Amalgamfüllung unbedenklich?

Unbedenkliche Zahnbehandlung mit Amalgamfüllung?

AmalgamfüllungIn vielen Zahnarztpraxen werden Tag für Tag unzählige Zahnfüllungen gelegt. Unter ihnen befindet sich auch die bekannteste - die Amalgamfüllung. Diese wird bereits seit mindestens 150 Jahren verwendet, um Läsionen an den Zähnen wie durch Karies bedingt Löcher zu beseitigen. Bereits 1833 brach in den USA nach der Einführung dieses Füllungsmaterial der sogenannte Amalgamkrieg aus, welcher schon damals zum zeitweiligen Verbotes des Amalgames in der Zahnarztpraxis führte.

Eine Zahnfüllung, die aus Amalgam besteht sollte in der heutigen Zeit nicht mehr zur Anwendung kommen. Alternativen bei zeitgemäßen Zahnfüllungen sind Keramik, Kunststoff (Kompositfüllung) oder Gold.

Inhaltangabe


Woraus besteht eine Füllung aus Amalgam?

Amalgam - ZusammensetzungAmalgam ist kein Stoff, der in der Natur vorkommt, sondern eine Mischung aus verschiedenen Materialien. Neben Kupfer und Zinn stellen Zink, Silber und Quecksilber die weiteren Komponenten dar, aus denen die Zahnfüllung besteht.

Dem Quecksilber kommt dabei besondere Bedeutung zu, ist es doch in den Augen vieler Patienten nicht gerade ungefährlich für den menschlichen Körper. Als mögliche Folge spukt vielen eine Amalgamvergiftung im Kopf herum.

Ausarbeitung einer Zahnfüllung aus AmalgamEine im Jahr 2008 veröffentlichte Langzeitstudie zu Amalgamfüllungen zeigt hingegen, dass Befürchtungen wie diese unangebracht sind. Zwar können Rückstände der Amalgame des Quecksilbers im Blut nachgewiesen werden, allerdings sind die Quecksilberwerte derart gering, dass schlimme Konsequenzen wie eine Amalgamvergiftung eher nicht der Realität entsprechen.

Wird ein Zahn - oder mehrere - mit einer entsprechenden Füllung ausgebessert, besteht nach heutigem wissenschaftlichen Stand kein Grund zur Besorgnis. Generell sollten Amalgamfüllungen bei Schwangeren und Nierengeschädigten nicht appliziert werden. Auch im Milchgebiss kommen Amalgamfüllungen nicht mehr zur Anwendung.  


Poröse reparaturbedürftige ZahnfüllungBei einer Amalgamallergie oder nachweislich bedingten gesundheitlichen Schäden durch eine Amalgamfüllung wird in der Regel vom Zahnarzt in Zusammenarbeit mit einem Internisten eine sog. Amalgamentfernung vorgenommen. Im Anschluss erfolgt eine Amalgamsanierung.

Im Rahmen der Amalgamsanierung werden dann aus dem Zahn die eingeschwemmten Quecksilberionen aus den Organen und dem Nervengewebe durch eine allopathische Ausleitung mit Chelatbildnern entfernt. Die Ausscheidung erfolgt dann über den Darm und die Niere.

AmalgamtätowierungNach einer Wurzelspitzenresektion (retrograde Wurzelfüllung) oder als Zahnaufbau für die Zahnkrone oder Zahnbrücke als Zahnersatz kommt die Amalgamfüllung nicht mehr zum Einsatz. Als sog. Amalgamtätowierung werden versprengte Reste dieses Füllungsmaterials unter der Mundschleimhaut bezeichnet.

Sehr oft finden sich in solchen Fällen eingesprengte Amalgamreste im Knochen. Grundsätzlich ist die chirurgische Entfernung durch eine Osteotomie des Fremdmaterials in Lokalanästhesie angezeigt, da unerwünschte Fremdkörperreaktionen durch den Organismus hervorgerufen werden können.

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Gibt es überhaupt noch ein Pro für eine Zahnfüllung aus Amalgam?

Vorsicht bei Amalgam?Nein. Wer auf dem Zahnarztstuhl sitzt und vom Zahnarzt die Mitteilung erhält, dass die Läsion des Zahnes mit einer Zahnfüllung behandelt werden muss, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass bioverträglichere Materialien existieren als Amalgam. Bei jedem Umgang mit dem Material Amalgam werden für alle beteiligten Quecksilberdämpfe freigesetzt.

Dieser Quecksilberdampf gelangt in den Organismus aller beteilgten Personen. Deshalb wird diese Zahnsanierung nur noch vereinzelt in deutschen Zahnarztpraxen angewendet.

Füllung aus AmalgamIn früherer Zeit wurde die Amalgamfüllung wegen ihrer hohen mechanischen Belastbarkeit vor allem für Füllungen im Seitenzahnbereichbereich eingesetzt. Aufgrund der rasanten Entwicklung in der Zahnmedizin kommen überwiegend keramische Inlays oder die Teilkrone mit dem Cerec System zum Einsatz. Bei kleineren Defekten am Zahn eignen sich Kunststoffüllungen mit Keramikanteil.

Auf einen BlickNachteile einer Füllung aus Amalgam auf einen Blick

  • Gefärdungspotenzial durch Quecksilber im Zahnamalgam
  • keine Zahnästhetik (silbrig-graue Farbe bei Amalgam)
  • elektrochem.Spannungspotenzial bei Einsatz bei verschiedenen Metallen im Mund
  • Zahnverfärbung
  • Auslöser von Kopfschmerzen, Metallgeschmack, brennende Zunge, Allergien, Mundtrockenheit
  • Zahnfleischentzündung, Zahnfleischschwund
  • Osteomyelitis
  • Amalgam ist umweltschädlicher Sondermüll

 

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Schwanger und Amalgamfüllungen

Es ist bekannt, dass Personen mit Amalgamfüllungen in Abhängigkeit von  der Anzahl der Füllungen höhere Quecksilberkonzentrationen in Körperorganen und -flüssigkeiten  aufweisen als amalgamfreie  Personen. So läßt  sich  auch  im Kolostrum  und  in  der  Muttermilch in geringen  Dosen  Quecksilber  (Hg)  nachweisen.  Als mögliche  Quelle  des Quecksilbergehaltes sind neben Umwelteinflüssen und der nahrungsbedingten Aufnahme die - falls vorhanden - Amalgamfüllungen (abhängig von der Zahl, Größe, Ausdehnung und Qualität) .

Grundsätzlich empfiehlt sich beim Entfernen von Amalgamfüllungen  eine  adäquate  Wasserzufuhr und eine ausreichende Absaugung  (gegebenenfalls  zusätzlich das Anlegen von Kofferdam), um das Verschlucken von Amalgampartikeln zu verhindern und die Bildung bzw. Aufnahme quecksilberhaltiger Dämpfe zu minimieren. Mit  Blick  auf die  gesamte  Hg-Belastung  des  Säuglings  spricht  nichts  gegen  die  Entfernung  einzelner  Amalgamfüllungen während der Stillzeit und während Sie schwanger sind.

Amalgam zeichnete sich früher durch bestimmte Vorteile aus, die es von anderen Füllungsarten positiv abhoben:

  • einfaches Handling für den Zahnarzt
  • relativ kurze Verlege-Dauer
  • Amalgam verursacht geringe Kosten
  • Krankenkassen übernehmen die Kosten
  • lange Haltbarkeit (bis zu 10 Jahre)
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Möchten Sie mehr über Amalgamfüllungen erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 01.06.2016

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