine vollständige und intakte Zahnwurzel, denn sie garantiert einen sicheren Halt.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Was ist der Unterschied zu einem Implantat?

Implantate unterscheiden sich zu einem Stiftzahn, da der Zahn bei Implantaten ganz entfernt werden muss.

Auf den ersten Blick ähneln sich Implantat und Stiftzahn, denn beide funktionieren nach dem Prinzip "Wurzel - Aufbau - Krone". Der große Unterschied besteht darin, dass ein Implantat anstatt eines natürlichen Zahnes in den Kiefer eingebracht wird und dort als Wurzel dient. Das Implantat ist ein Ersatz für die natürliche Zahnwurzel und wird deshalb gerne als künstliche Wurzel bezeichnet.

Mitunter muss erst ein Zahn entfernt werden, um Platz für das Implantat zu schaffen. Anschließend wird das Implantat genau dort gesetzt, wo die natürliche Zahnwurzel ursprünglich lag. Anders bei den Stiftkronen. Hier bleibt der natürliche Zahn auch erhalten, wenn er abgestorben ist. Der Stiftzahn wird also in den Zahnstumpf eingebracht. Ein weiterer Unterschied betrifft den Einsatzbereich: In der Regel werden Stiftzähne nur im Frontzahnbereich eingesetzt, Implantate sind hingegen im gesamten Kiefer möglich.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Wie läuft der Stiftaufbau ab?

RadixankerFür die meisten Patienten gehört eine Wurzelbehandlung zum Ablauf des Stiftaufbaus dazu, denn zumeist ist der Zahn bereits stark zerstört oder sogar entzündet. Der Zahnarzt muss vor dem Einbringen des Stiftaufbaus sicherstellen, dass alle Zahnwurzelkanäle sauber sind und entfernt das Zahnmark. Danach wird ein Stift (ein sogenannter Radixanker, meist aus Titan) in den Zahnstumpf eingebracht und einzementiert. Um eine glatte Oberfläche zu erhalten, wird die festgewordene Zementmasse abgeschliffen. Sitzt die Verankerung im Wurzelkanal richtig fest, kann anschließend ein Provisorium aufgebracht werden. Auch der unmittelbaren Umgebung des fraglichen Zahns nimmt sich der Zahnarzt an. Denn ein ausreichender Zahnfleischsaum verbessert die Ästhetik und bietet dem wurzelbehandelten Zahn mit Stiftkrone mehr Stabilität. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang vom Ferrule-Effekt.

Nach dem Einsetzen des Stiftzahns sind regelmäßige Nachkontrollen wichtig. Dabei kontrolliert der Zahnarzt den Fortschritt beim Heilungsprozess. Ist nichts zu beanstanden, kann das Provisorium durch eine richtige Krone aus Keramik, Kunststoff oder Metall ersetzt werden. Krone und Stift werden in jedem Fall fest verbunden, dies kann per Gewinde, Kleber oder Zement erfolgen.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Weitere Verfahren bei den Stiftzähnen

Eine Alternative ist das sogenannte indirekte Verfahren. Dabei handelt es sich um einen gegossenen Stiftaufbau, für den ein Kieferabdruck zur Herstellung des Stiftzahnes notwendig ist. Basierend auf dem Abdruck wird der spätere Zahnersatz im zahntechnischen Labor gefertigt. Den Zahntechnikern stehen die Materialien Keramik, Kunststoff oder Metall (Gold, Titan oder andere Nichtedelmetalle) zur Verfügung. Der fertige Stiftzahn wird ebenfalls häufig im Anschluss an eine Wurzelbehandlung eingesetzt und anschließend mit einem speziellen Zement im Zahnstumpf verankert.

Gegossene Stiftaufbauten

Patienten verwechseln den Stiftaufbau gelegentlich mit den sogenannten parapulpären Stiften. Dabei handelt es sich jedoch um unterschiedliche Dinge. Parapulpäre Stifte werden zur Vorbereitung eines prothetischen Zahnersatzes in den vitalen (lebenden) Zahn eingesetzt.

Hier weiterlesen zum Thema:

Wenn der Stiftzahn schmerzt und locker sitzt

Stiftkrone mit FrakturStiftzähne sind Präzisionsteile, die für jeden Patienten individuell gefertigt werden. Das garantiert einen guten Sitz und beschwerdefreien Tragekomfort. Treten dennoch unverhofft Lockerungen und Schmerzen auf, können Probleme wie eine Entzündung, eine Wurzelfraktur, ein verrutschter Stift oder eine schlecht angepasste Krone dahinterstecken. Häufig lässt sich in der Praxis schnell abklären, woran es hapert.

Schraubenaufbau Titan Röntgenbild

Manchmal schafft erst ein Röntgenbild Klarheit. Wenn der Stiftzahn schmerzt oder locker sitzt, kann der Zahnarzt aber in jedem Fall helfen. Etwa indem Stift und Krone geschliffen oder erneuert werden. Ebenfalls sinnvoll kann eine Unterfütterung der Krone sein, um Druckschmerz auszuschalten. Helfen diese Maßnahmen nicht und der Schmerz bleibt bestehen, muss der Zahn in letzter Konsequenz gezogen werden.

Hier weiterlesen zu den Themen:

Was kostet ein Stiftzahn?

Die Kosten für die Stiftkrone setzen sich aus der Wurzelbehandlung, dem Stiftaufbau und der Zahnkrone zusammen. Die Kosten sind abhängig von dem verwendeten Material, der Größe und Region (also Front-, Schneide- oder Vorderzahn) und können bis zu 1000 Euro betragen. Die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich im Rahmen der Regelversorgung mit einem festen Zuschuss. In Härtefällen können die Kosten für einen Stiftzahn auch in vollem Umfang übernommen werden.

Hier weiterlesen zu den Themen: 

 

Welche Vorteile und Nachteile gibt es beim Stiftzahn?

Der Stiftzahn ist eine Art festsitzender Zahnersatz, bietet also die Möglichkeit der dauerhaften Wiederherstellung der Zähne. Die Haltbarkeit kann 10 Jahre oder länger betragen. Im Vergleich zu Implantaten sind Stiftzähne allerdings nicht ganz so langlebig, da wurzelbehandelte Zähne weniger robust sind. Positiv hingegen ist, dass die eigene Zahnwurzel beim Stiftzahn erhalten bleiben kann, das Verfahren ist also weniger invasiv als ein Implantat. Auch finanziell bietet er den Vorteil, dass er im Rahmen der Regelversorgung von der gesetzlichen Krankenkasse bezuschusst wird. Das macht ihn zu einer kostengünstigeren Alternative.

Das könnte Sie auch interessieren:

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten der Behandlung mit einem Stiftzahn beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark) 


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 18.11.2016

Öffnungszeiten »
Mo - Fr: 08:00 - 18:00 Uhr
Sa:          08:00 - 13:00 Uhr
Adresse »
Zahnarzt Berlin Dr. Seidel
Förster-Funke-Alle 104
14532 Kleinmachnow-Berlin

Email:
info@zahn-implantate-berlin.de
Tel.: 033203 85200
Rückruf anfordern »Termin vereinbaren »Email schicken »Anfahrtskarte »Zahnarzt Notdienst »Notruf: 0174/7003008