Nackenschmerzen 

Nackenschmerzen verursacht durch kranke Zähne und Zahnschmerzen?

Nackenschmerzen können unter anderem auch von kranken Zähnen herrühren. Ein allgemeiner Check beim Hausarzt gibt Aufschluss über die Gründe.Wer kennt sie nicht, belastende Nackenschmerzen, die  schlussendlich in Kopfschmerzen münden können. Oftmals beginnen diese mit lediglich mit einem „steifen Hals“. So haben ca. 50 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen einmal im Jahr Rückenschmerzen, welche oft mit Schmerzen im Nackenbereich einhergehen.

Die Gründe für diese können dabei sehr verschieden sein, von Fehlhaltung bei der Arbeit bis hin zu Problemen mit den Zähnen gibt es viele  mögliche Ursachen die untersucht und entsprechend behandelt werden müssen. Zunächst sollten andere Ursachen ausgeschlossen werden, bevor mit einer zahnmedizinischen Behandlung begonnen werden kann.

Inhaltsübersicht
  1. Wie entstehen Nackenschmerzen überhaupt?
  2. Muss ich wegen Nackenschmerzen zum Arzt?
  3. Was tun bei Schmerzen des Nackens durch Haltungsfehler
  4. Wie können kranke Zähne zu Nackenschmerzen führen?
  5. Wenn der Zahnersatz zu Nackenschmerzen führt
  6. Wie kann der Zahnarzt helfen, wenn kranke Zähne Nackenschmerzen verursachen?
  7. Hilfe durch einen Physiotherapeuten
  8. Wie Nackenschmerzen vorbeugen?
  9. Tipps für einen entspannten Nacken
  10. Veröffentlichungen

 

Wie entstehen Nackenschmerzen überhaupt?

Neben den kranken Zähnen sind Überlastungsprobleme der lokalen Muskulatur durch ständige Fehlhaltung (z.B. bei der Bildschirmarbeit) die häufigste Ursache für Schmerzen im Nackenbereich. Weitere bekannte Ursachen sind:

  • rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis und der Morbus Bechterew
  • ein Schleudertrauma nach Verletzungen durch Unfälle
  • akute oder chronische Sportverletzungen
  • Schultergelenkserkrankungen
  • internistische Erkrankungen wie Angina Pectoris und Myokardinfarkt
  • psychosomatische Nackenschmerzen, ausgelöst durch psychische Belastungen ohne orthopädische Ursache oder kranke Zähne
  • Glieder-, Gelenkschmerzen als Begleitsymptom viraler Erkältungskrankheiten

 

Aufgrund der Vielzahl möglicher Ursachen ist es wichtig sich bei Nackenschmerzen gründlich untersuchen zu lassen, um die richtige Behandlungsform zu finden.

Muss ich wegen Nackenschmerzen zum Arzt?

Wer über längere Zeit oder immer wieder  unter diesen unangenehmen Schmerzen leidet, sollte in jedem Fall einen Arzt  konsultieren. Nicht selten liegt ein unentdecktes Schleudertrauma vor oder es haben sich Probleme mit den Zähnen eingeschlichen, die vom Patienten selbst nicht entdeckt werden können, wie etwa unbewusstes Zähneknirschen oder schlecht sitzender Zahnersatz.

Zähneknirschen kann durch Streß entstehen

Ein Arzt kann durch eine gründliche Untersuchung und während eines Gesprächs mögliche Ursachen ausschließen und den eigentlichen Grund für die Nackenschmerzen herausfinden. Nur so kann eine passende Therapie erarbeitet werden, um wieder dauerhaft eine höhere Lebensqualität herzustellen.

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Was tun bei Schmerzen des Nackens durch Haltungsfehler

Oft sind Haltungsfehler während der Arbeit der Grund für Nackenschmerzen, einige Berufsgruppen sind hier besonders betroffen, wie z.B. Büroarbeiter.In der Arbeitsmedizin häufen sich Krankheitsbilder die von Schmerzen im Nackenbereich geprägt sind. Mit einem systematischen Training der stark beanspruchten Muskulatur im Bereich der Halswirbelsäule sowie der Lendenwirbelsäule und einer korrekten Arbeitshaltung können diese berufsbedingten Nackenschmerzen wirksam behandelt werden. Ein regelmäßiges Muskeltraining in den Bereichen der Halswirbelsäule sowie der Lendenwirbelsäule vermeiden eine Instabilität der stützenden Muskulatur. Versteifungen einzelner Muskelgruppen führen oftmals ebenfalls zu Nackenverspannungen mit Nackenschmerzen.

Wie können kranke Zähne zu Nackenschmerzen führen?

Sind haltungsbedingte Schmerzen, psychosomatische Hintergründe oder tatsächliche Unfälle aus der Vergangenheit als Ursache für Nackenschmerzen ausgeschlossen, müssen Erkrankungen im Zahnbereich als Ursache untersucht werden.

Diese Nackenschmerzen entstehen oft durch eine gestörte Funktion im Zusammenspiel von Ober-und Unterkiefer. Die zahnmedizinische Bezeichnung dafür ist Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) Sie leitet sich ab von Cranium (Schädel), Mandibula (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion).

Diese Störung im Zusammenspiel der Kiefer kann in der Zahnmedizin verschiedenste Ursachen haben. Wird eine Schonhaltung eingenommen, ist ein Zahnschmerz ursächlich verantwortlich. Dieser kann durch eine Karies oder einen entzündeten Zahnnerven bedingt sein.

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Wenn der Zahnersatz zu Nackenschmerzen führt

okklusale Fehlkontakte können zu Nackenschmerzen oder einer Schädigung des Kiefergelenkes führenSchlecht sitzender Zahnersatz durch zu hohe Zahnkronen und Zahnbrücken oder auch Totalprothesen können durch okklusale Fehlkontakte (fehlerhafter Kontakt zwischen Zähnen des Ober- und Unterkiefers) zu Verspannungen und entsprechenden Nackenschmerzen führen, indem das gleichmäßige Aufeinandertreffen der Zähne verhindert wird.

Neben den Nackenschmerzen können diese Fehlkontakte die langfristig zudem zu einer Schädigung des Kiefergelenkes führen. Das können z.B. Zahnfehlstellungen sein, welche später vom Kieferorthopäden durch eine Zahnspange behandelt werden müssen.

Kranke Zähne können zudem sogenannte Parafunktionen wie Zähneknirschen, Fingernägelkauen oder Daumenlutsche, provozieren, die sich dann negativ auf die Muskulatur auswirken und ebenfalls Nackenschmerzen verursachen können.

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Wie kann der Zahnarzt helfen, wenn kranke Zähne Nackenschmerzen verursachen?

Bei größeren Zahnsanierungen bietet sich die Behandlung unter Narkose an.Bei  massiven Zahnproblemen sollte hier die umfassende Zahnsanierung des Zahnbestandes zum Beispiel in Vollnarkose vorgenommen werden. Gerade bei ängstlichen Patienten bietet sich die Sanierung der kranken Zähne in Vollnarkose oder Sedierung beim spezialisierten Zahnarzt an.

Aber auch sogenannte Foci-und Trigger Faktoren, wie ein verlagerter Weisheitszahn oder entzündete Zahnwurzeln, müssen im Vorfeld einer solchen Behandlung erkannt und operativ entfernt oder durch eine Wurzelspitzenresektion behandelt werden.

Auch die Benutzung einer Knirscherschiene (individuell angepasst und aus Kunststoff gefertigt) kann weitere  Zahnschäden sowie Abnutzung der Zähne verhindern, indem sie bei Nacht als Schutz getragen wird. So werden Muskulatur und das Kiefergelenk während der Nacht deutlich entlastet. Daneben sollten chronische Nackenschmerzen durch krankengymnastische und physikalisch-therapeutische Verordnungen unterstützt werden. Daneben können hier die Methoden der Komplementärmedizin wie zum Beispiel Akupunktur oder ganzheitlicher Medizin zum Einsatz kommen.

Hilfe durch einen Physiotherapeuten

Wurde als Ursache ein zahnmedizinisches Problem diagnostiziert, müssen entsprechende zahnärztliche Maßnahmen ergriffen werden, um den Schmerz im Nacken langfristig loszuwerden. Als begleitende Therapie ist der Besuch eines Physiotherapeuten aber in vielen Fällen dennoch sinnvoll.

Dieser löst mit speziellen Handgriffen und medizinischen Massagen auch tief sitzende Verspannungen, die für die Nackenschmerzen verantwortlich sind. Bei zahnbedingten Nackenschmerzen stellt dies jedoch - genau wie die anderen, auf die Muskulatur beschränkten Therapien - lediglich eine Bekämpfung der Symptome dar.

Wie kann man Nackenschmerzen vorbeugen?

In fast allen Fällen kann diesen Schmerzen mit einfachen Mitteln entgegen gewirkt werden. So unterschiedlich die Ursachen sein können, so einfach sind auch die Möglichkeiten, es gar nicht erst zu einem schmerzenden Nacken kommen zu lassen.

Gestaerkte Muskulatur gegen RueckenschmerzenEine der wirksamsten Methoden, ist die sportliche Betätigung. Wer über eine gestärkte Muskulatur verfügt, hat automatisch eine bessere Körperhaltung und beugt somit dem Schmerz effektiv vor. Empfohlen sind hier etwa 3 Mal pro Woche je ca. 30 Minuten Laufen, Walken oder Fahrradfahren. Auch Schwimmen ist ein sehr gutes Mittel für eine gute Muskulatur.

Heutzutage entstehen Rücken- oder Nackenschmerzen in den allermeisten Fällen durch eine Fehlhaltung im Alltag. Da wir sowohl im Beruf - insbesondere bei der Arbeit im Büro - als auch in der Freizeit und Zuhause immer mehr Zeit im Sitzen verbringen, leidet die Körperhaltung leider öfter als es zumeist angenommen wird. Wer viele Stunden am Tag sitzt, sollte deshalb unbedingt kleine Pausen einlegen, in denen kleine gymnastische Übungen gemacht werden. Schon einige Minuten gezielter Dehnübungen helfen dabei, die Muskeln zu entspannen und die Haltung zu verbessern. Weiterhin sollten monotone Belastungen und Fehlhaltungen durch ergonomisch geformte Nackenkissen oder Nackenrollen verhindert oder wenigstens vermindert werden.

Tipps für einen entspannten Nacken

Zusätzlich zur körperlichen Betätigung helfen auch einige Hausmittel dabei, den unangenehmen Schmerz loszuwerden. Wichtig ist es z. B., den Nackenbereich gut zu wärmen. Das kann ein Gang in die Sauna oder ein entspannendes Bad sein, wo ganz nebenbei noch Stress abgebaut wird. Noch besser ist ein spezielles Nackenkissen oder ein im Ofen aufgeheiztes Kirschkernkissen. Wer mit Nackenschmerzen nach draußen geht, sollte außerdem einen Schal gegen die Kälte tragen. Auch wenn es draußen warm ist, ist zumindest ein leichtes Halstuch, welches vor Wind und Zugluft schützt, sehr zu empfehlen.

Veröffentlichungen für einen schmerzfreien Nacken

  • Leitlinien zur Behandlung und Vermeidung des Nackenschmerz des AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) unter www.awmf.de
  • Informationen zu Nackenschmerzen des DEGAM (Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin) unter www.degam.de


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 31.08.2016

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