Fistel

Ursache einer Fistel im Mund ist häufig eine Entzündung am Zahn

Schmerzen im Mund durch eine Fistel.

Eine Fistel (lateinisch fistula) im Mund gehört zu den Reaktionen des Organismus auf schädliche Einflüsse. Das Wort Fistel kommt aus dem Latenischen und bedeutet so viel, wie Pfeife (Fistula) oder Röhre. Fisteln sind röhrenartige Verbindungen zwischen inneren Hohlorganen und anderen Organen. Diese können an verschiedenen Körperstellen auftreten, aber häufig treten sie im Mundbereich auf.

Inhaltsübersicht

Wie entsteht eine Fistel (lateinisch Fistula) im Mund?

Eine Mundfistel beginnt damit, dass eine Zahnwurzel entzündet ist.Keime im Mundraum begünstigen die Entstehung einer Mundfistel. Diese können eindringen, wenn eine mangelnde Mundhygiene oder ein geschwächtes Immunsystem vorliegt. Auch das Rauchen gilt als Risikofaktor. Eine Mundfistel beginnt mit einer kränkelnden Zahnwurzel. Das Immunsystem versucht dagegen anzukämpfen, was zu einer Entzündung führt.

Es bildet sich ein entzündlicher Herd, der an Größe zunimmt und den Knochen zerstört. Die Schmerzen erhöhen sich und der Druck nimmt zu, bis sich der Eiter von der Zahnwurzel in die Mundhöhle entleert, so entsteht eine Art Röhre, die Verbindung von der Entzündung zum Mundraum, der sogenannten Fistelgang. Diese unnatürliche Verbindung wird als Mundfistel bezeichnet.

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Ursachen für Mundfisteln

Ursache für Zahnfisteln sind also Enzündungen an der Wurzelspitze, verursacht durch das Eindringen von Bakterien. Weitere mögliche Ursachen können sein:

  • Mundschleimhautentzündungen
  • kranke Zahnwurzeln durch mangelhafte Mundhygiene, Nikotin
  • Zahnentzündungen
  • viraler Infekt
  • geschwächtes Immunsystem
  • Wunden im Mund-und Rachenraum
  • Druckstellen durch Zahnersatz

Symptome und Verlauf einer Fistel (lateinisch Fistula)

Am Anfang einer Fistelbildung sind die Zahnschmerzen gering.Die Beschwerden sind im Anfangsstadium relativ gering. Aus diesem Grund wird sie vom Betroffenen als einfache Entzündung wahrgenommen. Im Laufe der Wochen entsteht ein leicht klopfender Schmerz, der von einem anhaltenden Spannungszustand begleitet wird. Die Fistel führt zu einer Anschwellung im Gebiet des erkrankten Zahnes. In der mittleren Phase präsentiert sich diese als Eiterblase, die einen starken lokalen Schmerz verursacht. Sobald der Druck seinen Höhepunkt erreicht, entleert sich der Eiter über den Fistelgang in die Mundhöhle. Die Schmerzen nehmen kurzfristig ab, doch die Zerstörung des Kieferknochens schreitet voran. Wer sich nicht rechtzeitig behandeln lässt, riskiert eine Entzündung des Knochenmarks.

Zahnfleischfistel als natürliche Reaktion des Körpers


Fistelgang an ZahnwurzelEine Fistel kann grob mit einem röhrenförmigen Abflusskanal verglichen werden. Sie dient zum Durch- und Abfluss von Flüssigkeit. In der Regel handelt es sich bei der Flüssigkeit um Eiter, der aufgrund einer Entzündung entsteht und durch die Fistel abgeleitet wird. Es wird zwischen angeborenen, künstlich angelegten und krankhaften unterschieden, wobei die krankhaften in der Regel operativ behandelt werden müssen. Sehr oft bildet sich aufgrund der entzündlichen Ursache eine Blase im Mund.


Wenn Sie eine krankhafte Mundfistel haben, besteht neben dieser eine bakterielle Entzündung. Diese äußert sich durch eine fühlbare, mit Eiter gefüllte Schwellung, die Schmerzen, Jucken und ein Druckgefühl auslöst.

Diagnose von Mundfisteln

Die Diagnose, erfolgt durch den Röntgenbefund. Im Vorfeld erhebt der Zahnarzt im Rahmen der Untersuchung von Zähnen und Zahnfleisch einen optischen Befund, um eventuelle weitere Quellen eines Entzündungsherdes ausschließen zu können. Der abschließende Röntgenbefund dient der genauen Lokalisierung der Zahnfistel und der Diagnose des Stadiums. Anhand der durch die optische Befundung und die Röntgenaufnahme erhaltenen Informationen leitet der Zahnarzt die entsprechenden Therapiemaßnahmen ein.

Zahnabszess als Anzeichen einer chronischen Infektion

Ein Zahnabszess ist eine röhrenförmige Verbindung zwischen einem Entzündungsherd an der Zahnwurzel und dem Mund. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung, die durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese dringen bevorzugt durch schadhafte Stellen am Zahn ein und verursachen eine eitrige Infektion an der Wurzelspitze. Wird der Druck zu groß, entleert sich der Eiter über die röhrenförmige Verbindung in die Mundhöhle. Dieser Prozess wiederholt sich kontinuierlich. Im Verlauf des chronischen Entzündungsprozesses kommt es zu immer stärkeren Schmerzen und einer stärker werdenden Schwellung des betroffenen Bereiches.

Behandlungsmethoden von Zahnfisteln

Um die Entzündung zu stoppen, werden Mundfisteln häufig zunächst mit Antibiotika behandelt.Bei Ihrer Mundfistel wird der Zahnarzt zunächst nach der Ursache suchen. Mundfisteln, die sich aus Entzündungen und Abszessen gebildet haben, müssen regelmäßig mit Antibiotika behandelt werden.

Je nach Größe, Ursache und Sitz kommt eine operative Behandlung durch den Zahnarzt in Betracht. In diesem Fall wird die Fistel im Mund geöffnet und entleert. Auch nach diesem Eingriff wird antibiotisch nachbehandelt, um eine Heilung zu beschleunigen. Nach Behandlung der Ursache (entzündete Wurzelspitze, Zahnfleischtaschen) durch den Zahnarzt bildet sich die Fistel von selbst zurück.

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Was ist der Unterschied zwischen Zahnfistel und Abszess am Zahn?

Zahnfistel und einem Abszess am Zahn unterscheiden sich durch ihren Aufbau. Sie besitzt eine röhrenförmige Gestalt und ist eine Verbindung zwischen zwei Organen oder einem Organ und der Hautoberfläche. Angestauter Eiter entleert sich selbsttätig über die Öffnung, sobald der Druck im Grund zu hoch wird. Ein Abszess ist ein in sich geschlossener Entzündungsherd und kapselt sich vom umliegenden Gewebe ab und muss chirurgisch geöffnet werden. Ein nicht behandelter Abszess am Zahn verursacht oft schwer lokalisierbare große Schmerzen und Schwellungen. Unbehandelt kann der Abszess bis zum Zahnverlust führen.

Wie kann man diese chronische Entzündung verhindern?

Fisteln im Mund vorbeugen

Eine Dentalfistel bildet sich im Rahmen einer durch Bakterien verursachten chronischen Entzündung aus, die der Körper ohne therapeutische Unterstützung nicht bekämpfen kann. Verschiedene präventive Maßnahmen unterstützen den Körper, Entzündungsherde erst gar nicht entstehen zu lassen.

Unverzichtbar ist eine gründliche Mundhygiene in Form regelmäßigen Zähneputzens. Schwer zugängliche Stellen und die Zahnzwischenräume werden mit Zahnseide und Interdentalbürstchen sorgfältig gereinigt. Ein Beratungstermin beim Zahnarzt unterstützt den Patienten beim Erlernen der korrekten Putztechniken für eine optimale Reinigung der Zähne.

Ist das Immunsystem geschwächt, haben entzündliche Prozesse eine größere Chance, sich zu einem chronischen Entzündungsherd auszubilden. Daher zählt die Stärkung des Immunsystems ebenfalls zu den präventiven Maßnahmen. Passiert es dennoch, dass sich im Wurzelbereich des Zahnes eine Entzündung bildet, ist der regelmäßige Zahnarztbesuch ein wirksames Mittel, um diese so früh wie möglich zu entdecken und zu behandeln und eine Fistelbildung zu verhindern.

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Was passiert, wenn eine Mundfistel nicht ausreichend behandelt wird?

Eine Mundfistel ist die Folge einer Entzündung, die eine vollständige Heilung benötigt. Solange der röhrenförmiger Gang nicht geschlossen ist, können neue Keime in die offene Wunde eintreten. Die Fistel kann wieder aufbrechen und sogar den Oberkiefer infizieren, sofern die Zahnwurzel entfernt wurde. Da die Verbindung zwischen Kiefer- und Mundhöhle relativ dünn ist, begünstigt das einen Durchbruch der Mundfistel.

Folgen, wenn eine Mundfistel nicht behandelt wird

Die lokalen Schmerzen fallen zunächst relativ hoch aus, bis sie nach wenigen Wochen spürbar nachlassen. Das hat nichts mit einer Heilung zu tun, sondern mit dem Auswurf des Eitersekrets. Das Abszess ist durch das Zahnfleisch bis zur Mundhöhle durchgedrungen. Es droht die dauerhafte Schädigung des Kieferknochens und Knochenmarks. Eine Fistel kann sich bis in den Rachenraum ausbreiten. Es droht Lebensgefahr, da die Infektion zu einer Anschwellung des Rachens und damit zu Atemnot führen kann.

Die Bakterien breiten sich im ungünstigen Fall im gesamten Organismus aus – die Folgen können schwere Schädigungen an den inneren Organen wie Herz oder Niere sein. Eine sehr schwerwiegende Folge ist die Endokarditis, als Herzmuskelentzündung bekannt. Diese Erkrankung des Herzens kann im äußersten Fall tödlich enden.

Infektionen und Wurzelentzündungen

Eine Zahnfistel kann eine chronische Infektion anzeigen.

Wie bereits erwähnt, kann eine Fistel ein Indikator für eine chronische Infektion sein, die sich z.B. an der Zahnwurzel befindet. An dieser Wurzel kommt es zu einer Ansammlung von Eiter, die ein Abszess verursachen kann und auf eine bakterielle Entzündung der Zahnpulpa deutet, die sich bis auf die Wurzelhaut ausbreiten kann und nicht selten ein apikales Granulom mit sich bringt.

Mit Homöopathie gegen Mundfisteln?

Homöopathie bei Mundfistel wurde in der Vergangenheit sehr wirksam eingesetzt.Eine Behandlung mit Medikamenten lindert die Schmerzen, führt aber keine dauerhafte Heilung herbei. Es ist eine Operation erforderlich. Die homöopathische Behandlung erfolgt mit Silicea C4 oder Hekla Lava C5, abhängig vom Schweregrad der Entzündung. Es gilt der gleiche Grundsatz wie beim Medikament: Ohne OP kann keine vollständige Heilung erfolgen.

Die arteriovenöse Fistel (lateinisch Fistula)

Bei der arteriovenösen Fistel handelt es sich um eine sogenannte Kurzschlussverbindung einer Vene und einer Arterie. Im Normalfall fließt das Blut von der Arterie in ein feinstes Kapillarnetz. Die einzelnen Kapillare bündeln sich zu abführenden Venen. Bildet sich eine arteriovenöse Fistel, umgeht das Blut das Kapillarnetz und fließt von der Arterie direkt in die Vene. Im menschlichen Körper befindet sich im Normalfall nur eine unbedeutende Anzahl dieser Fisteln.

Eine seltene angeborene Fehlbildung stellen größere arteriovenöse Fisteln dar. Sie weisen einen krankhaften Charakter auf und werden durch entsprechende Maßnahmen korrigiert. Als Nebenwirkung einer Arterienpunktion in der Leiste treten diese Fisteln als Komplikation im Ausmaß von 1 % aller durchgeführten Eingriffe auf. Eine Sonderstellung nimmt die künstlich geschaffene arteriovenöse Fistel bei Dialyse-Patienten ein. Sie ermöglicht eine punktionsfähige Vene für die Dialyse; setzt jedoch eine ausführliche Anamnese voraus um die Anlage und Reifung der Fistel nicht durch Risikofaktoren, wie Diabetes mellitus und andere Kriterien zu gefährden.

Wo können Fisteln (lat. Fistula) auftreten und wo liegen die Ursachen?

Eine der häufigsten Fisteln ist die Sinus Pilonidalis, als Steißbeinfistel bekannt. Bei der als Morbus Crohn bekannten Darmentzündung treten ebenfalls häufig Fisteln auf, die aufwendige Behandlungen nach sich ziehen. Die Bildung einer Analfistel im Analbereich (rektovaginale Fistel) wird durch Diabetes gefördert. Sie sind oft schwer behandelbar. In letzter Konsequenz wird bis zur Abheilung ein künstlicher Darmausgang gelegt. Zu den Ursachen vzählen Abszesse, die über den Weg einer Fistel eine Abflussmöglichkeit aufbauen, Krebsgeschwüre oder allgemeine chronisch-entzündliche Prozesse.

Möchten Sie mehr über die Behandlungsmöglichkeiten von Fisteln in unseren Praxen in Berlin und Kleinmachnow erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 28.11.2016

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