Zahnentzündung

Eine Zahnentzündung kann zu heftigen Zahnschmerzen und später zum Zahnverlust führen

Eine Zahnentzündung kann akut heftige Zahnschmerzen verursachen. Besondere Vorsicht ist allerdings bei einem chronischen Verlauf geboten. Die Gefahr besteht bei einer chronischen Entzündung im Knochen darin, dass langfristig Keime in unser Blut- und Abwehrsystem ausgeschwemmt werden können. Durch die Immunreaktion des Körpers können sich aus einer solchen Zahnentzündung langfristig auch chronische Erkrankungen des Gesamtorganismus entwickeln.

Die Ursachen einer Zahnentzündung können vielfältiger Natur sein. Dies liegt darin begründet, dass der Zahn nicht nur aus einer harten Oberfläche, sondern zusätzlich aus einem weichen Innengewebe besteht, das als Pulpa oder Zahnmark bezeichnet wird. Hier finden sich die feinen Nervenfasern, die Lymph- und Blutgefäße sowie das Bindegewebe. Dieses Zahnmark kann sich durch verschiedene Ursachen entzünden und mit Bakterien infiziert werden. Schuld daran ist nicht immer nur die allseits bekannte Karies. Auch Risse oder Spalten in Zahnfüllungen können zu einer Entzündung führen, ebenso wie ein abgebrochener Zahn. Manchmal ist keine äußere Ursache zu finden, was die Erkennung beim Ausbleiben von Symptomen erschwert.

InhaPulpa und Zahnltsübersicht

    1. Welche Entzündungs-Symptome gibt es?
    2. Was können Folgen von Zahnentzündungen sein?
    3. Pulpitis - Was sind die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten?
      1. Infiltrate - Welche Symptome, Ursachen und Behandlungsformen gibt es?
        1. Fistel - Ursachen, Behandlung und Vorbeugung dieser Entzündungsform


        Welche Entzündungs-Symptome gibt es?

        Entzündung des Zahns in schematischer DarstellungHäufig verursacht die Zahnentzündung beim Patienten zunächst keine akuten Schmerzen. Typisch ist eine gesteigerte Empfindlichkeit für Hitze und/oder Kälte.Manchmal schmerzt der Zahn ohne besonderen Grund für eine Weile und scheint dann wieder in Ordnung zu sein.

        Solche Entzündungen werden häufig ignoriert oder mit Zahnschmerztabletten behandelt. Falls Sie bei sich solche Symptome beobachten, sollten Sie auf jeden Fall den Zahnarzt darauf hinweisen. Bleibt eine Entzündung über längere Zeit unbemerkt, können sich gravierende Folgen für den Organismus ergeben.

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        Was können Folgen von Zahnentzündungen sein?

        Mit diesen Folgen sind im Übrigen nicht nur die direkten Auswirkungen auf den Kiefer und den Zahnhalteapparat (Erkrankung des Parodonts) gemeint, die durch lange bestehende Entzündungsprozesse entstehen können, sondern auch Erkrankungen, die den gesamten Körper betreffen. So ist beispielsweise seit langem bekannt, dass durch einen permanenten Herd einer Zahnentzündung Bakterien in die Blutbahn geschwemmt werden können, wodurch sie an andere Stellen im Körper gelangen. Schwerwiegende Folgeerkrankungen wie eine Herzentzündung können die Folge einer zunächst harmlos anmutenden Entzündung sein.

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        Eine Zahnentzündung gefährdet langfristig den Zahnapparat

        Carie profunda BehandlungAber auch dann, wenn die Folgen für den gesamten Körper nicht gravierend sind, sollten Sie die Entzündung in keinem Fall ignorieren. Auch wenn es den Anschein hat, dass das Immunsystem zunächst mit dem Problem fertig wird, kann es sein, dass sich Bakterien festsetzen und
        für einen Rückgang der Knochen-
        substanz im Kiefer sorgen.

        Verlust der Zahnstabilität durch Knochenschwund und Zahnverlust

        Eine solche Schädigung des Kiefers und der Zahnfleischrückgang ist schwierig zu behandeln und kann den gesamten Zahnhalteapparat nachhaltig beeinträchtigen. Aus diesem Grund ist es ratsam, mit jedem Verdacht einer Zahnentzündung, insbesondere bei andauerndem Zahnschmerz,  zum Zahnarzt zu gehen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die die Behandlungsmethoden in diesem Bereich stark verbessert. Mussten entzündete Zähne früher noch entfernt werden, kann heute eine gezielte Anwendung von Antibiotika oder eine umfassende Wurzelbehandlung zur Erhaltung des entzündeten Zahnes erfolgen.

        Im Folgenden werden konkreter die verschiedenen Arten von Zahnentzündungen beschrieben.

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        Pulpitis - Was sind die Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten?

        Zahn mit Nerv und Blutgefäßen

        Wenn das Zahnmark entzündet ist

        Tief im Inneren des Zahnes sitzt die Pulpa, das Zahnmark. Ist das Mark entzündet, handelt es sich um eine sogenannte Pulpitis, eine Form der Zahnentzündung und eine der häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen. Sie entsteht, wenn der Körper als Reaktion auf eine Reizung der Pulpa verstärkt Blut in die betroffene Region pumpt.

        Zusätzlich werden Botenstoffe ausgeschieden, die das Immunsystem ankurbeln sollen. Beide Prozesse reizen die feinen Zahnnerven, die im Zahnmark enden, auf mechanische und chemische Weise. Ein unangenehmer Schmerzreiz entsteht. Typisch für die Zahnmarksentzündung sind schubweise auftretende oder anhaltende Schmerzen. Der Schmerzsymptomatik kann in diesem Stadium mit einem Schmerzmittel (Analgetika) erfolgreich begegnet werden.

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        Symptome einer Pulpitis

        Tiefe Kariesläsion am Eckzahn

        Grundsätzlich lässt sich die Pulpitis in eine reversible (lokal begrenzte oder kurzzeitige) sowie eine chronische Form der Entzündung unterscheiden. Der Zahnarzt kann anhand der vom Patienten beschriebenen Schmerzart auf eine der beiden Formen der Erkrankung schließen. Tritt ein stechender Schmerz in Folge einer thermischen, chemischen oder
        mechanischen Reizung auf und klingt zeitnah
        wieder ab, handelt es sich um eine reversible Pulpitis.

        Ist der Schmerz hingegen andauernd und von pulsierender, in die gesamte Mundhöhle strahlender Qualität, die eine genaue Lokalisierung der Schmerzquelle unmöglich macht, liegt die chronische Form der Erkrankung vor.
         
        Die Schmerzintensität ist sekundär, da auch eine chronische Pulpitis gelegentlich komplett symptomfrei verlaufen kann. Beide Schmerzvarianten lassen sich der Entzündung an der Zahnwurzel zuordnen und erfordern zahnärztlicher Fürsorge.

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        Ursachen einer Pulpitis

        Pulpitis - Eine skizzierte Darstellung des menschlichen Backenzahns

        Diese Zahnentzündung hat in der Regel eine bakterielle Ursache, kann aber auch aufgrund einer mechanischen oder chemischen Reizung entstehen. Bakterien können aufgrund von Kariesläsionen oder durch kleine Frakturen, Risse oder brüchige Zahnfüllungen tief in den Zahn hineindringen und die Entzündung verursachen. Ein weiterer Grund für eine Pulpitis ist die Ausbreitung
        von Bakterien bedingt durch eine Zahnfleisch- oder
        Kieferentzündung. Dann gelangen die Mikroorganismen
        über die Wurzel ins Zahnmark.

        In Ausnahmefällen kann auch die Ansteckung über den Blutstrom beobachtet werden, wenn weitere akute Entzündungsherde im Körper unbehandelt verbleiben.

        Gründe für Zahnmarksverletzungen

        • Mechanische Einwirkung (zahnärztliche Behandlung, Unfall, Biss auf etwas Hartes, andauernde Belastungen durch Kieferfehlstellungen oder Zähneknirschen)
        • Chemische Einwirkung (zahnärztliche Behandlung, Empfindlichkeit gegen Zahnfüllung oder Zahnersatzmaterial)

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        Behandlung der Pulpitis

        Wurzelbehandlung - entzündeter Zahn

        Unbehandelt bedeutet eine Pulpitis nicht nur Schmerzen, sie ist auch eine Brutstätte für Bakterien und sollte daher in jedem Fall kuriert werden. Die reversible Form der Krankheit lässt sich durch die Entfernung der Zahnentzündungsursache, zumeist Karies, in Schach halten. Im Fall der irreversiblen Pulpitis erfolgt zusätzlich zur Kariesbehandlung eine Behandlung des Wurzelkanals. Entzündetes Gewebe wird dabei aus den Wurzelkanälen entfernt und die Hohlräume werden versiegelt.

         

        Bereits stark zerstörte Zähne müssen entfernt werden. Zusätzlich kann eine antibiotische Therapie helfen, die bakterielle Infektion einzudämmen.

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        Infiltrate - Welche Symptome, Ursachen und Behandlungsformen gibt es?

        Infiltrate können einen Abszess am Zahn hervorrufen

        Als Infiltrat bezeichnet der Mediziner eine Ansammlung von Schadstoffen und Immunzellen im Weichgewebe des Zahnhalteapparates. Solche Infiltrate zeigen tiefer sitzende Entzündungsprozesse an (beispielsweise am Kiefer oder Zahnmark) und können
        zu einem Abszess heranreifen.

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        Symptome und Ursachen von Infiltraten

        Oberflächlich zeigt diese Form der Zahnentzündung kaum Symptome, sie lässt sich lediglich als eine nicht klar abgrenzbare, druckempfindliche Wölbung am Zahnfleisch identifizieren. In der Regel gehen einem Infiltrat erhebliche Beschwerden zuvor, die aus einer unbehandelten Pulpitis,
        einer Wurzelspitzenentzündung oder
        einer Knochen- oder Knochenhautentzündung
        resultieren.

        Mit dem Erscheinen des Infiltrats erreicht die tiefer sitzende Entzündung die Oberfläche, das Zahnfleisch. Damit einher geht, dass die Schmerzsymptome nachlassen. Die zugrundeliegende Erkrankung heilt jedoch nicht selbständig ab und ist weiterhin behandlungsbedürftig. Unbehandelt führen Infiltrate zur Bildung eines Abszesses oder einer Phlegmone.

        Bleibt die Entzündungsursache erhalten und kann der Körper die Abbauprodukte der Immunreaktion nicht ungehindert abtransportieren, entsteht aus den abgestorbenen Zellen, Bakterien und Geweberesten schließlich Eiter. Der Körper kann versuchen den Eiterherd vom Körper abzugrenzen und bildet dazu eine schützende Membran, ein abgekapselter Abszess entsteht. Alternativ kann sich die eitrige Entzündung auch ungehindert ausbreiten. Ist das Erscheinungsbild diffus und flächenhaft, spricht der Mediziner von einer Phlegmone.

        Als Ursachen für Infiltrate können Wurzelspitzenentzündungen und entzündete Zahnfleischtaschen angeführt werden. Auch an bereits zahnärztlich behandelten Stellen können Infiltrate auftauchen.

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        Behandlung von Infiltraten

        Wangeninfiltrat

        Ein Infiltrat an sich ist nicht unbedingt behandlungsbedürftig. Da Infiltrate aber ein Hinweis auf ein tiefer sitzendes, unter Umständen weitreichendes Entzündungsgeschehen sind, sollte die Behandlung zur Beseitigung der Entzündungsursache nicht aufgeschoben werden.

        Liegt die Ursache des Infiltrats in einer Wurzelspitzenentzündung, stehen die Wurzelspitzenresektion oder das Ziehen des Zahns zur Wahl. Handelt es sich um eine Erscheinung aufgrund von entzündeten Zahnfleischtaschen, stellt die Kürettage in Verbindung mit einer Antibiotikatherapie die beste Vorgehensweise dar.

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        Fistel - Ursachen, Behandlung und Vorbeugung dieser Entzündungsform

        Zahnschmerzen

        Fisteln stellen eine Reaktion des Körpers auf schädliche Einflüsse dar. Sie bilden sich aufgrund von Entzündungen der Mundschleimhaut oder der Zähne, Wunden im Rachen- oder Mundraum sowie bedingt durch Druckstellen aufgrund von unpassendem Zahnersatz. Auch mangelnde Mundhygiene und virale Infekte können in einer Mundfistel resultieren. Der erste Schritt besteht in der Identifikation der Ursache für die Fistel.

        Ursachen einer Fistel in Überblick

        • Mundschleimhautentzündung
        • Zahnentzündungen
        • Viraler Infekt
        • Wunden im Mund- und Rachenraum
        • Druckstellen durch Zahnprothesen
        • Mangelhafte Mundhygiene
        • entzündete Wurzelspitzen
        • entzündete Zahnfleischtaschen

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        Die Fistel - eine natürliche Reaktion des Körpers

        Fistelgang an Zahnwurzel

        Bei dieser Entzündungsform handelt es sich um röhrenförmige Verbindungen, die zum Ab- und Durchfluss von entzündungsbedingten Wundflüssigkeiten und Eiter dienen. Die Fistel kann aus einem Gang oder aus einem ganzen Netz solcher Fistelgänge bestehen. Begleitet wird die Mundfistel von Symptomen wie Schwellung, Schmerzen, Juckreiz und Druckgefühl. Sie geht in der Regel mit einer bakteriellen Entzündung einher und muss häufig operativ behandelt werden.

        Behandlungsmethoden bei Mundfisteln

        Mundfisteln können sowohl eine Begleiterscheinung als auch ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen. Die Beschwerden verschwinden nicht von selbst, unbehandelt kann sich eine Fistel sogar noch weiter ausdehnen. Deshalb gilt es in erster Linie die Ursache für die Entstehung der Fistel ausfindig zu machen und die Infektionsquelle zu beseitigen. Je nach Ursache, Größe und Sitz der Fistel, kann eine operative Behandlung erforderlich werden. Bei der chirurgischen Entfernung wird die Mundfistel offen gelegt und entleert. Um ein Abklingen aller entzündlichen Prozesse zu beschleunigen, wird zeitgleich mit Antibiotika behandelt. Mit der Beseitigung der Ursache bilden sich die Fistelgänge selbstständig wieder zurück.

        Fisteln vorbeugen

        Tiefe Karies als Ursache für chronische Zahnentzündung

        Betrachtet man die Mundhöhle, wundert es nicht, dass es sich um keine keimfreie Zone handelt. Einige Bakterien sind der gesunden Mundflora zuträglich, andere wiederum können den Organismus schädigen. Um dies zu verhindern, ist die Mundhöhle mit einer komplexen Mundschleimhaut ausgestattet,
        die zur Aufgabe hat, schädliche Bakterien,
        Viren und Pilze abzuwehren.

        Nur eine intakte Mundschleimhaut kann dieser Aufgabe gerecht werden. Wird die Schleimhaut verletzt, reagiert sie mitunter mit einer Fistel. Eine gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt verhelfen zur Mundgesundheit und beugen der Bildung von Fisteln vor. Der Zahnarzt nimmt das Zahnfleisch, die Mundschleimhaut und die Zähne bei der Vorsorgeuntersuchung routinemäßig in Augenschein und kann frühzeitig die Bildung von Mundfisteln verhindern.

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        Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie, Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei  Berlin (Potsdam Mittelmark)



        Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 05.10.2016

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