Vollnarkose beim Zahnarzt - Kosten

Vollnarkose beim Zahnarzt: Wonach berechnen sich die Kosten?

Für viele Patienten mit großer Angst vorm Zahnarzt kommt eine Behandlung nur unter Vollnarkose in Betracht. Insbesondere bei ausgewachsenen Phobien ist die einzig praktikable Lösung die Vollnarkose beim Zahnarzt. Kosten fallen in diesem Fall zwar zusätzlich zur Behandlung an, aber bei sehr schmerzhaften oder komplizierten Zahnoperationen kann sie sich für Sie als Patienten sehr lohnen.

 

Gesetzlich Krankenversicherte müssen in den meisten Fällen die Vollnarkose aus eigener Tasche bezahlen. In einzelnen Fällen können die Kosten dafür aber auch von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Wir erklären Ihnen, wann das der Fall ist und was eine Narkose Sie sonst kostet.

Inhaltsübersicht:

Keine Schmerzen dank Vollnarkose

Die Vollnarkose beim Zahnarzt wird, bis auf wenige Ausnahmen, privat berechnet. Aber in speziellen Fällen wie z.B. einer Kindernarkose kann, bei entsprechender Begründung, eine Kostenerstattung erfolgen. 

Kosten einer Vollnarkose müssen kalkuliert sein, der Heil- und Kostenplan informiert darüber, mit welchem zeitlichen Aufwand zu rechnen ist.

Der Anästhesist erstellt Ihnen prinzipiell vor der Vollnarkose einen detaillierten privaten Heil-und Kostenplan, welcher auf den kalkulierten Zeiteinheiten für die zahnärztliche Behandlung vom Zahnarzt beruht.

Wie hoch sind die Kosten für eine Vollnarkose beim Zahnarzt?

Wie hoch die Kosten für eine Vollnarkose ausfallen, kann nicht pauschal beantwortet werden. Sie richten sich nach der Zeit, in der der Patient anästhesiert ist, also nach dem Umfang der Zahnbehandlung. Eine Stunde in Vollnarkose kostet in etwa 250 Euro, jede weitere halbe Stunde wird mit 50 Euro beziffert. Eine Zahnbehandlung im Dämmerschlaf kann bei vielen Behandlungen aber stattdessen sinnvoll sein, sie schlägt nur mit ca. 80 bis 180 Euro zu Buche.

Die Kosten für eine Vollnarkose beim Zahnarzt können sich auf mindestens 250 Euro berufen, je nach Dauer des Eingriffs.

Was kostet also eine Vollnarkose beim Zahnarzt? Lassen Sie sich hier von Ihrem Zahnarzt ausführlich beraten, welches Vorgehen hier sinnvoll ist und mit welchen Kosten bei einer Vollnarkose zu rechnen ist.

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Welche Faktoren bestimmen hier die konkreten Kosten?

Wie viel Patienten zahlen, hängt davon ab, ob die Vollnarkose medizinisch erforderlich ist oder ob es sich um eine sogenannte Wunschnarkose handelt. Ist die Vollnarkose medizinisch notwendig, übernimmt in der Regel die Krankenkasse die Kosten. Bei einer Wunschnarkose handelt es sich um eine Privatleistung, die vom Patienten getragen wird. Die konkreten Kosten richten sich dann nach der Dauer des Eingriffs.

Kosten Vollnarkose: Eine Zahnbehandlung unter vollständiger Betäubung beim Zahnarzt muss in den meisten Fällen vom Patienten gezahlt werden.

Kosten Vollnarkose - Wann zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dann die Vollnarkose, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

  • Kinder unter zwölf Jahren werden unter Vollnarkose behandelt, wenn eine Behandlungsbereitschaft fehlt und eine örtliche Betäubung deshalb unmöglich ist.
  • Menschen mit Behinderung bzw. alle Patienten, die aufgrund ihres geistigen Zustandes oder bei Bewegungsstörungen nicht kooperieren (können) und sich selbst während der Behandlung gefährden können, erhalten eine kostenlose Vollnarkose.
  • Allergien gegen die Betäubungsmittel oder organische Erkrankungen sind ebenfalls ein Grund, bein dem die gesetzlichen Krankenkassen Kosten übernehmen.
  • Bei Angstpatienten zahlen die gesetzlichen Krankenkassen die Vollnarkose nur dann, wenn eine Angstphobie vorliegt und diese auch durch ein psychiatrisches Attest von Ihrem behandelnden Therapeuten nachgewiesen wurde.
  • Bei größeren zahnchirugischen Eingriffen, bei denen eine örtliche Betäubung nicht ausreicht: Wann das der Fall ist, wird Ihnen Ihr Zahnarzt gern erläutern.
Die Kosten für einen Vollnarkose müssen immer dann selbst getragen werden, wenn die Voraussetzungen der Krankenkassen nicht erfüllt sind. Dennoch kann aber die Zahnbehandlung unter Narkose sinnvoll sein.

Liegen keine dieser Voraussetzungen vor, müssen die Kosten für die Vollnarkose von den Patienten selbst getragen werden. Es gibt durchaus auch Fälle, in denen die Narkose sinnvoll ist, aber dennoch selbst finanziert werden muss. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn alle Weisheitszähne in einer Sitzung gezogen werden sollen.

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Kosten für Privatpatienten

Bei den privat versicherten Patienten hängt es von dem jeweiligen Tarif ab, ob die Kosten für die Vollnarkose von den privaten Krankenkassen getragen werden. In jedem Fall sollte vor der Behandlung der zuständige Sachbearbeiter der privaten Krankenversicherung kontaktiert werden, um sich die Durchführung unter Vollnarkose mit einer entsprechenden Kostenzusage bestätigen zu lassen.

Bei welchen Zahnbehandlungen wird sie eingesetzt?

Der Besuch beim Zahnarzt soll möglichst schmerzfrei verlaufen. In der Regel wird der Schmerz mit einer örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) ausgeschaltet. Doch es gibt Fälle, in denen eine örtliche Betäubung nicht ausreicht, nicht möglich oder schlicht nicht sinnvoll ist und stattdessen die Zahnbehandlung in Vollnarkose durchgeführt wird.


Die Kosten der Vollnarkose werden beim Zahnarzt nicht immer übernommen, aber bei vielen Eingriffen ist sie aus verschiedenen Gründen dennoch sinnvoll.
Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sehr schmerzhafte bzw. langwierige Behandlungen stattfinden sollen, besonders bei der Behandlung von Angstpatienten, unruhigen Kindern, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Patienten mit körperlicher oder geistiger Behinderung der Fall. Typische Situationen, in denen eine Zahnbehandlung unter Vollnarkose durchgeführt wird, sind:

  • Zahnextraktion (operative Entfernung von meist mehreren Zähnen, etwa den Weisheitszähnen)
  • Implantation (operativer Einsatz oder Entfernung eines Zahnimplantats)
  • Abszesse (bei der Abszessentfernung ist eine Lokalanästhesie unwirksam)
  • Wurzelspitzenresektion (für absolute Schmerz- und Angstausschaltung)
  • komplexe Behandlungen bei Zahnarztphobie (Patienten jeden Alters)
  • lange Behandlungsdauer (etwa bei Behandlung vieler Zähne in mehreren Quadranten)
  • starker Würgereiz (hyperemetische Reaktion)
  • Vorerkrankungen oder Allergie, die den Einsatz der Lokalanästhesie unmöglich machen
  • Verhaltensstörungen (Patienten, die nicht ruhig sitzen bleiben können)
  • Patienten mit mangelnder Kooperation aufgrund einer geistigen oder körperlichen Behinderung

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Zahnbehandlung Vollnarkose - Vorteile

Die Vorteile der Vollnarkose liegt auf der Hand:

  • Der Patient spürt und merkt nichts von dem ambulanten Eingriff.
  • Der Angstpatient kann schonend behandelt werden.
  • Die Vollnarkose ermöglicht dem Zahnarzt  sämtliche, zahnärztliche Sanierungsmaßnahmen
    (z.B. Entfernung der Karies, Wurzelbehandlung) durchzuführen.
  • Vor allem implantat-prothetische Rehabilitationen mit Zahnersatz, bei denen umfangreiche Behandlungsschritte in einem Termin zusammengefasst werden können, kommen bei Angstpatienten vorzugsweise zur Anwendung.

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Was kostet eine Vollnarkose bei der Weisheitszahnentfernung?

Bei Angstpatienten und vor allem wenn es um die Entfernung aller vier Weisheitszähne auf einmal geht, ist die Vollnarkose eine sinnvolle Lösung. Anstatt schrittweise in mehreren Sitzungen zu arbeiten, werden alle vier Weisheitszähne bei einem Praxisbesuch entfernt.

Kostem für eine Vollnarkose bei einer Weisheitszahnentfernung aller vier Zähne trägt der Patient selbst. Allerdings kann das eine sinnvolle Investition sein.

Der Eingriff muss unter Vollnarkose durchgeführt werden, diese wird als Privatleistung abgerechnet. Die genauen Kosten richten sich nach der Dauer des Eingriffs. Je nachdem wie die Wurzeln liegen und wie schwierig die Zähne zu entfernen sind, kann es zwischen 10 und 20 Minuten pro Zahn dauern. Somit ergibt sich eine Dauer von knapp unter einer Stunde bis etwa 90 Minuten. Die Kosten eine Vollnarkose bei der Weisheitszahnentfernung liegen also in etwa bei 250 bis 300 Euro.

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Was kostet eine Vollnarkose bei einer Wurzelspitzenresektion?

Bei der Wurzelspitzenresektion wird eine entzündete Spitze einer Zahnwurzel im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs gekappt, der Innenraum des Zahns gereinigt und schließlich versiegelt. In der Regel reicht dafür die örtliche Betäubung. Bei Angstpatienten oder wenn sich das Gewebe stärker entzündet hat, ist eine Vollnarkose sinnvoll. Wie viel die Vollnarkose kostet, hängt von der Eingriffsdauer ab. Die genaue Länge des Eingriffs lässt sich im Vorfeld nur schwer einschätzen.

Kosten für die Vollnarkose bei der Wurzelspitzenresektion belaufen sich auf um 300 Euro.

Grundsätzlich gelingt die Wurzelspitzenresektion am Schneidezahn schneller (etwa eine halbe Stunde) als am Backenzahn (etwa 45 - 60 Minuten). Im Einzelfall kann der Eingriff natürlich kürzer oder länger dauern. Die Kosten für eine Vollnarkose bei einer Wurzelspitzenresektion belaufen sich also auf 250 Euro für die ersten 60 Minuten und gegebenenfalls weitere 50 Euro pro jede weitere halbe Stunde.

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Setzen von Sofortimplantaten unter Narkose

Ihr Zahnarzt kann durch eine Vollnarkose gleiche mehrere Sofortimplantante nach einer Zahnextraktion inserieren. Auch bei der Sofortbelastung Implantate, zum Beispiel mit Implantatbrücken und steggetragenen Hybridprothesen, ist die Vollnarkose das Mittel der Wahl. Kosten Vollnarkosen auch etwas, so überwiegen die Vorteile bei solchen sehr umfangreichen Eingriffen eindeutig. Die simultane Weisheitszahnentfernung in allen Quadranten wird bei Kindern und Jugendlichen in Vollnarkose durchgeführt, um so Zahnverschiebungen (schiefe Zähne) nach der Behandlung mit der Zahnspange zu vermeiden.

Kosten Vollnarkose: Wer unter großer Angst vorm Zahnarzt leidet oder aber eine sehr große Zahnbehandlung vor sich hat, wünscht sich oft eine Vollnarkose. Wir klären, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

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Ablauf der Anästhesie in der Zahnarztpraxis

Die Narkose wird nicht vom Zahnarzt selbst, sondern von einem erfahrenen Anästhesisten durchgeführt. Für die Vollnarkose gibt es drei Voraussetzungen: Anamnese, körperliche Untersuchung und Zustimmung des Patienten. Damit macht sich der Anästhesist ein Bild über den Gesundheitszustand des zu narkotisiernden Patienten.

Der Anästhesist kümmert sich um die Vollnarkose beim Zahnarzt und erstellt im Vorfeld eine Anamnese, um Risiken zu kennen.

Nimmt der Patient regelmäßig Medikamente, muss deren Dosierung geändert werden. Bei anderen Auffälligkeiten des Zustands, fordert der Anästhesist weitere Untersuchungen an. Die Zustimmung muss von Erwachsenen oder vom Vormund oder Bevollmächtigten erteilt werden, bei Kindern unter 14 Jahren müssen die Eltern zustimmen. Bei Kindern zwischen 14 und 18 Jahren kann das Kind entscheiden, wenn der Arzt eine ausreichende psychosoziale Reife festgestellt hat.

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Was ist vor der Narkose zu beachten?

Vor jedem Eingriff unter Vollnarkose muss der Patient eine Nahrungskarenz einhalten, um ein Zurückfließen oder auch Erbrechen des Mageninhaltes zu verhindern. Auch das Eindringen des Mageninhaltes in die Lunge bei der Narkoseeinleitung wird dadurch verhindert.

Im Vorfeld der Zahnoperation unter Vollnarkose darf der Patient mindestens 6 Stunden nichts trinken oder essen.

Die meisten Ärzte gehen von einer Nüchternheit von sechs Stunden für feste Nahrung, und von zwei Stunden für flüssige Nahrung aus. Kinder, die noch gestillt werden, sollten vier Stunden vor dem Eingriff nicht mehr gestillt werden.

Beginn der Narkosebehandlung

Vor Beginn der Narkosebehandlung wird dem Patienten ein angsthemmendes Mittel (Dormicum) verabreicht. Bei bestimmten Risiken werden auch weitere Mittel angeordnet, zum Beispiel zur Verminderung der Magensäureproduktion. Auch eine erneute Überprüfung der Identität des Patienten vor Beginn der Operation wird nochmals durchgeführt. 

Zunächst wird dem Patienten ein angsthemmendes Mittel gegeben, bevor die Narkose intravenös eingeleitet wird.

Nach Beginn dieser Überwachungsmaßnahmen und der Platzierung des Zugangsweges erfolgt die intravenöse Einleitung der Allgemeinanästhesie. Das Vorhalten einer Atemmaske stellt die Versorgung des Patienten mit Sauerstoff sicher. Nach dem Verabreichen eines Analgetikums und eines Hypnotikums schläft der Patient ein. Der Zahnarzt injiziert zusätzlich ein Lokalanästhetikum in das geplante Operationsgebiet. Dadurch kann kein Zahnweh unmittelbar nach der Vollnarkose auftreten.

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Während der Narkosebehandlung

Während der Dauer der Narkosebehandlung werden Atemwege und Beatmung durch den Arzt gesichert und die Betäubung kontinuierlich aufrechterhalten. Bei der total intravenösen Anästhesie wird die Narkose durch eine kontinuierliche Anästhetikaverabreichung mittels Spritzpumpen sichergestellt. Bei der reinen Inhalationsanästhesie ist dies möglich, aber eher ungebräuchlich. Während der Operation überwacht der Anästhesist kontinuierlich seinen Patienten, und leitet bei Bedarf weitere Narkosemittel ein.

Im Verlauf der Vollnarkose wird die Beatmung und die Tiefe der Betäubung überwacht.

Mithilfe der Infusionstherapie gleicht er Blutverluste und Flüssigkeitsdefizite aus und sorgt dafür, dass die körperlichen Funktionen des Patienten nicht beeinflusst werden.

Was ist noch bei einer Vollnarkose zu beachten?

Bevor eine Behandlung unter Vollnarkose möglich ist, muss ein Gespräch mit dem Anästhesisten geführt werden, der für die Vollnarkose zuständig ist. Bei diesem Gespräch geht es um das Abklären von Vorerkrankungen und welche Medikamente der Patient einnimmt. Außerdem wird auf die Risiken einer Vollnarkose hingewiesen. Darüber hinaus gibt es Verhaltensregeln vor der Narkose, was das Essen, Trinken und Rauchen betrifft.

Vor der Vollnarkose muss auch beim Zahnarzt eine Nahrungskarenz eingehalten werden. Ihr Zahnarzt wird Sie im Vorfeld genau darüber informieren.

Trotz der Kosten der Vollnarkose beim Zahnarzt, ist sie in einigen Fällen sinnvoll, da sie eine schmerzfreie und angenehme Behandlung für den Patienten bedeutet. Auch nach der Behandlung werden Ihnen Schmerzmittel verabreicht, damit Sie ohne Schmerzen aus der Narkose erwachen. In der Regel werden nach dem Eingriff zudem Antibiotika verabreicht, um Entzündungen zu vermeiden.

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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie, Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei  Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 30.11.2016

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