Aphten

Aphten (Orale Aphthose)  - Defekte an der Mundschleimhaut verursachen heftige Zahnschmerzen

Aphten treten ohne Vorwarnung auf der Innenseite der Lippe, der Zunge oder auf dem Zahnfleisch auf und verursachen trotz ihrer begrenzten Größe erhebliche Schmerzen: die Aphten bzw. Aphthen (gesprochen: Aften). Sprechen und Kauen wird behindert, an Lächeln ist gar nicht zu denken. Einmal diagnostiziert, können die Aphten aber für eine schnellere Abheilung behandelt und der Schmerz gelindert werden.Aphten an der Unterlippe


Inhaltsübersicht:

Was sind Aphten (Orale Aphthose)?

Apthen auf der ZungeBei den sogenannten Aphten (gesprochen "Aften") handelt es sich um einen Defekt auf der Schleimhaut, der zumeist im Mund aber auch auf anderen Schleimhäuten auftreten kann. Die Aphte ist meist rund oder oval in der Form und überschreitet selten eine Größe von einem Zentimeter. Umschlossen von einem gereizten und geröteten Rand gehen von dem Bläschen Schmerzen und meist auch ein Fremdkörpergefühl aus. Oft treten Aphten im Rahmen einer Stomatitis auf.

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Wie entstehen Aphten?

Wie und warum genau Aphten auf dem Zahnfleisch und der Schleimhaut entstehen, ist nach wie vor unklar. Die entzündliche Veränderung kann in jedem Lebensalter auftreten, zeigt sich bei Kindern und Senioren allerdings etwas seltener. Zudem leiden Frauen häufiger unter Aphten als Männer. Die Bläschen der Aphten zeigen sich in der Regel verstärkt, wenn das Immunsystem bereits allgemein geschwächt ist. Auch psychischer Stress kann das Auftreten von Aphthen begünstigen.

Zu weiteren möglicherweise auslösenden, aber zumindest begünstigenden Faktorenvon Aphthen zählen:

  • Bestimmte Lebensmittel und Unverträglichkeiten, wie beispielsweise gegen Zitrusfrüchte, Tomaten, Ananas und Kiwi, Nüsse
  • Erbliche Veranlagung von Aphten
  • Mangelerscheinungen
  • Hormonschwankungen während des weiblichen Menstruationszyklus
  • Die Einnahme einiger Medikamente
  • Chronische Erkrankungen und Syndrome, wie Morbus Crohn, Magengeschwüre, Zöliakie, Sweet-Syndrom und Morbus Behçet
  • Akute Magen-Darm-Beschwerden
  • Mechanische Reize, beispielsweise durch Zahnspangen oder Prothesen aber auch scharfe oder raue Kanten der Zähne, versehentliches Beißen auf Zunge und Zahnfleisch
  • bestimmte Inhaltsstoffe in Zahncremes

Aufgrund der Vielzahl der möglichen Auslöser ist das gezielte Vorbeugen vor einer Aphte nahezu unmöglich.

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Krankheitsbild und Symptome von Aphten

Die Aphten werden grundsätzlich in drei verschiedene Formen unterschieden. Die weitaus häufigste ist die sogenannte Minor-Aphte. Diese ist mit weniger als einem Zentimeter Größe verhältnismäßig klein und heilt schnell und narbenfrei wieder ab.

Von der Major-Aphte ist die Rede, wenn es sich um größere Bläschen handelt. Diese weisen nicht nur einen deutlich größeren Umfang auf, sie schädigen das Gewebe auch tiefergehend und benötigen daher längere Zeit, um vollständig zu verheilen. Zudem hinterlassen sie oftmals Narben.

Bei der dritten Form handelt es sich um sogenannte herpetiforme Aphten, die in ihrer Erscheinung an mit Herpes einhergehenden Bläschen erinnern und zumeist in größerer Anzahl auftreten.

Die Aphten äußern sich durch das bereits beschriebene Aussehen, Schmerzen und Entzündungen. Öffnet sich die Aphte, zeigt sie sich im Anschluss milchig, weiß oder gelblich.

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Diagnose von Aphten

Für den Zahnarzt ist es sehr einfach möglich, die Läsionen der Mundschleimhaut auf den ersten Blick zu diagnostizieren. Spezielle Labortests sind allerdings nicht möglich, mit diesen könnten lediglich begünstigende Krankheiten festgestellt werden.

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Sollte man Aphten mit Hausmitteln therapieren?

Mundspülung gegen AphtenDa die Läsionen in der Regel von allein abheilen, ist eine Behandlung einer Aphte nicht nötig. Schmerzen und Fremdkörpergefühl können jedoch gelindert und die Heilung beschleunigt werden. Für die erste Hilfe gegen Aphten bieten sich vor allem mit dem Wattestäbchen aufgebrachte Hausmittel, aber auch antibakterielle Mundspülungen, Wasserstoffperoxid und schmerzlindernder Cremes für die Mundschleimhaut an. Eine solche Behandlung unterstützt gleichfalls die häufig zur gleichen Zeit auftretende Stomatitis.


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Was kann man gegen Aphten tun?

Gegen Schmerzen, Schwellungen und die Entzündung selbst haben sich in erster Linie natürliche Stoffe und Hausmittel, die mit einem Wattestäbchen auf die betreffenden Stellen aufgetragen werden, bewährt. Zu diesen gehören:

  • Kamillentinktur
  • Teebaumöl
  • Salbeitee
  • Grüner Tee
  • Auszüge aus Nelke, Ringelblume und Myrrhe
  • Langsames Kauen von frischer Papaya oder Ingwer
  • Propolis

Sind Aphten ansteckend?

Aphten sind nicht ansteckend. Bei Unsicherheit sollte aber dennoch durch den Zahnarzt bestätigt werden, dass es sich tatsächlich um Aphten handelt und nicht um eine andere Erkrankung. Das gilt übrigens auch, wenn die Aphten sehr häufig auftreten.

 

Hilft Homöopathie bei Aphten?

Homöpatische Mittel gegen AphtenHomöopathische Mittel können ebenfalls gegen die Aphte selbst und den durch sie verursachten Schmerz helfen. Allerdings gibt es hier nicht ein einziges Mittel, wie beispielsweise Rittersporn oder Natriumchlorid (Kochsalz), das bei allen Patienten gleich gute Resultate erzielt. Wie bei allen anderen Erkrankungen wird in der Homöopathie der Mensch als Ganzes und als Individuum betrachtet - daher müssen bei der Mittelwahl weitere Faktoren beachtet werden.

Sinnvoll ist es, einen Arzt mit entsprechender Zusatz-Qualifikation oder einen Heilpraktiker aufzusuchen.

Was tun bei Aphten unter der Prothese?

Aphten sind an sich bereits schmerzhaft und mehr als unangenehm. Befinden sie sich unter einer Zahnprothese oder der Zahnspange sind die durch sie verursachten Beschwerden oft kaum auszuhalten. Werden Prothese oder Spange bis zur vollständigen Abheilung nicht getragen, kann das aber wiederum Probleme nach sich ziehen. Zudem treten dann bedingt durch scharfe Kanten oder schlechten Sitz oftmals bald wieder entzündliche Bläschen auf.Prothese

In diesen Fällen sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, der die Aphte mit speziellen Mitteln dehydrieren und so die Schwellung beseitigen kann. Zudem ist es nötig, die auslösenden Störfaktoren zu beseitigen.


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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 28.11.2016

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