Tinnitus

Tinnitus - Wenn die Ohrgeräusche zur Qual werden

Ohrgeräusche kennen fast alle Menschen - nach einem Konzert oder einer Partynacht rauscht es noch eine Weile in den Ohren. Am nächsten Tag sind die Töne verklungen. Nicht so bei Betroffenen von Tinnitus: Sie hören die Ohrgeräusche über lange Zeiträume hinweg.Tinnitus ist ein häufiges Problem, von dem bis zu 3 Millionen Menschen hierzulande regelmäßig betroffen sind. Das Phänomen plagt rund drei Millionen Menschen in Deutschland. Was der Tinnitus mit den Zähnen gemein hat und wie der Zahnarzt helfen kann, lesen Sie hier.

Inhaltsübersicht:


Was versteht man unter Tinnitus?

Unter einem Tinnitus werden anhaltende Ohrgeräusche verstanden.Als Tinnitus werden Ohrgeräusche wie Ohrrauschen oder Ohrensausen bezeichnet, die keiner realen Geräuschquelle zuzuordnen sind. Die Töne können in einem Ohr oder beidseitig auftreten und von wenigen Tagen bis zu mehreren Jahren anhalten. Dabei ist die Störung der Hörfunktion selbst keine eigenständige Krankheit, sondern vielmehr ein Symptom. In den meisten Fällen beginnt die Symptomatik nach dem 40. Lebensjahr. Männer und Frauen sind vom Tinnitus gleichermaßen betroffen.

Mediziner unterscheiden zwischen dem akuten Tinnitus (dauert bis zu drei Monate) und dem chronischen Tinnitus (dauert länger als drei Monate). Der Tinnitus kann nach einiger Zeit von alleine wieder völlig abklingen. In manchen Fällen bleiben die störenden Geräusche allerdings bestehen, was mit zunehmender zeitlicher Dauer der Tinnitus - Wahrnehmung immer wahrscheinlicher wird. Daher ist eine frühzeitige Behandlung direkt nach Auftreten der ersten Symptome unbedingt erforderlich.

Wie entsteht ein Tinnitus?

Zur Entstehung des Tinnitus gibt es mehrere Erklärungsversuche. Klar ist, dass Ohr und Gehirn beim Verarbeiten von Höreindrücken auf komplexe Weise zusammenarbeiten. Lange Zeit dachte man, der Tinnitus entstehe im Mittelohr.

Heute nehmen Mediziner an, dass die Geräusche auf eine Überaktivität des Hörzentrums im Gehirn zurückzuführen sind. Warum die Dauertöne im Ohr auftreten, ist bisweilen trotz intensiver Forschung nicht erwiesen.

Es gibt viele Erklörungsversuche für die Entstehung von Tinnitus. Klar erwiesen ist keiner davon.

In der Diskussion sind Hörbeeinträchtigungen, Lärmschäden, Drehschwindel und andere organische Erkrankungen. Auch der Hörsturz ist oft von einem Tinnitus begleitet. Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich (chronische Entzündung)  können auslösende oder verstärkende Ursachen haben.

Ein Zusammenhang zwischen Zahnschmerzen und Dysfunktionen im Zusammenspiel von Kiefer, Hals und Nacken (CMD) kann unter Umständen ebenfalls gegeben sein. Die Hälfte aller Betroffenen Tinnitus-Patienten geben auch Lärm und Stress als den aulösenden Faktor für Tinnitus an. Im Rentenalter kommen noch Blutdruckprobleme, Halswirbelsäulendegeneration und Kiefergelenksbeschwerden als denkbare Ursachen für einen oft hartnäckigeren Tinnitus hinzu.

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Wie häufig ist subjektiver Tinnitus?

Der sogenannte subjektive Tinnitus, bei dem nur der Betroffene das Rauschen im Ohr wahrnehmen kann, ist die häufigste Variante. Nur in seltenen Fällen können auch Außenstehende die Ohrgeräusche objektiv wahrnehmen (objektiver Tinnitus), etwa wenn Gefäßfehlbildungen, Gefäßverengungen oder Geschwülste am Mittelohr zu Geräuschen führen. In der Regel ist ein Tinnitus jedoch subjektiv und sein konkreter Auslöser nicht immer identifizierbar.

Wie äußert sich Tinnitus?

Die Ohrgeräusche können bei Patienten variieren. Während einige ein Klingeln hören, ist es bei anderen eher ein Summen oder Zischen.Die ungebetenen Dauertöne können sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Am häufigsten beschreiben Betroffene den Ton im Ohr als Pfeifen (vier von zehn), jeder Vierte hört ein Rauschen und jeder zehnte Betroffene berichtet von einem Summen. Noch seltener kann Tinnitus als Klingeln, Zirpen, Brummen, Sausen, Zischen oder Hämmern wahrgenommen werden.

Wie wird ein Tinnitus diagnostiziert?

Hält der Tinnitus länger als 24 Stunden an, ist die erste Anlaufstelle der HNO-Arzt. Dieser verschafft sich mittels gezielter Fragen einen ersten Eindruck von der Art, Frequenz und Intensität des Tinnitus. Dann folgt eine Untersuchung des Gehörgangs und Trommelfells per Ohrmikroskop. Eventuelle Erkrankungen oder Entzündungen können so identifiziert werden. Auch der Rachen- und Nasenraum wird eingehend untersucht. Lässt sich keine Störquelle feststellen, wird das Hörvermögen genauer unter die Lupe genommen.

Audiogramm gibt Auskunft über Hörvermögen

Beim sogenannten Audiogramm sitzt der Betroffene mit Kopfhörern in einem schalldichten Raum und bekommt nacheinander verschiedene Töne vorgespielt. Mittels Knopfdruck signalisiert der Patient, wenn er das Signal wahrgenommen hat. Da die Töne von unterschiedlicher Lautstärke sind, kann der Arzt Rückschlüsse auf die Hörschwelle ziehen. Als Hörschwelle wird die Tonhöhe (Frequenz in Hertz = Hz) und Lautstärke (Schalldruckpegel in Dezibel = dB) bezeichnet, bei der der Betroffene noch akustische Signale hört.

Weitere audiometrische Untersuchungen

Um das genaue Geräusch des subjektiven Tinnitus zu ermitteln, wird eine Vergleichsanalyse durchgeführt.

Da es oft nicht einfach ist den eigenen Tinnitus in Worte zu fassen, sind Vergleiche hilfreich. Manchmal klingt der Tinnitus wie das Sirren einer Mücke oder wie das Brummen eines Computerlüfters. Wenn Vergleiche aus dem Alltag nicht helfen, kommt die Tinnitusanalyse (auch Tinnitusmatching genannt) zum Einsatz. Die Vergleichstöne helfen bei der genauen Bestimmung von Frequenz und Lautstärke und zeigen, welche Art von Tönen den Tinnitus "verdecken" und "maskieren" könnte.

Interdisziplinärer Ansatz

Der Dauerton im Ohr kann die Nerven strapazieren und bedarf einer umfassenden Behandlungsstrategie, bei der Ärzte und Experten verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten. Dazu ist oft die Beurteilung interdisziplinär zusammenarbeitender Fachärzte erforderlich, z. B. HNO, Internist, Orthopäde, Neurologe, Zahnarzt oder Psychiater. Das Team um Dr.Frank Seidel aus Berlin hat ein Netzwerk aufgebaut, welches die spezielle Behandlung des Tinnitus eben auf dieser Basis ermöglicht.

Wie können Ärzte bei Tinnitus helfen?

Bei Ohrgeräuschen sollte man schnell den Arzt aufsuchen und sich interdisziplinär untersuchen lassen.Machen sich bei Patienten Ohrgeräusche bemerkbar, die womöglich noch von Hörverlust begleitet werden, so sollte ein Arztbesuch nicht aufgeschoben werden. Denn dabei kann es sich beispielsweise um einen sogenannten Hörsturz handeln.

Auch hier sind die Ursachen ungeklärt. Da prinzipiell jede Erkrankung im Organismus mit einem Tinnitus-Symptom einhergehen kann, ist es unbedingt erforderlich im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung eine umfassende und detaillierte Krankheitsgeschichte aufzunehmen und entsprechende körperliche Untersuchung durchzuführen. Bei einem Tinnitus unbekannter Ursache, insbesondere aber bei einem akuten Tinnitus, erfolgt zunächst eine Therapie mit sogenannten Glukokortikoiden.

Wie der HNO-Arzt hilft

Zuerst versucht der HNO-Arzt die Ursache für den Tinnitus zu identifizieren und zu behandeln, beispielsweise eine Mittelohrentzündung. Ohne klar erkennbare Ursache verschreibt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt durchblutungsfördernde Medikamente (Antikoagulation) oder ein Kortisonpräparat. Bei bestimmten Ursachen kann auch eine hyperbare Sauerstofftherapie in einer Überdruckkammer Linderung verschaffen. Die hyperbare Sauerstofftherapie macht, ebenso wie die Infusion durchblutungsfördernder Mittel, allerdings nur dann Sinn, wenn eine Minderdurchblutung des Innenohres als Ursache des Tinnitus vorliegt.

Was der Zahnarzt tun kann

Fehlfunktionen im Kiefer- und Kausystem können unter anderem für Tinnitus verantwortlich sein.Für den Zahnarzt stellt sich die Frage, ob die Ohrgeräusche von Zähnen, Mund und Kiefer beeinflusst werden. Manche Patienten berichten, dass sich die Töne im Ohr verändern, sobald der Mund bewegt wird. Auch andere Zahn- oder Kieferbeschwerden können den Tinnitus begünstigen. Dazu zählen beispielsweise Gebissfehlstellungen, Bruxismus (nächtliches Knirschen), Abnutzungserscheinungen im Kiefergelenk und verspannte Kaumuskeln. Der Zahnarzt behandelt die Ursache und hilft so beim Abbau der störenden Ohrgeräusche.

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Wie kann man sich selbst helfen bei Tinnitus?

Für viele Menschen ist der Tinnitus ein Stresssymptom. In erster Linie helfen Entspannung und aktiver Stressabbau. Eine gesunde Lebensführung, beruhigende Sportarten wie Wandern, Tai Chi oder Yoga, Meditation und autogenes Training bringen erfahrungsgemäß eine Besserung der Beschwerden.

Chronischer Tinnitus kann durch andere Geräusche, ein weißes Rauschen, übertönt werden, was zu Erleichterung führen kann.

Der chronische Tinnitus lässt sich mit Geräuschen von außen in der Regel nicht komplett übertönen, aber abmildern. Besonders geeignet sind Naturgeräusche, sie lenken die Aufmerksamkeit weg vom störenden Dauerton und lassen den Tinnitus in den Hintergrund treten. Auch das musiktherapeutische Klangkissen (MusicPad), Klangtherapie-CDs (CD-Sleep zum Einschlafen, CD-Meditation zur Geräusch-Eindämmung) und Geräte wie der Tinnitus-Masker, der Tinnitus-Noiser oder der NatureMasker (bietet sieben Naturgeräusche von Bachrauschen bis Vogelgezwitscher) können helfen.

Ist eine Selbstbehandlung des Tinnitus mit dem Laser möglich? 

Mit einer patentierten Schweizer Softlaser-Technologie wurde eine Lösung gefunden, um Tinnitus (Ohrensausen) und ähnliche Innenohrerkrankungen wie Tinnitus-bedingte Schwerhörigkeit, Druck im Ohr, Schwindel, Hörsturz und Hörverzerrung selbst zu behandeln. Das Softlaser-System EarLaser besteht aus dem MedicLaser (5mW Leistung und 650nm Wellenlänge) und dem Kopfbügel EarTool (Glasfaser Lichtleiter ins Ohr).

Das Gerät wurde so konzipiert, dass die Behandlung eines Tinnitus von zu Hause durchgeführt werden kann. Vor allem therapiebegleitend ist die Laser-Behandlung besonders erfolgversprechend. 

Die Behandlung des Tinnitus mit dem speziellen Laser ist völlig sicher und schmerzlos. Der Laserstrahl durchdringt selbst tiefere Unterhautschichten und wirkt so als heilsame Biostimulation direkt auf den Stoffwechsel im Bindegewebe. Dies führt zur rasanten Regeneration der Hörzellen, zur Stimulation des Immunsystems, zur Forcierung der Zellteilung und zur Aktivierung bestimmter Abwehrmoleküle. Mit diesem System konnten bereits über 10'000 Tinnitus-Betroffene erfolgreich behandelt werden.

Wie funktioniert ein Leben mit Tinnitus?

Um den Tinnitus in den Griff zu bekommen, ist es wichtig, sich Auszeiten und Ruhe zu gönnen und einen gesunden Lebensstil zu pflegen.Chronische Ohrgeräusche sollten nicht allein geschultert werden. Spezielle Tinnitus-Sprechstunden, gute Ärzte und Psychologen und eine Selbsthilfegruppe bieten umfassende Unterstützung. Was sonst noch im Umgang mit Tinnitus hilft:

 

  • Gesunde Lebensweise. Körperliche Aktivität und ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol und der Verzicht auf Nikotin fördern die Gesundheit.
  • Psyche stärken. Beim inneren Gleichgewicht helfen Entspannungsmethoden und Stressmanagement.
  • Ablenkung. Angenehme Aktivitäten machen gute Laune, verleihen Gelassenheit und lenken von den inneren Tönen ab.
  • Krankheiten angehen. Auch bestehende Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder Stoffwechselerkrankungen können den Tinnitus begünstigen.
  • Lärm vermeiden. Belasten Sie das Gehör nicht zusätzlich und verwenden in lauten Situationen einen Lärmschutz.

 

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten der Behandlung von Tinnitus beim Zahnarzt Dr. Seidel in Berlin und Kleinmachnow erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 11.10.2016

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