Mundgeruch

Mundgeruch - Kommt ein schlechter Atem von Parodontose?

Es gibt viele Situationen im Leben, in denen sich Mundgeruch auf unangenehme Weise bemerkbar macht. Und das gilt sowohl für einen selbst als auch für andere.

Unangenehmer Mundgeruch

Mundgeruch ist nicht eine Unannehmlichkeit, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist, sondern kann sich als echtes Problem herausstellen. Störender, schlechter Atem ist ein weit verbreitetes Problem. Etwa jeder Vierte leidet gelegentlich darunter, jeder Sechste klagt sogar über chronische Halitosis, wie der schlechte Atem medizinisch auch bezeichnet wird. Fast ein Viertel der Bevölkerung leidet darunter. So vielfältig die Ursachen sein können, so unterschiedlich sind die Behandlungsmethoden. Zahnärzte können oftmals raten, was bei schlechtem Atem zu tun ist.

Inhaltsübersicht:
  1. Wie entsteht Mundgeruch?
  2. Mögliche Ursachen für Mundgeruch auf einen Blick
  3. Wie erkenne ich die Symptome für schlechten Atem?
  4. Was kann ich selbst gegen schlechten Atem tun?
  5. Was kann der Zahnarzt gegen Mundgeruch tun?
  6. Wie lässt sich die Mundhygiene verbessern?
  7. Hausmittel gegen Mundgeruch

Wie entsteht Mundgeruch?

Auch wer regelmäßig gründlich die Zähne putzt, wird den schlechten Atem damit allein nicht beseitigen können, denn Mundgeruch kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Der Zahnarzt Ihres Vertrauens kann hier Abhilfe schaffen und eine Halitosis leicht diagnostizieren. Zwar sind die Gründe oftmals im zahnmedizinischen Bereich zu finden, aber auch organische Erkrankungen können Mundgeruch bedingen.

Tiefe Zahntaschen können Ursache für schlechten Atem sein.

In den meisten Fällen von chronischem, schlechtem Atem liegen parodontale Erkrankungen vor bei denen sich z. B. tiefe Zahnfleischtaschen bilden. Dort sammeln sich Speisereste, die von Bakterien zersetzt werden. Dabei entstehen Stoffwechselprodukte in Form von Schwefelverbindungen, wie etwa Dimethylsulfid und Schwefelwasserstoff..Auch Essensreste in den Zahnzwischenräumen und der Randbereich einer Zahnfüllung oder Zahnkrone, bietet einen guten Nährboden für Bakterien.

Oft wird bei der täglichen Mundhygiene auch die Zungenoberfläche vernachlässigt, was ebenfalls zu einer vermehrten Bakterienansammlung führen kann, wodurch ein schlechter Atem entsteht.

Mandelentzündung

Mundgeruch aus dem Rachenraum kann beispielsweise infolge von Mandel- oder Rachenentzündungen oder bösartigen Tumoren entstehen. Der Grund für Mundgeruch kann aber auch tieferen Ursprungs sein. Und das ist wörtlich zu nehmen, denn bei Magenentzündungen und Infektionen mit Helicobacter Pylori kommt der üble Geruch direkt aus den tiefer gelegenen Regionen des Verdauungstraktes.

Einige Ursachen lassen sich hingegen nicht auf hygienischem Wege beseitigen. So sind Erkrankungen der Mundschleimhaut bekannt, die für den schlechten Atem verantwortlich sein können oder eine mangelhafte Speichelproduktion löst ihn aus.

Mundgeruch aus dem Verdauungstrakt

Einen noch weiteren Weg legt Mundgeruch zurück, wenn Verdauungsstörungen, chronische Verstopfung oder Störungen der bakteriellen Darmbesiedlung die Ursache sind. In solchen Fällen kommt der Geruch direkt aus dem Darm. In jedem Fall ist es ratsam, gerade bei organischen Ursachen den Arzt zu konsultieren.

Schlechter Atem

Die häufigste und harmloseste Ursache von Mundgeruch ist die Ernährung. Klassische Beispiele sind Zwiebel oder Knoblauch. Gleiches gilt für den Genuss von Alkohol und Zigaretten. Mit Mundwasser, Zähne und Zunge putzen, Mundsprays oder Kaugummi lässt sich hier leicht Abhilfe schaffen.

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Mögliche organische Ursachen für Mundgeruch auf einen Blick

  • Mandel-und Rachentzündungen oder bösartige Tumore
  • Kieferhöhlenentzündung, Fremdkörper oder bösartige Tumore in der Nase
  • Reflux-Oesophagitis oder eine Pilzinfektion im Mund
  • chronische Magenentzündungen, Infektionen mit Helicobacter pylori oder Übersäuerung
  • Verdauungsstörungen, chronische Verstopfung oder Störungen der bakteriellen Darmbesiedelung

Wie erkenne ich die Symptome für schlechten Atem?

Ein schlechter Atem ist am ehesten am Geruch erkennbar. Wer echten Mundgeruch hat, nimmt diesen nicht wahr, da sich die Nase schnell an den Eigengeruch gewöhnt. Daher ist man hier auf das Urteil Außenstehender angewiesen – wer einen Partner oder eine Partnerin hat, wird nicht lange auf einen freundlichen Hinweis warten müssen. Wer aber auf Nummer sicher gehen will, kann z. B. auch einen Selbsttest machen. Entweder man atmet in die hohle Hand und testet den Geruch, ehe der Atemhauch sich verflüchtigt oder man macht den Speicheltest. Dabei leckt man kurz am eigenen Handrücken, lässt den Speichel leicht trocknen und riecht dann daran. Selbsttest - schlchter Atem

Ein objektives Urteil können Sie auch vom Berliner Zahnarzt Dr. Seidel erwarten, da dieser über die entsprechende technische Ausstattung in seiner Praxis verfügt. Mit einem speziellen Gerät, dem so genannten Halimeter, werden Geruchsstoffe auf technischem Wege ermittelt und deren Anteil in der Atemluft gemessen. Dafür klemmt der Patient ein kleines Röhrchen zwischen seine Lippen, das die Atemluft ansaugt. Für eine zuverlässige Messung wird ein tiefer Atemzug durch die Nase genommen und daraufhin für einige Sekunden die Luft angehalten. Mit Hilfe eines elektrochemischen Sensors analysiert das Halimeter nun die geruchsrelevanten Bestandteile in der Atemluft und liefert auf diesem Wege ein genaueres und objektives Ergebnis, auf dessen Basis der Zahnarzt die Stärke des Mundgeruchs beurteilen kann.

Was kann ich selbst gegen schlechten Atem tun?

Bei einer zahnärztlichen Behandlung wird genauer hingesehen, wenn Mundgeruch das Problem ist. Mundspülungen und Kaugummis mögen zeitweilig die Symptome bekämpfen können, nicht aber deren Ursachen.

 Schlechter Atem kann viele Ursachen haben.

Als Basis für eine erfolgreiche Behandlung dient jedoch nach wie vor eine Verbesserung der Mundhygiene. Damit kein schlechter Atem entsteht, genügt es in den meisten Fällen bereits, sich zusätzlich zum Zähneputzen eine gründlichere Reinigung des Mundraumes anzugewöhnen, wobei besonders die Zahnzwischenräume akribisch mit Zahnseide behandelt werden. Eine Mundspülung tötet zusätzlich einen Großteil der Bakterien innerhalb der Mundhöhle ab, die mit den mechanischen Putzmitteln nicht zu erreichen sind. Ein Zungenschaber entfernt außerdem Beläge von der Zunge, die einen Nährboden für schädliche Bakterien bilden und rundet die tägliche Zahnpflege ab.

Zungenreiniger zur Bekämpfung von Mundgeruch

Für die Reinigung des Zungenrückens können spezielle Zungenschaber verwendet werden, die normale Zahnbürste ist für diesen Zweck aber ebenso geeignet. Eine komplette Pflege schließt mit der Verwendung von Mundwasser oder Mundspülungen ab. Bakterienbekämpfende Produkte sind hilfreich, um eine gesunde Mundflora zu erzielen. Enthalten solche Präparate Chlorhexidin, kann darunter bei manchen Personen der Geschmackssinn leiden. Wer das lieber vermeiden möchte, greift auf zinkhaltige Pflegeprodukte zurück, mit deren Hilfe sich schwefelhaltige Geruchsstoffe auf verträglichere Weise binden lassen.

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Welche Ursachen für Mundgeruch kann der Zahnarzt bekämpfen?

Da die Ursachen von Mundgeruch meist im Bereich von Mund und Zähnen zu finden sind, kann der Zahnarzt in vielen Fällen weiterhelfen. So genannte anaerobe Fäulnisbakterien sind oftmals die Auslöser in der Mundflora. Sie siedeln im Mundraum und entstehen bevorzugt an Stellen, an denen es wenig Sauerstoff gibt.

Zahnärztliche Untersuchung

Zahnzwischenräume, kariöse Zähne, schadhafte Füllungen und Restzähne im hinteren Bereich der Zunge bieten hierfür die idealen Bedingungen. Auch ausgedehnte Zahnfleischtaschen, wie sie sich bei einer Parodontitis zeigen, sind bevorzugte Siedlungsräume. Im Zuge ihres Stoffwechsels zersetzen diese Bakterien dann Essensreste, Schleimhautzellen und organische Speichelbestandteile, wobei übel riechender Schwefelwasserstoff entsteht, der dann als Mundgeruch wahrgenommen wird.

Karies entfernen

Darüber hinaus können Beläge auf dem Zungenrücken, wie vor allem bei starken Rauchern oft der Fall, ein wegen verminderter Speichelproduktion trockener Mund, Erkältungen, Mundatmung oder der alltägliche Stress für schlechten Atem verantwortlich sein. Gleiches gilt auch für Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Es gibt mehr als genug Ursachen für einen schlechten Atem, die durch einen Zahnarzt problemos behoben werden können.

Durch Kariesentfernung oder den Austausch beschädigter Füllungen kann Ihnen der Zahnarzt schnell helfen. Liegt das Problem des Mundgeruchs in einer Parodontitis (auch Parodontose genannt) oder einer sonstigen organischen Erkrankung begründet, so wird eine Behandlung der Grunderkrankung auch den Mundgeruch beseitigen. Zudem raten Zahnärzte, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen - nicht nur dem frischen Atem, sondern auch der Zahngesundheit zuliebe.

Parodontosebehandlung

Eine vorbereitende Maßnahme der Parodontosebehandlung ist das Messen der Tiefe der Zahnfleischtaschen, die sich durch aggressive Bakterien bilden. Abhängig vom Ausmaß der Erkrankung erfolgen die Laborbestimmung der Bakterien und eine Behandlung mit Antibiotika vor Behandlungsbeginn. Anhand der erhobenen Befunde trifft der Zahnarzt die Entscheidung, ob er bakterielle Beläge und erkranktes Gewebe im Rahmen einer offenen oder geschlossenen Parodontosebehandlung entfernt.

Fällt die Entscheidung auf eine geschlossene Behandlung, erfolgt die Reinigung der Wurzel- und Zahnoberflächen mechanisch mit speziellen Küretten und einem Ultraschallgerät. Bei einer weit fortgeschrittenen Erkrankung, die mit der Lockerung von Zähnen und Knochenverlust einhergeht, ist unter Umständen eine offene Parodontosebehandlung (Behandlung des Parodonts - Zahnhalteapparetes) erforderlich. Dabei setzt der Berliner Zahnarzt Dr. Seidel im Rahmen eines operativen Eingriffs spezielle Schnitte, um die Behandlung unter direkter Sicht auf die erkrankten Stellen durchzuführen.Parodontose

Beide Behandlungsformen erfolgen unter örtlicher Betäubung und sind weder während noch nach der Behandlung schmerzhaft. Eine Ausnahme bildet ein eventuell leichter Wundschmerz im Rahmen der offenen Parodontosebehandlung. Nach einer erfolgreichen Behandlung ist die weiterführende sorgfältige Mundhygiene unverzichtbar, um den Behandlungserfolg aufrechtzuerhalten. Dazu zählt die regelmäßige Zahnreinigung einschließlich der Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zunge. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine mindestens einmal jährlich durchgeführte professionelle Zahnreinigung. Bei Parodontosepatienten wird ein halbjährliches Intervall empfohlen.

Möchten Sie mehr über die Ursachen und Hilfe bei Mundgeruch und schlechtem Atem erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 14.02.2017

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