Fluorid festigt den Zahnschmelz

Fluorid stärkt die Resistenz der Zähne gegen schädliche Säuren und senken somit die Gefahr von Karies und empfindlicher Zähne

Fluoride sind nachweislich wirksam und schützen den Zahnschmelz vor einer Beschädigung durch verschiedene Säuren. Diese Säuren gelangen durch säurehaltige Nahrungsmittel oder Zersetzungsprozesse durch Bakterien in die Mundhöhle. Obwohl der Zahnschmelz eine hohe Resistenz gegen Umwelteinflüsse aufweist, hält er bei einer schädlichen Belastung auf Dauer den Angriffen nicht stand. Es bilden sich Läsionen im Zahnschmelz, die sich zu einer Karies entwickeln können. Fluoride bilden eine wirksame Kariesprophylaxe. Fluoride

Inhaltsübersicht

 

Was ist Fluorid?

FluoridtablettenBei Fluoriden handelt es sich um die Salze der Fluorwasserstoffsäure, die als anorganische und organische Fluoride in den unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz kommen. Im Rahmen der kariesverhütenden Zahnpflege wird das anorganische Aluminiumfluorid verwendet. Fluoridtabletten aus der Apotheke enthalten Natriumfluorid. Seit den 1970er-Jahren ist die positive Wirkung der Fluoride als präventives Mittel gegen Karies bekannt.

Zum Teil ist es auch in der Lage, bereits bestehende oberflächliche Läsionen durch die Einlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz zu beseitigen.

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Aufnahme von Fluorid

Fluorid kann man über Lebensmittel oder durch die bewusste Anwendung  fluoridhaltiger Zahnpflegeprodukten zu sich nehmen. Nur wenige Nahrungsmittel sind von Natur aus fluoridhaltig, dazu zählen Fisch, Schalentiere, Tee, Trink- und Mineralwässer. Um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, wird in einigen Ländern deshalb das Trinkwasser oder andere Grundnahrungsmittel gezielt mit Fluorid angereichert. In Deutschland geschieht dies über fluoridhaltiges Speisesalz.

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Auswirkungen von Fluorid auf die Zähne

Ernährung sorgt fur Demineralisierung

Bei gesunder Ernährung herrscht in der Mundhöhle ein ausgewogenes Gleichgewicht. Im Rahmen der Aufnahme verschiedener Nahrungsmittel kommt es zur Demineralisierung des Zahnschmelzes. Da der Speichel jedoch ausreichend Mineralien enthält, werden die ausgelösten Mineralien wieder zugeführt. Wird dieses sensible Gleichgewicht durch ungesunde Ernährung gestört, kommt es zum Abbau von Mineralstoffen im Zahnschmelz ohne ausreichende Wiederzufuhr der ausgelösten Mineralien.

Der Zahnschmelz wird beschädigt und Bakterien sind in der Lage, in die Läsionen einzudringen und eine kariöse Erkrankung auszubilden. Fluorid verhindert diesen Prozess:

  • Es hemmt die Demineralisation des Zahnschmelzes.
  • Es fördert die Remineralisation; also die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz.
  • Der Zahnschmelz erhält durch das anhaftende Fluorid eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen chemische Prozesse.
  • Fluorid hemmt den bakteriellen Stoffwechsel und die daraus resultierende bakterielle Säurebildung.
  • Die Zahnoberfläche weist durch Fluoride eine geringere bakterielle Besiedlung auf.

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Der Zahnschmelz und Fluorid

Zu den wichtigsten im Zahnschmelz enthaltenen Mineralien zählen Calcium und Phosphat. Durch die in den Fluoriden enthaltenen Fluoridionen wird der Einbau dieser Mineralstoffe beschleunigt. Die Folge ist die Regeneration des Zahnschmelzes.

Zahnschmelz

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Professionelle Fluoridierung durch den Zahnarzt

Es gibt mehrere Möglichkeiten für die regelmäßige Versorgung des Zahnschmelzes mit Fluorid. Eine der effektivsten ist die professionelle Fluoridierung durch den Zahnarzt.

Fluoridierung bei Zahnreinigung

Diese wird im Idealfall im Rahmen der regelmäßigen Zahnreinigung durch den Zahnarzt und abhängig vom persönlichen Kariesrisiko ein- bis zweimal jährlich durchgeführt.

Im Rahmen der professionellen Fluoridierung trägt der Arzt ein spezielles Fluorid-Gel oder einen fluoridierten Speziallack auf. Dieser schützt den Zahnschmelz und damit die Zähne über einen längeren Zeitraum vor aggressiven Säureangriffen.

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Anwendung von Fluoriden bei Kindern

Die zahnmedizinischen Fachgesellschaften DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde), die DGZ (Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde) und die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin e.V. und weitere Fachkreise für Kinder- und Jugendmedizin sowie Ernährung erstellten im Rahmen eines mehrjährigen Prozesses eine gemeinsame Leitlinie zu den Fluoridierungsmaßnahmen zur Kariesprophylaxe. Die Basis bildeten über mehrere Jahre ausgelegte Studien, in denen alle Vorteile und Risiken abgewogen wurden.

Zahnbehandlung mit FluoridenDas Ergebnis spricht sich für eine frühe Fluoridierung bei Kindern unter Einbeziehung einer gesunden Ernährung und einer guten Zahn- und Mundpflege aus. Die Fluoridierung sollte demnach bereits in den ersten 12 - 18 Lebensmonaten durch die Gabe von Fluoridtabletten erfolgen.

Mit dem Durchbruch der ersten Zähne wird diese Maßnahme mit einer sorgfältig durchgeführten Zahnpflege kombiniert.

Fluoridhaltige Zahnpasta mit geringer Konzentration (bis 500 ppm) kann grundsätzlich ab den ersten Milchzähnen verwendet werden, sofern das Kind keine Fluoridtropfen oder -Tabletten bekommt. Erst wenn der Nachwuchs die Zahnpasta zuverlässig ausspucken kann, darf auf eine höher dosierte Zahnpasta (zwischen 1000 ppm und 1500 ppm Fluorid) umgestellt werden.

Erfolgt eine ausreichende Fluoridversorgung durch fluoridierte Zahnpasta, angereichertes Speisesalz und die allgemeine Ernährung, entfällt die Gabe von Fluoridtabletten. Dies ist im ungefähren Alter von vier Jahren erreicht. Zu diesem Zeitpunkt sollte das Kind auf jeden Fall bereits mehrmals dem Zahnarzt vorgestellt worden sein. Dieser berät die Eltern zur individuellen Fluoridierung.

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Fluorid in Mundspülungen

Damit Fluoride gegen Karies wirksam sind, muss die Konzentration stimmen. Aber gerade bei Mundspüllösungen schwankt der Fluoridgehalt erheblich. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) sollte eine Mundspüllösung mit guter prophylaktischer Wirkung zwischen 0,02 bis 0,05 Prozent Fluorid enthalten.

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Sind Fluoride wirklich giftig und für den Organismus gefährlich?

Diese Frage kann mit einem Ja beantwortet werden, wenn eine hohe Überdosierung über einen langen Zeitraum vorliegt. Im Rahmen der normalen und gesunden Ernährung und einem verantwortungsvollen Umgang mit Fluoridtabletten oder fluoridhaltiger Zahnpasta in den vorgegebenen geringen Mengen, ist diese Gefahr jedoch nicht gegeben und keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Im Falle einer langfristigen Überdosierung behindern Fluoride die für den Organismus wichtigen Stoffwechselvorgänge durch eine Vergiftung der Stoffwechselenzyme. Die Symptome einer langjährigen Überdosierung präsentieren sich wie die Anzeichen zahlreicher Zivilisationskrankheiten und werden oft nur schwer erkannt.

Fluorose der Frontzähne bei übermäßigen Teekonsum

Als Beispiel dient eine Britin, die über 17 Jahre lang täglich mehrere Liter sehr starken schwarzen Tee trank. Da Tee einen hohen Fluoridgehalt aufweist, kam es im Laufe der Jahre zu einer Fluoridvergiftung. Fluorose, die sich durch braune oder weiße Flecken im Zahnschmelz zeigt, und allgemeine gesundheitliche Beschwerden sind Symptome einer Überversorgung. Wie bei vielen wirkungsvollen Stoffen sind auch Fluoride Gift für den Körper, wenn sie überdosiert werden.

Vorkommen von Fluorid

Fluoride kommen als natürliche Stoffe in schwarzem und grünem Tee, Meerfisch, Meersalz und verschiedenen Meeresfrüchten vor. Auch verschiedene Mineralwässer weisen einen natürlichen Fluoridgehalt auf. Um die Bevölkerung mit ausreichend Fluorid zu versorgen, wird in manchen Ländern im Trinkwasser Fluorid. Dies trifft jedoch nicht auf Deutschland zu. Eine weitere Fluoridquelle ist fluoridhaltiges Speisesalz.

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Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 15.09.2016

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