Knochenhautentzündung

Die Knochenhautentzündung, med. als Periostitis bezeichnet, betrifft ausschließlich die Knochenhaut.

Schmerzen im Kiefer können vielfältige Ursachen haben. Eine Zahnfleischentzündung stellt dabei nur einen möglichen Auslöser dar. So kann auch eine Entzündung der Knochenhaut als Ursache ausgemacht werden. Da eine Knochenhautentzündung im Kieferknochenbereich Zahnverlust zur Folge haben kann, bedarf eine Periostitis stets der Behandlung durch einen erfahrenen Zahnarzt.Aufbau des Knochens

Inhaltsübersicht

Was ist die Knochenhaut?

Die Knochenhaut (med. Periost) umgibt und schützt die Knochen als bindegewebsartige Hülle. Zu ihren Bestandteilen gehören eine äußere Kollagenschicht, die elastische Fasern enthält, und eine innere Schicht, in der Blutgefäße und Nerven verlaufen. Im Gegensatz zum Knochen ist die Knochenhaut äußerst schmerzempfindlich.Aufbau des Knochens

Was ist unter einer Knochenhautentzündung zu verstehen?

Die Knochenhautentzündung, med. als Periostitis bezeichnet, ist eine Erkrankung, die nicht den gesamten Knochen betrifft, sondern ausschließlich die Knochenhaut. Der Krankheitsverlauf kann akut oder chronisch sein. Grundsätzlich ist sie mit typischen Symptomen einer Entzündung wie Rötung und Schwellung verbunden. Zudem klagen Betroffene oftmals über Schmerzen, welche eine lange Zeit andauern können. Eine Entzündung der Knochenhaut ist gleichermaßen im Kindes- und im Erwachsenenalter möglich. Der Nachweis der Erkrankung erfolgt durch spezifische diagnostische Verfahrenstechniken.

Welche Symptome kennzeichnen eine Knochenhautentzündung?

Zu den ersten Symptomen einer Knochenhautentzündung zählen örtliche Rötung, Erwärmung, Schwellung und Schmerzhaftigkeit des betroffenen Areals. Eine eitrige Entzündung geht mit heftigem Unwohlsein sowie einer Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes aufgrund der entstandenen Sepsis einher. Die Schmerzen treten lokal begrenzt auf, sind jedoch sehr stark. Außerdem kann es durch eine sogenannte Fisteleiterung zu eitrigem Ausfluss kommen.Schmerzen infolge einer Knochenhautentzündung

Wie lange dauert eine Periostitis?

Bei einer Knochenhautentzündung flammt eine bereits seit längerem bestehende Entzündung plötzlich wieder auf. Diese geht häufig von einem toten Zahn aus. Druck und Wärme verschlimmern den Schmerz und die Behandlung mit Kälte lindert die Beschwerden nur für kurze Zeit. Bei Entzündungen im Zahn- und Kieferbereich sollte umgehend ein Zahnarzt aufgesucht werden, da die Beschwerden sich sonst verschlimmern und ernste Folgen wie beispielsweise eine Knochenentzündung (Osteomyelitis), eine Entzündung der Wurzelspitze oder eitrige Abszesse zur Folge haben können.

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Welche Ursachen hat eine Knochenhautentzündung?

Ausbreitung einer Entzündung im KreislaufAls Ursache für eine Knochenhautentzündung kommen sowohl mikrobielle Keime als auch mechanische Einflüsse infrage. Für eine bakteriell bedingte Entzündung sind zumeist Streptokokken oder Staphylokokken verantwortlich. Ebenso kann eine Periostitis durch eine Infektion mit verschiedenen Viren verursacht werden. Die Krankheitserreger gelangen beispielsweise durch offene Verletzungen oder in Zusammenhang mit Operationen in Ihren Körper. Häufig breitet sich bei dieser Form die Entzündung bis in das Knochenmark und das Knochengewebe aus.

Oftmals entsteht eine Knochenhautentzündung dabei durch eine Überlastung beim Joggen im Knie. Zu den mechanischen Auslösern für eine Knochenhautentzündung im Bereich des Kieferknochen gehören unter anderem der Zahnunfall und der damit in Verbindung stehende Kieferbruch.

Welche Folgen hat eine Periostitis?

Grundsätzlich sollten Sie eine Entzündung der Knochenhaut nicht längerfristig in Selbsttherapie behandeln, da auch die harmlosere aseptische Form einen chronischen Verlauf nehmen und damit eine tagtägliche physische und psychische Belastung darstellen kann.Apicale Entzündung

Bei einer zerstörten Knochenhaut bilden sich schwammige Fleischwärzchen und oftmals auch Eiterherde, die die Knochenrinde beschädigen. Eine Karies ist häufig die Folge. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Knochenentzündung (Osteomyelitis). Diese greift dann oftmals auch benachbarte Gelenke an. Sollte sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten, kann es zu einem apikalen Granulom als Folgeerscheinung kommen, welches die Entwicklung einer Zyste an der Zahnwurzel begünstigt. Ist die Kieferknochenentzündung schon sehr weit fortgeschritten, entstehen Knochennekrosen im Kiefer, die sogar eine Zahnlockerung zur Folge haben können.

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Wie kann man einer Knochenhautentzündung vorbeugen?

Knochenhautentzündungen treten häufig nach komplizierten Zahnextraktionen oder Wurzelbehandlungen auf. Der Zahnarzt verordnet seinen Patienten nach diesen Eingriffen neben einer sorgfältigen Mundhygiene häufig Mundspülungen wie Chlorhexamed. Durch regelmäßige Spülungen wird der gesamte Mundraum desinfiziert. Bakterien und Keime, die Entzündungen an der Knochenhaut begünstigen, werden dadurch wirksam zerstört.Chlorhexamed bei Entzündungen

Um Entzündungen der Knochenhaut und anderen dentalen Problemen vorzubeugen, ist eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene überaus wichtig. Besonders nach schwierigen zahnärztlichen Eingriffen wie Zahnextraktionen oder Wurzelbehandlungen sind Nachsorgetermine Pflicht. Der Zahnarzt kontrolliert die Wundbereiche im Kiefer und kann Entzündungen, die sich noch im Anfangsstadium befinden, wirksam und frühzeitig behandeln. So muss es gar nicht erst zu einer schmerzhaften Knochenhautentzündung kommen.

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Was kann man gegen eine Knochenhautentzündung tun?

Einer beginnenden Entzündung der Knochenhaut können Sie bereits mit der Kühlung der angegriffenen Bereiche entgegenwirken. Als Hausmittel bieten sich Quarkwickel, Kühlakkus und die Einnahme von Schüssler-Salzen an.Unterstützender Einsatz von Schüssler Salzen

Folgende Schüssler Salze werden innerlich gegen Periostitis eingesetzt:

  • Silicea
  • Kalium jodatum


Ganz nach Ihrem Gutdünken können Sie entweder alle passenden Schüssler Salze, maximal drei Salze zur gleichen Zeit oder nur ein einzelnes der vorgeschlagenen Schüssler Salze auswählen.

Bei einer eitrigen Knochenhautentzündung werden hoch dosierte Antibiotika eingesetzt.

Zur Bekämpfung der Schmerzhaftigkeit haben sich schmerzlindernde Arzneistoffe bewährt. Salben und andere äußerlich anzuwendende Substanzen begünstigen ebenfalls die Abheilung der Knochenhautentzündung.

Wie kann eine Knochenhautentzündung behandelt werden?

Eine Knochenhautentzündung gehört auf jeden Fall in zahnärztliche Behandlung. Eine Selbsttherapie durch den Patienten über einen längeren Zeitraum ist nicht zu empfehlen, da die Behandlung mit Hausmitteln die Beschwerden meist noch verschlimmert.Lokalanästhesie beim Zahnarzt
Sollten sich nach schwierigen Zahnextraktionen bereits Nekrosen gebildet haben, muss der Zahnarzt mit einem speziellen Eingriff eine frische Wundfläche an der betreffenden Kieferstelle schaffen. Bei diesem Eingriff sollte eine Lokalanästhesie beim Patienten erfolgen, um ihm unnötige Schmerzen zu ersparen. Desinfizierende und schmerzlindernde Medikamente, die über eine Tamponage eingelegt und regelmäßig vom Zahnarzt gewechselt werden, beschleunigen den Heilungsprozess und lindern Schwellungen und Schmerzen. Bei leichten Fällen von Knochenhautentzündung reicht in der Regel auch das regelmäßige Spülen und Reinigen des Wundbereichs durch den Zahnarzt ohne Lokalanästhesie aus.

Wie lassen sich die Folgen einer Knochenhautentzündung zahnärztlich behandeln?

Die Heilung einer Knochenhautentzündung kann sich durchaus über mehrere Wochen hinziehen. Akute Beschwerden klingen in den meisten Fällen bereits nach ein- bis zweimaligen medikamentösen Einlagebehandlungen durch den Zahnarzt schon sehr gut ab.Regelmäßige Kontroll- und Nachsorgebesuche beim Zahnarzt

Der Patient sollte aber zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen gehen, damit sich die Knochenhautentzündung nicht erneut bildet. Schwellungen und Entzündungen sind Folgen einer Knochenhautentzündung, die ebenfalls der Behandlung durch den Zahnarzt bedürfen. Der Patient sollte für die Beschleunigung des Heilungsprozesses zu Hause regelmäßig desinfizierende Spülungen vornehmen, um Keime und Bakterien zu beseitigen.

Möchten Sie mehr über das Thema Knochenhautentzündung erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch in unserer Praxis in Kleinmachnow bei Berlin:

Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 10.11.2016

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