Ohrspeicheldrüsenentzündung

Die Entzündung der Ohrspeicheldrüse (eitrige Parotitis) kann unterschiedliche Ursachen haben

Lage der OhrspeicheldrüseDie Ohrspeicheldrüse (auch Parotis, Glandula parotis oder Glandula parotidea) ist die größte Speicheldrüse des Menschen. Sie ist paarig angelegt und befindet sich rechts und links des Kopfes im seitlichen Wangenbereich vor den Ohren. Sollten Sie - etwa beim Essen - ein plötzliches Anschwellen der Speicheldrüsen bemerken, so handelt es sich höchstwahrscheinlich
um eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse.
Welche Symptome die Ohrspeicheldrüsenentzündung
besitzt, welche Ursachen ihr zugrunde liegen und
was Sie dagegen unternehmen können:
Der folgende Überblick klärt auf.

Inhaltsübersicht

Ohrspeicheldrüse (Parotis) und Zähne

Aufgrund der Lageposition der Ohrspeicheldrüse wird sie bei Bewegungen des Kiefers verformt und dadurch die Ausschüttung von Speichel verstärkt. Ihr Ausführungsgang mündet in den Mundvorhof gegenüber dem 2. Molar (=Backenzahn). Die Aufgaben des Speichels sind vielfältig. Er hält die Mundschleimhaut schlüpfrig, schützt die Zähne vor Austrocknung (Mundtrockenheit) und vor Karies. Gleichzeitig hat er desinfizierenden Charakter.

Differentialdiagnostisch muss der Zahnarzt zwischen einem Abszeß/Infiltrat der Wange ausgehend von einer Zahnwurzelentzündung oder einer bakteriellen oder viralen Entzündung der Ohrspeicheldrüse unterscheiden. Auch bei einem Speichelstein wird die Region der Ohrspeicheldrüse bei einem längerfristigen Stau des Speichelfluss anschwellen und das Syptom von Kieferschmerzen und einer dicken Wange zeigen.

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Was sind Ursachen der Ohrspeicheldrüsenentzündung?


Anatomie des KopfesDie Ohrspeicheldrüsenentzündung, auch eitrige Parotitis genannt, kann unterschiedliche Ursachen haben. Möglich ist zum einen eine Bakterieninfektion, die infolge eines Mandelabszesses oder eines Furunkels entstehen kann. Der Erreger  wandert dabei den im Mund befindlichen Drüsenausführungsgang hinauf und vermehrt sich im Drüsengewebe.

Eine weitere häufige Ursache sind Speichelsteine. So wie im Gallensystem und den Nieren können auch in den Speicheldrüsen Steine entstehen. Verstopft ein solcher Speichelstein den Ausführungsgang der Drüse, so kommt der Speichelfluss zum Erliegen - ein krankhafter Zustand, der Entzündungen und Infektionen besten Nährboden bietet.

Im Kindesalter tritt die Ohrspeicheldrüsenentzündung häufig als Begleiterkrankung der Kinderkrankheit Mumps auf. Die sonst gewöhnlich einseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse zeigt sich dann auf beiden Seiten.

Weitere denkbare Ursachen für die Speicheldrüsenentzündung sind Tumore, Behandlungen mit Strahlentherapie, Autoimmunerkrankungen und Abwehrschwächen sowie Schwangerschaft, Diabetes und mangelnde Flüssigkeitszufuhr.

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Was sind die Symptome?

Schmerzhafte Entzündung der Speicheldrüse

Abhängig von ihrer Ursache zeigen sich unterschiedlich ausgeprägte Beschwerden. Neben der einseitigen, festen Schwellung vor oder unter dem Ohr erkennen Sie die Ohrspeicheldrüsenentzündung mit dem Leitsyptom "Dicke Wange" unter anderem an folgenden Symptomen::

  • Es bestehen Druckgefühl und Schmerzen im betreffenden Gebiet.
  • Der geschwollene Bereich ist gerötet und fühlt sich warm an.
  • Fieber kann auftreten.
  • Aufgrund der Nähe zu Kiefergelenk und Kaumuskulatur kommt es zu symptomartigen Zahnschmerzen (Zahnweh) beim Kauen.
  • Das Öffnen des Mundes fällt schwer.
  • Eiter kann sich in den Mund entleeren und einen unangenehmen Geschmack verursachen.
  • Die Beschwerden nehmen beim Essen zu, da die vermehrte Speichelproduktion den Druck auf das Gewebe erhöht. Nach dem Essen lassen die Schmerzen nach.


Als Komplikation ist die Bildung eines Ohrspeicheldrüsenabszesses bekannt, der zu Ohrspeicheldrüsenkrebs führen kann und operativ behandelt werden muss.

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Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es in der Berliner Praxis von Dr. Seidel?

Um die Schwellungen und Schmerzen zu lindern, sind kühlende Umschläge die erste Wahl. Eine sorgfältige Mundpflege, weiche Speisen und ausreichendes Trinken unterstützen die Heilung. Um den Speichelfluss anzuregen und die Drüsen zu reinigen, werden sogenannte Sialogoga verwendet, wie zum Beispiel Zitronen, Kaugummis, saure Bonbons und Säfte.

Bakterielle Ohrspeicheldrüsenentzündungen behandelt der Berliner Zahnarzt Dr. Seidel mit Antibiotika und gegebenenfalls mit Schmerzmitteln, wenn trotz kühlender Umschläge weiterhin Schmerzen bestehen. Bei viralen Entzündungen der Ohrspeicheldrüse helfen Antibiotika nicht. Deshalb kommen hier entzündungshemmende, schmerzstillende Medikamente wie beispielsweise Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen zum Einsatz. In chronischen Fällen ist Kortison wirksam. Zusätzlich werden Flüssigkeitsdefizite mit Elektrolytlösungen ausgeglichen.

Beseitigung von Speichelsteinen

Liegen Speichelsteine vor, können diese je nach Größe und Lage mit speziellen Ultraschallwellen zertrümmert werden. Bei mehreren oder größeren Steinen wird endoskopisch vorgegangen. In manchen Fällen ist es auch notwendig, die Ohrspeicheldrüse zu entfernen.

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Wie kann einer Ohrspeicheldrüsenentzündung vorgebeugt werden?

Einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse können Sie mit sorgfältiger Zahn- und Mundhygiene vorbeugen. Achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Damit verringern Sie das Risiko einer Erkrankung.

Im Säuglings- und Kleinkindalter empfiehlt Dr. Seidel eine Impfung mit abgeschwächten Mumpsviren, die in Form von Kombinationsimpfungen (Röteln, Masern, Mumps, Windbocken) zur Verfügung stehen. Wenn Sie als Jugendlicher oder Erwachsener noch nicht an Mumps erkrankt waren, überprüfen Sie am besten Ihren Impfstatus. Nach Bedarf können Sie die Impfung nachholen.

Wie lange hält sie im Normalfall an?

Eine Ohrspeicheldrüsenentzündung heilt bei entsprechender Therapie innerhalb von 1 bis 2 Wochen aus. Falls Komplikationen bestehen, die zum Beispiel zur Entfernung der Speicheldrüse führen, dauert es entsprechend länger.

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Möchten Sie mehr über die Behandlung bei einer Ohrspeicheldrüsenentzündung erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 28.09.2016

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