Spritzenphobie

Spritzenphobie - Die Angst vor der Spritze ist oft eine behandelbare Ursache für die Angst vor dem Zahnarzt

Spritzenphobie - Die Angst vor der SpritzeF ür manche Menschen ist die Begegnung mit der Spritze eine echte Tortur. Sie leiden unter der Spritzenphobie, wodurch Impfungen, Blutentnahmen und co. schwer oder sogar gar nicht möglich sind. Aufgrund dessen kann die Angst vor der Spritze auch  gesundheitsgefährliche Auswirkungen haben.

Inhaltsübersicht:

Was ist eine Spritzenphobie?

Als Spritzenphobie wird die Angst vor Spritzen (Spritzenangst) bezeichnet und geht oft mit einer Blutphobie einher. Der medizinische Fachbegriff lautet Trypanophobie. Dabei handelt es sich um eine irrationale Angst vor Nadeln und Injektionen. Betroffene wissen zwar, dass ein Nadelstich nicht dramatisch ist, können sich aber selbst nicht helfen und erleben heftige Angstzustände mit körperlichen Symptomen bis hin zur Ohnmacht. Generell lassen sich bei Spritzenphobikern Spritzen nur schwer setzen. Einige Betroffene können solche Situationen nur unter großer Angst ertragen. Bei anderen wird die Angst bereits beim Gedanken an Spritzen, Nadeln oder Blut ausgelöst.

Spritzenphobiker meiden deshalb häufig den Kontakt mit Spritzen, manchmal werden sogar wichtige Impfungen, Blutuntersuchungen durch eine Blutabnahme und Operationen angstbedingt aufgeschoben oder ausgelassen. Darunter leidet nicht nur die Lebensqualität, das Vermeidungsverhalten kann sogar lebensgefährlich werden. In ausgeprägten Fällen von der Angst vor der Spritze führt eine Angstreaktion bis zur Ohnmachtsneigung.

Als Trypanophobie, umgangssprachlich auch Spritzenangst genannt, wird in der Regel die Angst vor der Injektion selbst bezeichnetDa sich die Angst auf sehr konkrete Dinge bezieht, wird die Spritzenphobie als spezifische Phobie klassifiziert. Die Angsterkrankung ist relativ verbreitet, schätzungsweise zwei bis drei Prozent der Bevölkerung sind von der Angst vor der Spritze betroffen. Frauen leiden an der Angstkrankheit häufiger als Männer.

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Was für Formen der Angst vor der Spritze gibt es?

Mediziner unterscheiden die Spritzenphobie in vier Unterarten. Um eine effektive Therapie gegen die Angststörungen zu gewährleisten, ist es wichtig zu bestimmen, unter welcher Art der oder die Betroffene leidet. Dabei wird zwischen folgenden Arten unterschieden:
  • Trypanophobie: Der Begriff bezeichnet die Angst vor der Injektion.
  • Belonophobie (Nadelphobie): Eine Angst vor Nadeln (Kanülen).
  • Aichmophobie: Die Angst vor spitzen Gegenständen, Nadeln eingeschlossen.
  • Vaccinophobie: Die Bezeichnung bezieht sich auf Panik vor Impfungen.

Welche Symptome treten bei der Spritzenphobie auf?

Die Spritzenphobie behandeln lassenIn Angstsituationen reagieren Betroffene mit Symptomen wie Atemnot, Harndrang, Herzrasen, Übelkeit, Schwitzen und Zittern. Die innere Angespanntheit ist für einige nicht auszuhalten, bei ihnen setzt der Verstand durch die Panik komplett aus und die Betroffenen versuchen sich aus der Situation zu befreien (Fluchtverhalten). Andere Angstpatienten erleben die Panik so massiv, dass sie in Ohnmacht fallen.

Was sind die Ursachen für die Angst vor der Spritze?

Die Mehrzahl der Betroffenen kann den Anfang der Spritzenphobie auf ein konkretes Ereignis zurückführen. Die schlechten Vorerfahrungen liegen dabei überwiegend in der Kindheit. Immer wieder berichten Angstpatienten davon, dass sie sich als Kind während einer Impfung oder Blutentnahme von den Eltern allein gelassen, schutzlos und ausgeliefert gefühlt hätten. Einige Betroffene verbinden den Nadelstich durch die Kanülen auch mit starken Schmerzen und haben dadurch eine Scheu vor Spritzen aufgebaut. Bei anderen liegt die Ursache für die Angst vor der Spritze in einem unangenehmen Krankenhausaufenthalt, bei dem ärztliche Prozeduren nicht ausreichend erklärt und als traumatisch wahrgenommen wurden.

Angst vor Spritzen beim Zahnarzt erfolgreich überwinden

Manchmal lassen sich die Gründe für die Spritzenphobie nicht mit den eigenen Erlebnissen in Verbindung bringen. Vielmehr handelt es sich dann um eine erlernte, beispielsweise von den Eltern übertragene Variante. Erlebt ein Kind, dass Familienmitglieder Angst vor Spritzen haben, kann es diese Verhaltensweise für sich übernehmen. Mehrere Studien bestätigen das Phänomen der familiären Häufung von Angsterkrankungen. Konkret ausgedrückt liegt das eigene Risiko an einer Angststörung zu erkranken dreimal höher, wenn bereits ein anderer Familienangehöriger an einer Angsterkrankung leidet. Die Neigung zu Phobien kann genetisch weitergegeben werden.

Welche Möglichkeiten haben wir bei Patienten mit Spritzenphobie ?

Aus langjähriger Erfahrung mit Angstpatienten wissen wir, wie wichtig eine angenehme Atmosphäre und eine behutsame Herangehensweise bei einer Spritzenphobie ist. Wir führen Sie Schritt für Schritt durch die Behandlung, erklären unser Vorgehen und geben Ihnen die Möglichkeit, jederzeit Stopp zu sagen. Wenn Sie die Zeit auf dem Zahnarztstuhl lieber verschlafen möchten, behandeln wir schnell und effektiv unter Sedierung oder Narkose.

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Wie kann die Angst vor der Spritze beim Zahnarzt überwunden werden?

Das Wichtigste ist, sich offen zur Angst zu bekennen, dann können der Zahnarzt und sein Team die Behandlung entsprechend anpassen. Mithilfe der Hypnose können alte Angsterfahrungen aufgebrochen und emotional neu verarbeitet werden, sodass die Injektion entspannter erlebt wird. Der nachhaltigste Weg, um sich von der Spritzenphobie zu befreien, ist die Verhaltenstherapie. Im Rahmen der Therapie werden Patienten in kleinsten Schritten mit ihren individuellen Angstreizen konfrontiert und lernen ihre Angst vor der Spritze zu kontrollieren. Mediziner nennen diese Methode systematische Desensibilisierung. Erfolge stellen sich häufig schon innerhalb weniger Therapiesitzungen ein.

Manchmal ist es auch möglich, komplett auf die Spritze zu verzichten und Medikamente auf anderem Wege zu verabreichen.

Wenn das nicht geht, helfen folgende Tipps gegen die Spritzenphobie:

  • Vertraute Person mit in die Praxis bringen.
  • Flach hinlegen während die Spritze gegeben wird, das verhindert einen Ohnmachtsanfall.Nur langsam aufstehen, damit sich der Kreislauf darauf einstellen kann.
  • Bei akuter Phobie ein Anti-Angst-Medikament verwenden. Das angstlindernde Benzodiazepine wirkt innerhalb von 5  bis 15 Minuten.
  • Atemtechniken einstudieren, die dabei helfen, die Angst vor der Spritze zu kontrollieren. Besonders gut ist die Bauchatmung, bei der während des Einatmens die Bauchmuskeln herausgedrückt werden. Beim Ausatmen wird der Bauch wieder eingezogen.

Die Spritzenphobie bei Kindern

Kinder erleben die Angst vor der Spritze oft stärker. Grund dafür ist, dass die Schmerzintensität im Kindesalter höher liegt.

Wenn Kinder an einer Spritzenphobie leiden, kann der Zahnarzt helfenWenn die Nadel durch die Haut dringt, schmerzt es also stärker als im Erwachsenenalter. Zusätzlich können Kinder gewisse ärztliche Prozeduren weniger gut nachvollziehen, erleben die Ärzte als übermächtig und die eigene Angst als unkontrollierbar. Daher ist ein behutsames Vorgehen bei Kindern, die Angst vor der Spritze haben, besonders wichtig.

Unser Team ist in der Kinderbehandlung bestens geschult. Auf Wunsch behandeln wir Angstpatienten auch unter Sedierung oder Narkose, sodass die Zeit auf dem Zahnarztstuhl einfach verschlafen wird. Sprechen Sie uns darauf an, wenn Sie oder Ihr Kind unter der Spritzenphobie leiden.

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Möchten Sie mehr über die Spritzenphobie und deren Ursachen sowie die Möglichkeiten, diese beim Zahnarzt in Kleinmachnow bei Berlin zu überwinden, erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie 
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 26.10.2016

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