Zungenschaber | Zungenkratzer

Ein Zungenschaber (Zungenreiniger) ist eine sinnvolle Ergänzung zur Mundpflege

zungenbelag

Schon seit Jahrtausenden reinigen Menschen in Ägypten, China und Indien die Zunge, denn auf ihr sammeln sich Beläge aus Bakterien, Nahrungsresten und abgestorbenen Hautzellen. Der Zungenbelag behindert unser Geschmacksempfinden und kann zu Mundgeruch führen. Wie sinnvoll Zungenschaber sind und welche Dinge es bei der richtigen Zungenpflege zu beachten gibt, können Sie hier nachlesen.

Inhaltsübersicht


Was ist ein Zungenschaber?

Zungenschaber sind spezielle Instrumente zur ZungenreinigungZungenschaber sind spezielle Instrumente zur Zungenreinigung, die ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammen und in der ayurvedischen Gesundheitspflege seit Jahrtausenden Anwendung finden. Moderne Versionen hängen mittlerweile in jedem Drogeriemarkt, denn die Idee der Zungenreinigung ist unlängst auch in Europa angekommen.

Zungenreiniger sind der Zungenanatomie angepasst, weisen entweder eine leichte Krümmung oder eine U-Form auf. Zudem sind die Instrumente lang, schmal und flach, damit sie problemlos bis zum hinteren Zungenrücken reichen. Die flache Form verhindert den Kontakt mit dem Gaumenzäpfchen (Uvula) und das Auslösen des Würgereflexes.

Wozu braucht man einen?

In den Furchen der Zunge setzt sich Belag abIn den Furchen der Zunge setzt sich Belag ab. Abgestorbene Hautzellen, Speichel- und Nahrungsreste bieten Bakterien einen idealen Nährboden. Im hinteren Bereich der Zunge sind die Beläge besonders hartnäckig, denn dieser Teil der Zunge kommt nur bedingt in Kontakt mit Gaumen und Speichel. Am hinteren Ende der Zunge können sich Pilze (Mundsoor) und Bakterien ungestört einnisten und Erkrankungen der Mundschleimhaut oder Parodontose begünstigen.

Die in den Belägen sitzenden Mikroorganismen produzieren zudem schwefelhaltige, übel riechende Stoffwechselprodukte und hemmen das Geschmacksempfinden. Die regelmäßige Anwendung eines Zungenschabers beseitigt bakterielle Beläge, vermindert Mundgeruch und steigert den Geschmackssinn, besonders für süß und salzig.

Zungen-Geschmack

Grundsätzlich gilt jedoch, dass schlechter Atem am Morgen normal ist, denn nachts wird weniger Speichel produziert und Beläge lagern sich vermehrt ab. Der morgendliche Mundgeruch sollte nach dem Zähneputzen (Zahnbürste und Zahnseide) verschwinden. Ist dies nicht der Fall, kann die regelmäßige Zungenreinigung mit einem Zungenschaber die geruchsbildenden Bakterien entfernen.

Wie sinnvoll ist er?

Weniger Bakterien im Mund sind der Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch zuträglich. Ein Zungenschaber reduziert die Beläge und Bakterien auf der Zunge, deshalb ist das Instrument eine sinnvolle Ergänzung zur Zahnpflege. Dank der regelmäßigen Entfernung der Beläge auf der Zunge kann das Geschmacksempfinden verbessert werden, vor allem die Geschmacksrichtungen süß und salzig werden stärker wahrgenommen.

Wie oft sollte ein Zungenschaber richtig verwendet werden?

Verwenden Sie den Zungenschaber zweimal täglich im Anschluss an das Zähneputzen.

  1. Die Zunge sollte während der Reinigung möglichst weit rausgestreckt werden, alternativ kann sie auch mit zwei Fingern sanft fixiert und nach vorne gezogen werden.
  2. Der Zungenreiniger wird wiederholt mit leichtem Druck von weit hinten bis zur Spitze gezogen.Gerade das hintere Zungendrittel beherbergt viele Bakterien und sollte gezielt gereinigt werden.
  3. Wiederholen Sie die Bewegung etwa drei bis vier Mal und spülen den Zahnschaber zwischendurch mit Wasser ab.

 

Nicht zu viel Druck ausüben, denn starkes Drücken und Schrubben schadet der Schleimhaut. Wer häufig unter schlechtem Atem leidet, kann in Sachen Zahnreinigung noch einen draufsetzen. Die Kombination aus Zungenschaber und antimikrobieller Zahnpasta reinigt die Zunge besonders effektiv. Dazu eine kleine Menge der Zahnpasta auf den Zahnschaber oder direkt auf die Zunge geben. Wählen Sie dafür eine Zahnpasta mit Wirkstoffen wie:Zahnpasta Zahnschaber

  • Aminfluorid,
  • Cetylpyridiniumchlorid (CPC),
  • Chlorhexidindigluconat (CHX) und
  • Zinnfluorid,

 

denn sie wirken antimikrobiell. Nach der Zungenreinigung sollten Mund und Zahnschaber gründlich gespült werden. Der Zungenreiniger trocknet anschließend an der Luft, das verhindert die Keimvermehrung.

Wie oft sollte man den Zungenschaber wechseln?

Zungenschabern aus Plastik Bei Zungenschabern aus Plastik empfiehlt es sich den Wechselrhythmus an die Zahnbürste anzupassen, maximal alle zwei Monate sollte der Kunstoff-Zungenschaber also gewechselt werden.

Modelle aus Metall halten deutlich länger und können regelmäßig abgekocht oder im Geschirrspüler wie Besteck gereinigt werden.

Welche unterschiedlichen Typen gibt es?

Zungenreiniger unterscheiden sich in Zungenbürsten und Zungenschaber (auch Zungenkratzer genannt), es gibt aber auch Kombinationsmodelle. Zungenbürsten ähneln einer Zahnbürste und verfügen über kleine Borstenköpfe, die die Zunge reinigen. Andere Modelle haben einen Kopf mit Lamellen oder Mikrofaserpads. Zungenschaber hingegen haben eine gerade Kante, die den Belag geradezu abrasiert. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen, vom leicht gebogenen Stab bis hin zum u-förmigen Modell.

Laut "Stiftung Warentest" gibt es zwischen Zungenreinigern aus Kunststoff und aus Metall keine großen Unterschiede hinsichtlich der Wirkung, alle vier getesteten Modelle vermindern die Beläge. Dennoch sind Zungenreiniger aus Metall langlebiger und leichter zu reinigen, Plastikexemplare müssen hingegen regelmäßig ersetzt werden.

Wie steht es um die Kosten?

Zungenschaber aus Plastik gibt es in der Drogerie sehr günstig, dm und Rossmann bieten Exemplare ab etwa einem Euro. Daneben hängen Markenprodukte aus Kunststoff für drei bis fünf Euro. Die aus der Ayurveda-Heilkunst bekannten Zungenreiniger aus Edelstahl sind ab etwa 10 Euro erhältlich, versilberte Modelle kosten mehr.


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 15.12.2015

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