Parodontose (Parodontitis)


  • Zahnfleischentzündung (Gingivitis) - Die Vorstufe einer Parodontose erkennen und zielgerichtet therapieren

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  • Plaque - Leitschiene für Gingivitis und Parodontose - Sichere Entfernung durch professionielle Zahnreinigung

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  • Kann durch eine Parodontaloperation Parodontose ausgeheilt werden?

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  • Knochenschwund ist ein Leitsymptom bei Parodontose und muss schon vor einer Implantation mit Zahnimplantaten verhindert werden

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  • Parodontose (Parodontitis) - schmerzfreie Parodontalbehandlung

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  • Tiefe Zahntaschen und Knochenabbau bei Parodontose

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  • Lockere Zähne - Endresultat einer unbehandelten Parodontose?

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  • Zahnfleischbluten - oft unterschätztes Risiko einer Parodontose?

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  • Mundgeruch - Kommt ein schlechter Atem von Parodontose?

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Parodontose (Parodontitis) - schmerzfreie Parodontalbehandlung

Parodontose ist eine Infektionskrankheit, die unbehandelt unweigerlich zum Zahnverlust führt.Parodontitis oder auch Parodontose ist eine Infektionskrankheit, die sogar häufiger zum Zahnverlust führt als Karies. Die Parodontose (med. Parodontitis)  tritt heuzutage immer häufiger auf. Der Grund dafür ist die gestiegene Lebenserwartung durch den Fortschritt der Zahnmedizin.

Dank besserer Zahnhygiene, die eine optimierte Entfernung der Zahnbeläge ermöglicht hat, haben selbst ältere Menschen immer länger ihre natürlichen Zähne. Was einerseits eine sehr positive Entwicklung darstellt, ist allerdings auch mit dem vermehrten Auftreten von typischen Alterserkrankungen, wie z.B. der Parodontose, verbunden. Die Entwicklung geeigneter Diagnose- und Therapieverfahren in der Parodontosebehandlung ist daher eine der größten Herausforderungen der modernen Zahnheilkunde im Kampf gegen die Zahnfleischerkrankung.

Inhaltsübersicht


Was ist Parodontose?

Es handelt sich bei der Parodontitis um eine Entzündungskrankheit, die weltweit Millionen von Menschen betrifft und durch eine Ansammlung von Bakterien am Zahnfleischrand (Zahnfleischentzündung) hervorgerufen wird. Spezielle Bakterien, genetische Veranlagung und mangelnde Mundhygiene beeinflussen den chronischen Krankheitsverlauf einer Parodontose (Parodontitis). Unzählige Bakterien im Mund haften sich tagtäglich durch Essen und Trinken in Biofilmen (Plaque) auf den Zahnoberflächen und Zahnfleisch an. Weden sie nicht gründlich entfernt, lösen sie entzündliche Infektionen im Gewebe rund um den Zahn und das Zahnfleisch aus. Im Verlauf kann auch der Kieferknochen (Zahnbett) davon angegriffen werden. Man spricht dann von einer Zahnbetterkrankung.

Eine Parodontitis ist chronisch und schreitet langsam in Intervallen voran.

Die Parodontose ist eine chronische, zyklisch fortschreitende Erkrankung. Aus diesem Grund sind die gründliche und regelmäßige Prophylaxe sowie langfristige Nachsorge bzw. Kontrolltermine  nach einer Parodontalbehandlung grundlegend wichtig.

Woher kommt sie und wie verläuft sie?

Die Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festgesetzt haben, werden bei gutem Immunsystem für gewöhnlich durch körpereigene Antikörper außer Gefecht gesetzt. Ist das Immunsystem etwas geschwächt oder von der Menge an Bakterien überfordert (z.B. bei schlechter Mundhygiene), kommt es zunächst zu einer Zahnfleischentzündung, der so genannten Gingivitis. Sie zeigt sich durch Schwellungen und Blutungen bei Berührungen oder dem Zähneputzen.

Bei der Parodontitis geht das Zahnfleisch langsam zurück. Auch der Kieferknochen kann im Verlauf betroffen sein.

Sobald die Entzündung auf das Zahnbett übergeht, spricht man von einer Parodontitis. Dabei geht das Zahnfleisch durch die Entzündung zurück und löst sich vom Zahn. Hier entstehen nun Zahntaschen, die einen noch besseren Nährboden für die Bakterien bieten und eine Prozesse einer weiteren Entzündung fördern. Eine Reinigung mit der Zahnbürste reicht oftmals nun nicht mehr aus.

Die Bakterien können sich einen optimalen Weg zur Zahnwurzel und dem Haltegewebe (Zahnhalteapparat), manchmal bis in den Kieferknochen, suchen. Somit greift sie die zahnstützenden Strukturen (Zahnzement, Kieferknochen) an. Ist die Zahnstützfunktion zusammengebrochen, bildet sich um den Zahn herum eine Zahnfleischtasche (ein Defekt) mit Knochenschwund im Zahnbett. Wenn man zulässt, dass der Prozess fortschreitet, vertiefen sich diese Parodontaldefekte und es besteht die Gefahr, dass der Zahn auf lange Sicht ausfällt.

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Welche Symptome treten bei Parodontose auf?

Die ersten Anzeichen einer Parodontitis sind häufiges Zahnfleischbluten und Mundgeruch.

Die Symptome für Parodontose sind in erster Linie häufiges Zahnfleischbluten und Mundgeruch. Sobald Sie diese Probleme bei sich beobachten, sollten Sie zum Zahnarzt gehen. Dieser wird dann auf der Basis spezifischer Untersuchungsmethoden feststellen, ob es sich tatsächlich um Parodontitis bzw. Parodontose handelt. Im weiteren Verlauf der Erkankung kommen zum Zahnfleischbluten noch zurückgehendes Zahnfleisch und dadurch im Laufe der Zeit auch freiliegende Zahnhälse hinzu.

Diese sehen nicht nur unschön aus und vermitteln unter Umständen den Eindruck ungepflegter Zähne, sondern sind zudem sehr schmerzempfindlich. Wenn Sie Heißes oder Kaltes zu sich nehmen oder die Zahnhälse mit kalter Luft in Berührung kommen, ist oft ein heftiger, kurzer und sehr unangenehmer Schmerz spürbar. Als Begleiterscheinung einer fortschreitenden Parodontose können außerdem auch Entzündungserkrankungen durch geschwächte Abwehrprozesse des Körpers im Körper auftreten.

Symptome der Parodontose im Überblick:

  • Zahnlockerung kann im Rahmen einer Parodontitis durch eine unbehandelte, voranschreitende Zahnfleischentzündung entstehen.

    Zahnfleischbluten
  • Mundgeruch
  • freiliegende Zahnhälse und dadurch Schmerzempfindlichkeit (heiß, kalt)
  • evtl. Entzündungserkrankungen im Körper
  • Zahnlockerung

Ist Parodontose ansteckend?

Viele Menschen wissen es nicht, aber Parodontose ist eine ansteckende Infektionskrankheit. In der Mundhöhle eines Menschen leben mehr als 600 verschiedene Bakterien, wovon nur ein geringer Teil krankheitserregend ist. Zu diesen Erregern zählen die für die Entwicklung einer Parodontose verantwortlichen Bakterien. Wissenschaftliche Studien belegen die Übertragbarkeit eines Teils dieser krankmachenden Erreger.

Die Übertragung erfolgt über den Speichel, in dem sich die krankmachenden Erreger befinden. Dadurch ist eine Übertragung auf Säuglinge gleichermaßen möglich wie auf größere Kinder oder den Partner. Ob die Erkrankung ausbricht, hängt vom Immunsystem der Betroffenen und anderen Faktoren wie Rauchen, Ernährung oder die Einnahme von Medikamenten ab. Erkrankt ein Familienmitglied an Parodontose, kann es sinnvoll sein, nach Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt, auch bei den aktuell symptomfreien Familienmitgliedern eine Parodontose-Therapie durchzuführen.


Wie kann Prophylaxe davor schützen?

Prophylaxe ist wichtig, um eine Zahnfleischerkrankung zu verhindern. Die Basis dafür ist Ihre Mundpflege zu Hause.

Eine gute Prophylaxe ist sicherlich die beste Basis, um bereits die Entstehung einer Parodontose zu verhindern. Eine gründliche und vor allem regelmäßige Zahnreinigung und -hygiene ist natürlich die Grundvoraussetzung dafür - diese haben Sie selbst in der Hand.

Zahnarzt Dr. Seidel empfiehlt bei Parodontalerkrankungen:

Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnseide und Mundwasser umfassend erledigen.Wechseln Sie regelmäßig die Zahnbürste, nutzen Sie Zahnseide und ein mildes Mundwasser, um die Bakterien in Schach zu halten. Ergänzend empfiehlt es sich, ein oder zwei Mal im Jahr, eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt, bei der er alle Zahnbelage (Zahnstein) schonend entfernt.

Die Früherkennung von Parodontose spielt zudem in der modernen Zahnarztpraxis eine sehr wesentliche Rolle. Bei Ihrem regulären Zahnarztbesuch sollten Sie etwaige Symptome nennen.

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Wie diagnostiziert der Zahnarzt eine Parodontose (med. Parodontitis)?

Durch einen Abstrich ermittelt der Zahnarzt, ob Parodontitisbakterien im Mund vorhanden sind.

Grundsätzlich gilt: Je früher eine Parodontose erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Üblicherweise kommen zu diesem Zweck spezielle Gentests in Betracht.  Wer glaubt, dass sie in erster Linie auf einer mangelhaften Mundhygiene basiert, der irrt. Fakt nämlich ist, dass fast ein Drittel der Bevölkerung eine genetische Veranlagung für Parodontose haben.

Ein Paro-Gentest oder Keimtest auf Parodontosebakterien kann helfen, zu ermitteln, wie hoch das individuelle Risiko, daran zu erkranken, ist. Es handelt sich bei diesem Gentest um einen vollkommen schmerzfreien Abstrich, der binnen kürzester Zeit in der Zahnarztpraxis vorgenommen werden kann. Hat der Gentest ein erhöhtes Risiko erbracht, ist eine besondere Zahnhygiene erforderlich. Auch auf das Rauchen sollte man in diesem Fall möglichst verzichten, da es das Ansetzen von Bakterien begünstigt.

Welche Behandlungen nimmt der Zahnarzt bei Parodontitis und Parodontose vor?

Im Rahmen einer Parodontaltherapie behandelt der Zahnarzt oder Parodontologe, je nach Stadium der Erkrankung, die verschiedenen Auswirkungen der Parodontose. Dazu gehören die freiliegenden Zahnhälse.

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Behandlung freiliegender Zahnhälse in Folge von Parodontalerkrankungen

Freiliegende Zahnhälse können mit eigenem Gewebe behandelt werden.

Freiliegende Zahnhälse und zurückgegangenes Zahnfleisch (Zahnfleischschwund) sehen nicht nur unschön aus, sondern sie verursachen auch Zahnschmerzen bei Berührung oder Temperaturveränderung - ob durch Heißes oder Kaltes.

Durch mikrochirurgische Eingriffe unter dem Operationsmikroskop können ästhetische Rehabilitationen am Zahnhals oder an der Implantatschulter mit eigenem Gewebe vorgenommen werden. Diese Operation belastet den Patienten meist nur gering und erfolgt üblicherweise in Lokalanästhesie ohne Zahnschmerz (Zahnweh) bei der Parodontalbehandlung.

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Einsatz von Emdogain bei Parodontitis 

Messung der Zahnfleischtaschentiefe mit Parodontalsonde

Emdogain ist ein Produkt, das die Wiederherstellung des Zahnhalteapparats fördert, nachdem dieser aufgrund der Parodontitis zerstört wurde. Damit kann es dazu beitragen, den betroffenen Zahn oder Zähne im Zahnhalteapparat zu retten statt ihn zu extrahieren.

Emdogain hilft dem Zahn und Zahnfleisch bei der Regeneration.

Bei Emdogain handelt es sich um ein durch den Körper resorbierbares Material aus Proteinen, die zur leichten Anwendung in Form eines Gels vorgemischt sind. Vom menschlichen Körper selbst wird dieses Protein während der Zahnentwicklung produziert. Das bei der Parodontitisbehandlung in unserer Praxis eingesetzte künstlich hergestellte Emdogain wird auf die Zahnwurzeloberfläche appliziert und führt zur Wiederherstellung von Zahnzement, Fasern und Kieferknochen. Ein Zahnausfall wird somit durch eine Stabilisierung des Zahnbetts verhindert.

Da die Parodontose eine langsam verlaufende Erkrankung mit aktiven und passiven Phasen darstellt ist eine rechzeitige Erkennung dieser extrem wichtig für einen positiven Therapieverlauf.

Parodontosebehandlung mit dem Laser

Der Laser kommt immer häufiger bei der Parodontalbehandlung zum Einsatz.

Durch einen gewissen Paradigmenwechsel in der Parodontitis-Therapie währen der letzten Jahre rückt inzwischen die nicht-chirurgische Parodontitisbehandlung von Zahntaschen mittlerer Tiefe (4-5 mm) in den Vordergrund. Die meisten Patienten mit Parodontose werden inzwischen auf diese Weise behandelt.

Laser können gerade hier in Verbindung mit Scaling und Root planing bei einer tiefen Parodontitis ihre Vorzüge ausspielen und Zahnfleischschmerzen sicher beseitigen.

Übersicht Therapieverfahren unserer oralchirurgischen Zahnarztpraxis:

  • Bakteriologische und genetische Früherkennungs-Tests
  • Einleitende Parodontose-Diagnostik
  • Vorbehandlung und erhaltende Therapie von Zahnersatz
    (Prophylaxe und Dentalhygiene mit Fachpersonal)
  • Tiefenreinigung der Zahntaschen
  • offene Zahnfleischbehandlung
  • Guided Bone Regeneration (GBR/GTR-Technik)
    (Knochenregeneration im Sinne des SIC
  • nach Keimbestimmung einer Parodontose 
  • Mikrochirurgische Zahnfleischästhetik
  • Behandlung von Zahnfleischrückgang
  • präprothetische Behandlung zur Festigung von wichtigen Pfeilerzähnen
  • Antimikrobielle Photodynamische Therapie mit dem Laser

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Was kostet eine Parodontosebehandlung?

Die Kosten für eine Parodontosebehandlung können - je nach Zahnarzt - variieren. Allerdings werden diese von den gesetzlichen Krankenkassen meist nur bis zu einem Anteil von 30 bzw. 40 Euro übernommen. Anders hingegen die Privatkassen: Sie tragen in der Regel 100 Prozent der Behandlungskosten, welche meist zwischen 80 und 150 Euro betragen können.

Wie kann man Parodontose am besten vorbeugen?

Die Parodontose ist eine heimtückische Erkrankung des Zahnfleisches, die im schlimmsten Fall bis zur Zerstörung des Zahnhalteapparates fortschreitet. Trotzdem erkranken viele Menschen daran. Dabei ist die Vorbeugung ausgesprochen einfach. Die einfachste Methode, Zähne und Zahnfleisch vor der Parodontose zu schützen, ist eine äußerst sorgfältige Mundhygiene kombiniert mit dem regelmäßigen Besuch des Zahnarztes, der mindestens einmal jährlich als Pflichttermin im Kalender eingetragen werden sollte.

Vorbeugung durch den Patienten

Zahnseide hilft bei der Mundhygiene und sorgt dafür, dass sich auch Parodontosebakterien in den Zahnzwischenräumen nicht ansiedeln.Am besten beugen Sie einer Parodontose durch Ihre tägliche, gründliche Mundpflege vor. Dazu zählt regelmäßiges Reinigen der Zähne mit einer weichen Zahnbürste. Diese Reinigung erfolgt mindestens zweimal am Tag. Warten Sie nach einer Mahlzeit ungefähr eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen, um den Zahnschmelz zu schonen.

Die Zahnzwischenräume sowie die natürlichen Zahnfleischtaschen in den Zahnzwischenräumen werden sorgfältig mit Zahnseide gereinigt. Verwenden Sie für die Zahnzwischenraum-Reinigung lieber Interdentalbürstchen, sollten Sie trotzdem nicht auf die Zahnseide verzichten und diese zusätzlich verwenden, um den Raum zwischen Zähnen und Zahnfleisch gründlich von kleinsten Speiseresten und Belägen zu reinigen.

Noch wichtiger ist eine sorgfältige Mundhygiene für Raucher, da diese ein stark erhöhtes Risiko (fünf- bis sechsfach) haben, an Parodontose zu erkranken. Da auch eine schlecht behandelte Diabetes zu den Risikofaktoren zählt, muss diese Grunderkrankung effektiv behandelt werden. 

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Parodontose - welche Zahnpasta?

Zeigen sich bereits Symptome einer Parodontose, trägt die Wahl der Zahncreme nicht mehr erheblich zur Bekämpfung der Parodontose bei. Dies liegt daran, dass sich die Erkrankung unterhalb des Zahnfleischsaumes im Zahnbett ausbreitet, das weder von der Zahnpasta noch von der Zahnbürste erreicht wird. Liegt eine zusätzliche Entzündung des Zahnfleisches vor, eine sogenannte Gingivitis, bieten sich Zahncremes mit nachgewiesener entzündungshemmender und adstringierender (zusammenziehend) Wirkung an. Empfehlenswert sind Mundspülungen mit dem Wirkstoff Triclosan. Im besten Fall erfolgt vor einer selbst gewählten Behandlung jedoch die Rücksprache mit dem Zahnarzt, der die für den individuellen Fall ideal geeigneten Mundlösungen oder Pasten empfiehlt.

Trotzdem kann die Behandlung einer Parodontose mit der richtigen Zahnpaste unterstützt werden, indem auf sogenannte sanfte Zahncremes ausgewichen wird. Diese enthalten einen geringeren Anteil an Putzkörpern zur Entfernung des Zahnbelags und schonen das Zahnfleisch sowie das oft durch Zahnfleischrückgang freiliegende Zahnbein. Wie mild eine Zahncreme putzt, zeigt sich am auf der Tube angegebenen RDA/REA-Wert. Je niedriger dieser Wert ist, umso feiner sind die enthaltenen Putzkörper.

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Vorbeugende Maßnahmen durch den Zahnarzt

Unterstützt werden die durch den Patienten gesetzten Maßnahmen durch die regelmäßige professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt. Diese erfolgt im Normalfall einmal jährlich. Ergänzt wird die professionelle Säuberung der Zähne mit regelmäßigen Kontrollen des Zahnfleisches. Bildet sich trotz aller Sorgfalt bei der Mundhygiene eine leichte Entzündung des Zahnfleisches, kann diese umgehend und mit einfachen Mitteln behandelt werden, um die Entstehung von Parodontose zu verhindern. Ein wichtiger Punkt ist die korrekte Reinigung der Zähne im Alltag. Denn so mancher Patient ist so intensiv um die Zahnreinigung bemüht, dass er dabei den Zahnschmelz schwer beschädigt. Ihr Zahnarzt berät Sie gerne zur richtigen Handhabung von Zahnbürste und Zahnseide und empfiehlt eine Zahnpaste, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

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Vorbeugung bei erblicher Vorbelastung

Regelmäßige Kontrollen des Zahnfleisches beugen vorDie vererbbare Form der Parodontitis weist einen aggressiveren Krankheitsverlauf auf. Trotz einer durchgängig hervorragenden Mundhygiene kann es zum Auftreten einer Parodontose kommen. In diesem Fall schreitet die Erkrankung wesentlich schneller vor als im Normalfall und führt gehäufter zu massivem Knochenabbau.

Diese Patienten benötigen eine sehr engmaschige Kontrolle und intensive Prophylaxe-Maßnahmen. Dies bedeutet, dass zusätzlich zur sorgfältigen Mundhygiene zweimal im Jahr eine Kontrolluntersuchung mit professioneller Zahnreinigung empfohlen wird.

Parodontose und Diabetes

Bei einer Diabeteserkrankung besteht die Tendenz an einer Parodontitis zu erkranken.Mehr als sechs Millionen Menschen leiden an Diabetes mellitus. Ein Großteil von ihnen ist häufig von Entzündungskrankheiten betroffen, wobei auch die Tendenz zur Parodontose bei dieser Personengruppe besonders hoch ist.

Der Grund dafür ist, dass Diabetiker häufig Medikamente einnehmen müssen, die zu Mundtrockenheit führen können oder die gegen zu hohen Blutdruck wirken sollen. Eben diese Medikamente können unter anderem auch das Risiko erhöhen, an Parodontose zu erkranken.

Eine gründliche Mundhygiene ist wichtig für Diabetiker.Entsprechend wichtig ist es also für Menschen, die an Diabetes mellitus leiden, besonderen Wert auf eine gründliche Zahn- bzw. Mundhygiene zu legen. Außerdem genügt es nicht allein, zwei Mal jährlich zum Zahnarzt zu gehen. Mindestens alle sechs Monate sollte auch eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden.

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Implantate bei Parodontose?

Heute werden Implantate auch eingesetzt, wenn eine Parodontitis vorliegt.Vor dem Einsetzen von Implantaten ist die Behandlung einer eventuell vorhandenen Parodontitis grundlegende Voraussetzung. Die Behandlung ist für einen Langzeiterfolg maßgeblich und beugt späteren Implantat-Komplikationen zuverlässig vor.

Sollte ein Zahn so stark durch Parodontose geschädigt sein, dass lockere Zähne durch eine Zahnextraktion entfernt werden müssen, kommt immer als Alternative zum klassischen Zahnersatz die Behandlung mit Implantaten in Frage.

Kommt eine Implantatversorgung bei Parodontose infrage?

Obwohl früher eine Implantation bei einer ausgeprägten Parodontose generell abgelehnt wurde, ist in der heutigen Zeit die implantat-prothetische Rehabilitation nach erfolgreicher Parodontosebehandlung und einer regelmäßig durchgeführten Prophylaxe Standard. Natürlich ist ein besonders Augenmerk im Anschluß der Implantatversorgung auf die Reinigung der Fixturen durch den Patienten zu legen. Der Grund: Insbesondere bei einem Vorliegen bestimmter Markerkeime (Bakterien), welche eine Zahnfleischentzündung verursachen, ist mit einem erhöhten Risiko einer Implantatentzündung (Periimplantitis) zu rechnen ist. Sollte ein Dental Implantat eine Zahnfleischentzündung aufweisen, kann hier im Sinne einer Parodontose wie am natürlichen Zahn behandelt werden.

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Gibt es Parodontose bei Kindern

Obwohl es eher selten der Fall ist, kann Parodontose auch bei Kindern hin und wieder auftreten. Ist die Erkrankung in jungen Jahren in schwerer Form anzutreffen, ist sie häufig ein Zeichen für eine systemische Erkrankung oder Immundefekte. Auch die Einnahme einiger Medikamente kann zum Ausbruch einer Parodontose führen. Vor allem eine zu schwach oder nicht funktionierende Abwehr der bakteriellen Reize kann bereits im Kindesalter eine besonders aggressiven Form dieser Erkrankung mit schnellem und umfangreichem Knochenverlust auslösen. Der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt hilft hier schnell die Krankheit zu erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Möchten Sie mehr über Ihr Risiko an einer Parodontose zu erkranken oder über Möglichkeiten der Parodontosebehandlung bei Ihrem Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 20.06.2016

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