Zahnwurzel

Die Zahnwurzel - Aufbau und Behandlungsablauf bei einer Entzündung 

Zahnwurzeln halten den Zahn im Kiefer und sind unter normalen Umständen nicht zu spüren.Wir alle haben sie, doch zu spüren sind Zahnwurzeln normalerweise nicht. Erst wenn die Zahnwurzel erkrankt oder sich entzündet, macht sie sich durch Zahnschmerzen bemerkbar. Lässt sich die natürliche Zahnwurzel nicht erhalten, kommen künstliche Zahnwurzeln
in Frage.

Was Sie über die Zahnwurzel wissen sollten:

Inhaltsübersicht:

Was versteht man unter einer Zahnwurzel und was ist ihre Funktion?

Die Zahnwurzel hält den Zahn im Kieferknochen und besteht vor allem aus Dentin. In ihr befindet sich der Zahnnerv, auch Pulpa genannt. Sharpeyfasern vebinden den Zahn mit dem Zahnfach.Ein Zahn besteht aus mehr, als der erste Blick erkennen lässt. Neben den sichtbaren Teilen wie Krone und Hals gibt es noch die Zahnwurzel, die tief im Kieferknochen verankert liegt. Jeder Zahn verfügt über mindestens ein Exemplar. Ohne Zahnwurzel hätten Zähne keinen Halt und könnten den alltäglichen Belastungen beim Kauen kaum standhalten. Jede Wurzel besteht zum größten Teil aus Zahnbein (Dentin) und verfügt über einen Wurzelkanal, der in einer kleinen Öffnung an der Wurzelspitze mündet.

Sie enthält das Zahnmark (auch Pulpa oder Zahnnerv genannt), das aus Bindegewebe, Blutgefäßen und Nervenfasern besteht. Es versorgt den Zahn von der Wurzelspitze bis zur Zahnkrone mit Blut und Lymphflüssigkeit und leitet bei Reizung Schmerzsignale weiter. Jede Zahnwurzel ist vielfach gesichert. 28.000 winzige, elastische Kollagen-Fasern pro Quadratzentimeter verbinden den Zahn mit dem Zahnfach. Dank dieser Bindegewebsfasern (Sharpeysche Fasern) sitzt der Zahn fest und kann starken Druck abfedern.

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Welche verschiedenen Arten gibt es?

Ob ein Zahn über eine oder mehrere Wurzeln verfügt, hängt von seiner Position im Gebiss ab. Schneidezähne haben in der Regel nur eine Zahnwurzel, während Backenzähne (Molaren) zwei, drei oder sogar vier Verzweigungen aufweisen können. Wie die Zahnwurzeln beschaffen sind, hat vor allem etwas mit der Art des Zahns zu tun, so haben Backenzähne zwei bis vier Verzweigungen, während Schneidezähne nur eine Wurzel haben.

Das gilt selbstverständlich nur für natürliche Wurzeln. Übrigens verfügen auch Milchzähne über Wurzeln; diese werden allerdings von den nachrückenden, bleibenden Zähnen mehr oder weniger absorbiert, wodurch es häufig so wirkt, als hätte ein ausgefallener Milchzahn keine eigene Wurzel. Künstliche Zahnwurzeln ähneln visuell eher Schrauben oder Stiften und bestehen in der Regel aus Metall oder Keramik. Bei den Ersatzwurzeln handelt es sich um Zahnimplantate.

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Wie kann eine Zahnwurzel erkranken?

Meist entsteht eine Entzündung der Zahnwurzel durch eine tiefe Karies.Erkrankungen an der Zahnwurzel sind in den meisten Fällen auf Karies zurückzuführen. Wird die Karies nicht frühzeitig bekämpft, breiten sich die Bakterien aus. Schicht für Schicht fressen sie sich dann durch den Zahn, bis sie schließlich am empfindlichen Zahnmark angelangt sind. Eine Pulpitis (Entzündung des Zahnmarks) ist die Folge. Ist die Pulpa gereizt, schmerzt der erkrankte Zahn beim Kauen und verursacht Zahnweh bei kalten und warmen Lebensmitteln.

Gelegentlich verspüren Patienten ein regelrechtes Pochen an der erkrankten Zahnwurzel. Die Keime können durch das Mark bis zur Wurzelspitze vordringen, auf Kieferknochen und umliegendes Gewebe übergreifen und sich sogar weiter in den Organismus ausbreiten.

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Wann ist eine Wurzelbehandlung nötig?

Da sich die Entzündung der Zahnwurzel nicht einfach erkennen lässt, muss der Zahnarzt anhand der Aussagen des Patienten auf den Grund des Schmerzes schließen.Im Rahmen einer gründlichen Untersuchung überprüft der Zahnarzt zuerst das Gebiss und den schmerzhaften Zahn. Eine Entzündung der Zahnwurzel (Pulpitis) lässt sich äußerlich nicht direkt erkennen, deshalb sind die Angaben des Patienten über Art, Intensität, Dauer und Auslöser der Schmerzen besonders wichtig.

RöntgenAuch Röntgenbilder helfen bei der Diagnose, indem es Karies unter Kronen und Füllungen enttarnt und aufzeigt, ob die Entzündung auf Knochen oder umliegendes Gewebe übergegriffen hat. Als weiteres Diagnosemittel kann ein Kältetest oder ein elektrischer Reaktionstest Aufschluss darüber geben, ob das Zahnmark noch reaktionsfähig ist. Aus diesen Hinweisen ergibt sich für den Zahnarzt ein zunehmend klares Bild.

WurzelbehandlungLässt sich der Auslöser der Beschwerden per Wurzelbehandlung kurieren, so ist es das Mittel der Wahl, denn so kann der betroffene Zahn erhalten werden. Weil die Erkrankung der Zahnwurzel das gesamte Immunsystem schwächen kann, ist die Beseitigung der Infektion per Wurzelbehandlung sehr wichtig.

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Wie läuft die Behandlung ab?

Da Wurzelkanäle gebogen oder stark verzweigt sein können, werden vor einer Wurzelbehandlung (auch Wurzelkanalbehandlung genannt) Röntgenaufnahmen angefertigt, um die genaue Position der Zahnwurzel zu bestimmen und Komplikationen vorzubeugen.Vor der Behandlung werden Röntgenaufnahmen gemacht, um den Verlauf der Zahnwurzeln zu erkennen.

Während der Wurzelbehandlung wird der betroffene Zahn aufgebohrt. Mit speziellen Instrumenten entfernt der Zahnarzt das entzündete Gewebe, reinigt und spült die Wurzelkanäle, um sie gründlich von Keimen zu befreien. Sind die Wurzelkanäle sauber, werden sie sofort mit einer speziellen Masse sorgfältig versiegelt. Ist die Versiegelung aufgrund einer bakteriellen Infektion nicht sofort möglich, wird der Wurzelkanal vorübergehend mit einer entzündungshemmenden und desinfizierenden Einlage versorgt. Diese wird später entfernt und durch eine endgültige Wurzelfüllung ersetzt.

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Wann muss der Zahn wegen der erkrankten Wurzel gezogen werden?

Konnten Beschwerden nicht mithilfe der Wurzelbehandlung kuriert werden, bleibt dem Zahnarzt noch die Möglichkeit eine sogenannte Wurzelspitzenresektion durchzuführen. Bei diesem operativen Eingriff wird ein Stück der Wurzelspitze sowie gegebenenfalls entzündetes Gewebe am Knochen entfernt. Lassen sich chronische Schmerzen und Entzündungszustände auch mit dieser letzten Option nicht beseitigen, muss eine Zahnentfernung vorgenommen worden.

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Wann werden künstliche Zahnwurzeln notwendig?

Künstliche Zahnwurzeln kommen immer dann in Betracht, wenn Zähne ersetzt werden sollen. Patienten entscheiden sich bei den Dritten immer häufiger gegen herausnehmbare Prothesen und für die als künstliche Zahnwurzeln bekannten Implantate.

Ist der Zahn nicht zu retten, können künstliche Zahnwurzeln Abhilfe schaffen.Dies ist nicht nur bei einzelnen Zähnen der Fall, auch mehrere fehlende Zähne können heute mit einem festsitzenden, implantatgetragenen Zahnersatz versorgt werden. Die Ersatzwurzeln werden sicher im Kieferknochen verankert und können mit Kronen, Brücken oder Prothesen versehen werden. Für Patienten bedeuten künstliche Zahnwurzeln einen Zugewinn an Lebensqualität, da Implantate optisch und funktionell ganz wie echte Zähne wirken.

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Möchten Sie mehr über die Behandlungsmöglichkeiten bei einer Entzündung der Zahnwurzel erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch: 

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 31.08.2016

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