Mundpilz (Pilzinfektion im Mund)

Pilzinfektionen im Mund - rechtzeitig behandeln

Pilzinfektion im Mund bei einem KleinkindFür die meisten Menschen sind genussvolles Essen und eine gute Mundgesundheit von nicht geringer Bedeutung. Tritt ein pelziges Gefühl im Mund auf, begleitet von Geschmacksstörungen und Schluckbeschwerden, kann dies äußerst unangenehm sein.

Beläge, Entzündungen und Brennen - bei einer Pilzinfektion im Mund kann es zu zahlreichen Beschwerden kommen. Eine frühzeitige Behandlung oder besser noch Vorbeugung ist daher entscheidend. Diese ist allerdings nur mit der entsprechenden Kenntnis möglich.

Inhaltsübersicht

 

Was ist ein Mundpilz?

Pilz auf der ZungeBei einer Pilzinfektion im Mund breiten sich Pilze eines bestimmten Stamms, meist Candida albicans, unkontrolliert auf der Mundschleimhaut aus. Das Gleichgewicht wird gestört und die entsprechenden Gegenspieler fehlen. Denn tatsächlich kommen die Pilze auch bei gesunden Menschen vor, werden hier aber an der verstärkten Ausbreitung gehindert. Verantwortlich hierfür können verschiedene Faktoren sein, die die natürliche und gesunde Balance stören.

Welche Ursachen gibt es?

ImmunsystemWie bereits erwähnt, kommt es bei Patienten mit Pilzinfektionen auf der Mundschleimhaut zu einer Störung des natürlichen Gleichgewichts. Ursachen hierfür können vielfältiger Natur sein, schwächen in der Regel aber das Immunsystem. So können Alter, bereits bestehende Krankheiten, Schwangerschaft und Arzneimittel Auslöser sein. Ebenso wie eine aggressive Therapie, beispielsweise bei Krebserkrankungen. Auch eine einseitige Ernährung, übermäßiger Genuss von Alkohol oder Rauchen zeigen sich verantwortlich, da sie die Mundschleimhaut und den gesamten Organismus belasten.

Gefährdete Personenkreise
Ein besonders großes Risiko, an Pilzinfektionen im Mundbereich zu erkranken, weisen daher die folgenden Personenkreise auf:

  • Säuglinge und Kinder
  • Senioren
  • Menschen mit chronischer Erkrankung
  • Frauen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit
  • Menschen mit einseitiger Ernährung
  • Raucher
  • Personen, die häufig oder viel Alkohol trinken
  • Asthmatiker

 

Welche Faktoren begünstigen eine Pilzinfektion im Mund zusätzlich?

Neben den bereits erwähnten Auslösern finden sich zusätzliche Faktoren, die der Pilzinfektion im Mund Vorschub leisten können. Dazu gehören vor allem bestimmte Medikamente, wie Antibiotika und Kortison sowie Sprays, die gegen Asthma eingesetzt werden. Jedoch zeigen sich oft auch Reizungen problematisch, die die Schleimhaut verletzen und so auf Dauer schwächen. Dazu gehören:

  • Schlecht sitzende Prothesen
  • Reibung durch Zahnspangen oder Piercings
  • Mundtrockenheit
  • Entzündungen des Zahnfleischs
  • Verletzungen durch Fremdkörper oder Nägelkauen


Welche Symptome gibt es?

Belag auf der ZungeBeginnen sich die Pilze auf der Mundschleimhaut auszubreiten, bleibt das nicht lange unbemerkt. Die Symptome einer Pilzinfektion sind hierfür zu störend und oftmals zu eindeutig. Bemerkbar macht sich eine derartige Infektion durch Beläge, ein raues, belegtes oder pilziges Mundgefühl, Schmerzen und Entzündungen, Blutungen sowie Schluckbeschwerden.

Vor allem bei dem Versuch, die weiß-gelblichen Beläge zu entfernen, kommt es häufig zu Blutungen. Zudem wirkt das Zahnfleisch oder die betroffene Mundschleimhaut gerötet und entzündet.

Mundpilz Symptome:

  • Beläge, meist weißlich oder gelblich
  • Unangenehmes Mundgefühl und Brennen
  • Blutungen der betroffenen Bereiche
  • Schmerzen, Schwellungen und Rötungen
  • Beschwerden beim Schlucken


Gefahren und Folgekrankheiten

Karies als Folge von PilzinfektionenBleibt die Pilzinfektion im Mund unbehandelt und bestehen die auslösenden Faktoren weiterhin, kann sich die Krankheit ausbreiten. Das hat nicht selten ernste Folgen für die gesamte Gesundheit. Zum einen kann es zu einer ausgesprochen schmerzhaften Entzündung der oberen Speiseröhre kommen, was Betroffene empfindlich an der Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit hindert.

Mundpilze bei Babys sind keine SeltenheiteEin lange bestehender Mundpilz kann also zu Gewichtsverlust und Dehydration führen. Gerade bei ohnehin oder bereits geschwächten Betroffenen - wie Säuglingen - sollte dieses Risiko nicht unterschätzt werden. Hinzukommen sekundäre Infektionen, denen durch die Pilze der Weg geebnet wird.

Zudem kann die Mundflora nachhaltig zerstört werden, wodurch sie vermehrt schädliche Keime ausbreiten können. Parodontose und Karies treten dann vermehrt auf.

Als letztes Risiko ist die Ansteckung anderer Bereiche zu nennen, wenn diese oder der ganze Organismus ebenfalls geschwächt sind.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ist die Pilzinfektion im Mund einmal ausgebrochen, erfolgt die Verbreitung oft explosionsartig. Ausgehend von einer kleinen betroffenen Stelle kann sich über Nacht also im gesamten Mund ein Belag zeigen. Zudem setzen sich die Pilze oft in Fissuren der Zähne, in durch Karies geschädigten Bereichen und Zahnfleischtaschen fest und nisten sich hier förmlich ein.

Tinkturen gegen MundpilzEin einfaches Einreiben der sichtbar betroffenen Stellen reicht als Therapie also nicht aus. Stattdessen müssen Tinkturen und andere Präparate möglichst im gesamten Mund angewendet und geschluckt werden, um auch die Speiseröhre von den Pilzen zu befreien. Eingesetzt werden sogenannte Antimykotika, also Anti-Pilz-Mittel.

Üblich sind:

  • Miconazol
  • Nystatin
  • Amphotericin
  • Fluconazol


Über die jeweilige Eignung des Medikaments im individuellen Fall entscheidet der Zahnarzt. Zusätzlich können bei der Pilzinfektion Hausmittel und unterstützende Therapien Anwendung finden. Spülungen mit Myrrhe, Salbei oder Arnika sind oft empfehlenswert.

Wie kann einer Pilzinfektion im Mund vorgebeugt werden?

Mundhygiene gegen PilzinfketionenUm Pilzinfektionen im Mund vorzubeugen, ist eine gründliche Hygiene entscheidend. Regelmäßiges und richtiges Putzen der Zähne gehört hierzu ebenso, wie das Ausspülen des Mundes. Zudem sollte gerade bei Säuglingen, die sehr häufig unter der sogenannten Candidose leiden, auf Sauberkeit geachtet werden. Schnuller, Nuckel und alles andere, was mit dem Speichel in Berührung kommt, ist regelmäßig zu sterilisieren. Stillende Mütter sollten zudem ihre Brustwarzen desinfizieren und durch spezielle Cremes pflegen, um Risse zu verhindern.

Die folgenden Tipps können weiterhin bei der Prophylaxe helfen:

  • Zahnbürsten häufig wechseln, nach Gebrauch gründlich reinigen und trocknen lassen
  • Auf den übermäßigen Konsum von Tabak, Alkohol und stark zuckerhaltigen Produkten verzichten
  • Viel Wasser trinken
  • Auf eine gesunde Lebensweise achten
  • Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich abspülen

Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 31.07.2015

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