Kariesbehandlung

Schmerzfreie Kariesbehandlung von Kindern und Erwachsenen

Karies ist weit verbreitet. Auch in Deutschland liegt die Zahl der kariesfreien Erwachsenen bei nur etwa einem Prozent. Natürlich gesunde Zähne sind also immer noch eine Seltenheit. Zur Kariesbehandlung bedienen sich Zahnärzte mittlerweile neuer Methoden, im Kampf um das "Loch im Zahn". Auch in der Praxis von Dr. Seidel werden die neuesten Methoden angewandt um großen und kleinen Patienten eine schmerzfreie Zahnbehandlung zu ermöglichen. Nur ein Prozent der Deutschen hatten noch nie Karies. Entsprechend wichtig ist die konsequente Prophylaxe und Behandlung der Karies.

Inhaltsübersicht:


Wie entsteht Karies?

Karies ist eine infektiöse Erkrankung des Zahnschmelzes, Dentins und Zahnhartgewebes. Es wird durch Streptokokken in den Mundraum übertragen."Streptococcus mutans" ist der häufigste Karies bei Kindern, die nach dem Durchbruch der Milchzähne zur Kariesbehandlung in die Praxis kommen. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Bildung von Karies:

  • Mineralisierung der Zähne
  • Speichel
  • Zahnbeschaffenheit
  • Bildung von Plaque
  • Ernährung
  • Zahnstellung
  • Fehlbildungen der Zähne sowie 
  • genetische VorbelastungDurch spezielle Bakterien wird die Karies ausgelöst. Je nach Zahnbeschaffenheut, Ernährung und Zahnstellung kann Karies leichter oder langsamer entstehen.

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Welche Symptome treten auf?

Bei einer beginnenden Karies spürt der Patient noch keine Schmerzen. Durch eine Entmineralisierung - bedingt durch die Bakteriensäure - bildet sich allerdings auf dem Zahn ein weißer Fleck ("white spot"), bzw. verfärbt sich im Verlauf der Fleck bräunlich. Im Idealfall findet hier bereits die Kariesbehandlung statt, bevor es zu Schmerzen kommt. Schmerzen spürt der Betroffene, wenn die Karies am Zahnbein (Dentin) angelangt ist. Zusätzlich reagiert der Betroffene empfindlich auf kalte, heiße, süße oder saure Speisen.

Weitere Anzeichen für eine Karies:
  • Essensreste bleiben in den Zahnzwischenräumen stecken
  • starker Mundgeruch
  • wenn die Karies besonders stark fortgeschritten ist: klopfende Schmerzen

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Welche Folgen kann die Karies haben?

Erfolgen Kariesbehandlungen bzw. die Entfernung von Plaque nicht rechtzeitig, kommt es nach und nach zur Schädigung der Zahnhartsubstanz. Ein kleines, oberflächliches Loch durchdringt schnell die Zahnschmelzdicke von ein bis zwei Millimetern und durchbricht diese. Wenn die Karies erst einmal bis zum Zahnkern durchgedrungen ist, verbreitet sie sich schnell weiter.Wird die Karies nicht behandelt, kann sie sich stark ausbreiten und auch den Zahnnerv angreifen, was heftige Zahnentzündungen bis zum Absterben des Zahns verursachen kann.

Zahnschmerzen sind die Folge. Schlimmstenfalls wird irgendwann der Zahnnerv betroffen und mit Bakterien infiziert. Dies verursacht Zahnentzündungen, die den Zahn kälte- und hitzeempfindlich machen und einen klopfenden oder pochenden Zahnschmerz auslösen. In diesem Fall ist meistens nur noch eine Wurzelkanalbehandlung hilfreich, um den Zahn zu retten.

Wann ist eine Kariesbehandlung sinnvoll?

Auch außerhalb der regelmäßigen Routineuntersuchungen beim Zahnarzt, sollten Sie, sobald Sie ein Loch im Zahn entdeckt haben, den Zahnarzt aufsuchen, denn die Karies kann niemals selbstständig heilen. Der Arzt wägt in Anbetracht des Stadiums ab, welche Form der Behandlung sinnvoll ist. Sollte die Karies schon tief sein und der Zahn ist besonders angegriffen, dann wird auch die zahnärztliche Kariesbehandlung komplizierter. Um die Zahngesundheit lange zu erhalten, sind regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt ratsam. Denn nur so kann die Krankheit bereits im Frühstadium bekämpft werden.

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Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

Der klassische Weg der Kariesbehandlung ist natürlich das Bohren und anschließende Einbringen einer passenden Zahnfüllung. Karies kann aber, je nach Stadium, komplett ohne Bohrer behandelt werden.

Beginnende Karies

Hier kommt beispielsweise Ultraschall zum Einsatz, welcher besonders schonend für Zähne und Patient ist. Auch die so genannte Infiltration funktioniert ohne Bohren, dafür muss sich die Karies allerdings noch im Anfangsstadium befinden. Hier wird bei der Kariesbehandlung dünnflüssiger Kunsttoff in die porösen Stellen eingebracht, sodass die Karies verursachenden Bakterien keine Möglichkeit mehr haben, sich an den entmineralisierenden Stellen weiter auszubreiten und den Zahn zu zerstören.Ist die Karies noch nicht sehr tief, können moderne Techniken wie das Versiegeln mit einer Kunsttofflösung die Entwicklung aufhalten.

Fortgeschrittene Karies

Bei weiter fortgeschrittener Karies kann der Zahn inzwischen auch minimalinvasiv, häufig mit Ultraschall, behandelt werden. Auch bei dieser Methode der Kariesbehandlung wird die meiste Zahnsubstanz erhalten. Großer Vorteil: die Behandlung ist auch ohne Betäubung schmerzfrei.Der Einsatz des Bohrers ist aber ab einem gewissen Stadium nicht mehr zu vermeiden.Eine tiefe Karies kann inzwischen entweder per Ultraschall oder klassisch mit dem Bohrer und einer entsprechenden Zahnfüllung behandelt werden.

Mit Lokalanästhesie erfolgt die Kariesbehandlung jedoch ohne Schmerzen für den Patienten. Diese Methode hat den Nachteil, dass bei ihr viel mehr Zahnsubstanz abgetragen wird.

Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind wichtig, um eine frühzeitige Kariesbehandlung gewährleisten zu können, die dann schonender verlaufen kann. Wenn die Karies behandelt wurde, ist der Zahn nicht vor weiteren Infektionen sicher. Auch noch nach Jahren können Bakterien oder einwirkende Kräfte durch Kauen etc. die Füllungen zerstören und Karies breitet sich aus. Bei einem schmerzenden, bereits behandelten, Zahn sollte möglichst bald der Zahnarzt aufgesucht werden.

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Wie funktionieren die modernen Formen der Kariesbehandlung?

Zahnärzte bedienen sich heute einer verbesserten, moderneren Diagnosetechnik und haben so die Möglichkeit, Karies bei ihren Patienten früh zu erkennen. Darüber hinaus kann sie heute auch ganz ohne Bohrer entfernt werden. Das ist besonders für Angstpatienten von Vorteil. Bohrerfreie Kariesbehandlungen im frühen Stadium über eine Austrocknung sind schon länger bekannt. Die Umsetzung ist jedoch neu. Leider setzen sich diese neuen, zeitaufwendigeren Verfahren nur langsam durch. Die Krankenkassen fühlen sich häufig nicht zuständig und auch über die Wirksamkeit werden häufig unterschiedliche Meinungen vertreten.  

Versiegeln oder Remineralisieren

Bei der ICON-Methode wird der kariöse Zahnbereich porentief mittels eines dünnflüssigen Zahnkunststoffs versiegelt. Es ist noch unklar, ob die Karies so für immer gestoppt werden kann. Die Methode hält aber etwa fünf Jahre. Bei der Kariesbehandlung CURODONT schleust der Zahnarzt Eiweiß in den Zahn, der vorher entkalkt wurde. So entsteht eine Matrix, an der Phosphat- und Kalzium-Ionen des Speichels anhaften und so zur Remineralisierung der Zahnsubstanz führen.Es gibt Varianten der Kariesbehandlung, bei denen nicht gebohrt werden muss. Dazu gehört die ICON Methode der Versiegelung mit flüssigem Kunststoff.

Karies entfernen ohne Bohrer

Bei der Variante CARISOLV werden durch Tropfung, Schabung und Stopfung kariöse Zähne repariert. Entkalkter Zahnschmelz wird mit einem Gel aufgeweicht und herausgeschabt. Per LASER-Technik wird das mit befallene Zahnhartgewebe abgetragen und die Lochränder desinfiziert. Laser ist bei der Behandlung von Parodontose schon lange Standard, in der Therapie von Karies war diese Methode bislang umstritten. Mit der HALL-TECHNIK werden kariöse Milchzähne mit einer vorher angepassten Stahlkrone versehen. Bei dieser Art der Kariesbehandlung entfällt das Bohren. Die Bakterien werden einzementiert und die Krone verbleibt bis zum Zahnwechsel des Kindes. Die eingeschlossenen Bakterien sind bis dahin verkümmert.

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Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Je nach Behandlungsmethode können die Kosten für eine Kariesbehandlung sehr unterschiedlich ausfallen.Die kontinuierliche Entwicklung in der Zahnmedizin ermöglicht es, unter bestimmten Voraussetzungen immer häufiger auf den Einsatz des Bohrers bei der Kariesbehandlung zu verzichten. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist hier jedoch nicht immer gesichert. Lesen Sie im Folgenden, welche Möglichkeiten Sie haben.

Kosten für die Kariesinfiltration

Die Kariesinfiltration als vorbeugende Maßnahme kostet ungefähr 80 bis 125 Euro pro Zahn. Grundsätzlich gibt es keine Kostenübernahme oder Beteiligung durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen. Bei einigen Kassen laufen jedoch Modellprojekte, in deren Rahmen eine Beteiligung an den Kosten zur Kariesinfiltration vorgesehen ist. Ob Ihre Krankenkasse die Kosten bezuschusst und unter welchen Voraussetzungen, erfahren Sie durch eine Anfrage bei Ihrer Kasse.

Kosten für die Ultraschallbehandlung

Der sogenannte mikro-invasive Ultraschall in Kombination mit Pulverstrahl trägt Karies bei kleinsten Läsionen im Zahn ab. Die Kosten für diese Form der Kariesbehandlung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Trotzdem lohnt sich die Nachfrage. Die Kosten für diese Methode sind verhältnismäßig gering.

Kosten für Laserbehandlung

Ob die Kosten für die Laserbehandlung von der Krankenkasse übernommen werden, erfahren Sie immer über die direkte Nachfrage bei Ihrer Kasse. Dies gilt für die privaten und gesetzlichen Krankenkassen gleichermaßen. Abhängig von der Dauer der Behandlung liegen die Kosten zwischen 15 und 50 Euro pro Zahn.

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Kosten für Füllungen

Gesetzliche Krankenkassen zahlen immer den Kostenbeitrag, den eine Amalgam-Füllung verursacht. Eine Ausnahme bilden die weißen Komposit-Füllungen an den Frontzähnen. Abhängig vom ausgewählten Füllungsmaterial liegen die Kosten zwischen 40 und 100 Euro pro Zahnfüllung.

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Wie wird Karies bei Kindern behandelt?

Für gewöhnlich erfolgt eine Kariesbehandlung bei Kindern in der gleichen Weise wie bei Erwachsenen. Wenn sich die Entzündung durch Karies ausdehnt und den Zahnnerv angreift, kann es zu einer nachhaltigen Schädigung des Zahnes kommen. Der Kinderzahnarzt hat aber die Möglichkeit mit Prophylaxe-Kontrollen Karies am Milchgebiss zu verhindern und durch Fluoridauftrag den Zahnschmelz zu stärken. Ist eine Karies entsprechender Größe vorhanden, wird diese meist durch Bohren und eine Kunsstofffüllung behandelt.

Bei Kindern wird die Karies meist genauso behandelt wie bei Erwachsenen, sie wird entfernt und mit einer Kunsstofffüllung versehen.

Eine Alternative wäre das Ziehen des (Milch)-Zahns. Allerdings kann eine längerfristige Zahnlücke zu Zahnfehlstellungen der neugebildeten Zähne führen und eine eventuelle Versorgung mit einer Zahnspange notwendig macht. Auch Störungen beim Sprechen und bei der Nahrungsaufnahme sind möglich, wenn das Milchgebiss unvollständig oder zerstört ist.

Es kommt zudem auch immer auf den jeweiligen Patienten an. Nicht immer macht eine erzwungene Kariesbehandlung bei Milchzähnen Sinn. Kinder entwickeln durch schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt, beispielsweise durch schmerzhaftes Bohren, unter Umständen sogar eine Phobie, die sich bis in das Erwachsenenalter durchzieht.Nicht bei allen Kindern und unter allen Umständen ist eine Kariesbehandlung sinnvoll. Wenn die behandlung erzwungen werden müsste, muss der Zahnarzt entscheiden, wie am besten vorgegangen werden kann.

Wenn eine Kariesbehandlung eines Milchzahnes notwendig wird, sollte der Zahnarzt daher sichergehen, dass der kleine Patient keine Schmerzen hat, im Zweifel sollte eine Lokalanästhesie zum Einsatz kommen. Bei Kleinkindern mit starken Schädigungen, die auch auf die Folgezähne übergehen können, ist auch eine Tiefschlafbehandlung oder Vollnarkose denkbar.

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Ist eine Kariesbehandlung bei Milchzähnen überhaupt sinnvoll?

Bei der Diskussion, wann bzw. ob eine Kariesbehandlung an Milchzähnen sinnvoll ist, gibt es von Englischen Studien ausgehend die extreme Ansicht, dass die Behandlung nicht immer zu befürworten ist, da die Milchzähne ohnehin nach einigen Jahren ausfielen. Nur bei starken Zahnschmerzen sollte demnach behandelt werden Sicher ist allerdings, dass durch Karies die Zähne einer langsamen Zerstörung unterliegen und es zu chronischen Entzündungen des Zahnnerves (Wurzelspitze) kommen kann. Zahnärzte lehnen Wurzelbehandlungen an Milchzähnen jedoch ab.Laut englischer Studien muss Karies nicht behandelt werden, da die Zähne ohnehin irgendwann ausfallen und durch das bleibende Gebiss ersetzt werden.
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Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Kieferchirurgie, TSP Implantologie 
Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 17.11.2016

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