Heil- und Kostenplan

Heil- und Kostenplan als Schätzung der Zahnbehandlungskosten für Zahnersatz

Ein Heil- und Kostenplan beim Zahnarzt stellt eine erste Schätzung der anfallenden Kosten für Zahnersatz oder kieferorthopädische Eingriffe dar.Zahnersatz wie Brücken, Zahnkronen und Zahnprothesen kann leicht bis zu einigen Tausend Euro kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen jedoch nur einen bestimmten Anteil. Für den meist nicht gerade kleinen Rest muss der Patient selbst aufkommen.

Ein detaillierter Heil- und Kostenplan (Abkürzung: HKP) hilft dabei, den Eigenanteil im Blick zu behalten.

Inhaltsübersicht eines Kostenplans

      Der Zahnarzt kalkuliert die zu erwartenden Kosten zur Vorlage beim Krankenversicherer.

      Was ist ein Heil- und Kostenplan?

      Egal, um welche Art von Zahnersatz es sich handelt - bevor der Zahnarzt sich an die Arbeit macht, muss er seinem Patienten unentgeltlich einen Heil- und Kostenplan aufstellen, damit die Zahnersatzkosten eindeutig sind. Dieser enthält Angaben zum Zahnstatus, zur Regelversorgung sowie zur geplanten Zahnbehandlung und deren voraussichtlichen Gesamtkosten und bildet damit eine wichtige Grundlage für die Versorgung mit künstlichen Zähnen.

       

      Wozu wird der Heil- und Kostenplan benötigt?

      Der Heil- und Kostenplan bietet sowohl dem Versicherten als auch der gesetzlichen Krankenkasse eine vorläufige Aufstellung über die Höhe der zu erwartenden Kosten. Er muss der Krankenversicherung vor Beginn der Behandlung zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden. Wird dies versäumt, ist eine Kostenbeteiligung durch die Kasse ausgeschlossen. Patienten, die eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, sollten den Heil- und Kostenplan ebenfalls vorlegen, um sich zusätzliche Zuschüsse zu sichern.

      Hier weiterlesen zu den Themen HKP:


      Wie sieht die Therapieplanung aus?

      Ob Ihr Krankenversicherer einen HKP vor der Zahnbehandlung verlangt, hängt vom abgeschlossenen Versicherungstarif ab.

      Zunächst führt der Zahnarzt eine umfassende Untersuchung durch und erklärt dem Patienten auf Basis der Befunde die verschiedenen Therapiemöglichkeiten inklusive ihrer Vor- und Nachteile.

      Anschließend wird ein transparenter Behandlungsplan erstellt und in das Zahnschema des Heil- und Kostenplans eingetragen. Der Abschnitt "Befund des gesamten Gebisses/Behandlungsplan" enthält sämtliche Daten, welche die Krankenkasse zur Feststellung der Regelversorgung benötigt. Jedem Zahn ist eine bestimmte zweistellige Zahl zugeordnet. Während die erste Ziffer sich auf die Lage des Zahns im Mund bezieht (1 = oben rechts, 2 = oben links, 3 = unten links, 4 = unten rechts), kennzeichnet die zweite Ziffer die Position des Zahns in seiner Kieferhälfte (1 = vorderer Schneidezahn, 8 = Weisheitszahn).

      In der mit "B" gekennzeichneten Zeile gibt der Zahnarzt Auskunft über die momentane Gebisssituation des Patienten. Dabei verwendet er Abkürzungen, die auf der rechten Seite des Formulars näher erläutert werden. In der Zeile "R" wird die Regelversorgung eingetragen, die aus Sicht der Krankenkasse eine ausreichende und zweckmäßige Therapie darstellt. Wünscht der Betroffene eine über die Grundversorgung abweichende Behandlung, wird dies in der Zeile "TP" (Therapieplan) angegeben.


      Wer trägt welche Kosten?

      Zahnarzt bei der Arbeit

      Die Erstellung des Kostenplans ist für Sie kostenfrei. Patienten, die sich für die Regelversorgung entscheiden, bekommen von ihrer Krankenkasse die Hälfte der Zahnbehandlung erstattet. Die Grundlage für die Berechnung bilden die Zuordnung bestimmter Kiefersituationen zu Regelversorgungsleistungen und die damit verbundenen Festzuschüsse.

      Je nach Bonusstatus kann sich die Festzulage um zwanzig oder dreißig auf insgesamt 70 bis 80 Prozent erhöhen. Sogenannte Härtefälle erhalten sogar den doppelten Zuschuss. Alle darüber hinausgehenden Kosten muss der Betroffene selbst tragen, sofern er nicht über eine entsprechende Zahnzusatzversicherung verfügt.

      Nach der Eingliederung des Zahnersatzes dient der Heil- und Kostenplan gleichzeitig dazu, die Leistungen über die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) mit einer Krankenkasse abzurechnen. Über den Privatanteil stellt der Zahnarzt dem Patienten eine gesonderte Rechnung unter Abzug des Festzuschusses (Krankenkassenanteils) zu.

      Hier weiterlesen zu den Themen HKP:

      Was bedeutet Festzuschuss?

      Welche Regelversorgung bei welchem Befund zur Anwendung kommt, richtet sich nach eindeutigen Kriterien, die durch eine Kommission festgelegt wurden, z. B. kleine Zahnlücke = Brücke. Bei der Bestimmung der Festzuschüsse kommen die durchschnittlichen Kosten für die einfache Ausführung in den letzten Jahren zum Tragen. Für die Einzelbrücke wären das derzeit (Stand 2015) je nach Bonussituation zwischen 319 und 415 Euro. Im Sichtbereich der Zähne kämen noch einmal 47 bis 62 Euro hinzu. Bei guter Bonuslage läge der Zuschuss also bei etwa 600 Euro.

      Möchte der Patient stattdessen lieber ein Zahnimplantat, zahlt die Krankenkasse ihm denselben Festzuschuss wie für die Brücke. Die Differenz zwischen diesem und dem deutlich höheren Preis für das Implantat muss der Betroffenen selbst finanzieren.

      Nach der Eingliederung des Zahnersatzes dient der Heil- und Kostenplan gleichzeitig dazu, die Leistungen über die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) mit einer Krankenkasse abzurechnen. Über den Privatanteil stellt der Zahnarzt dem Patienten eine gesonderte Rechnung unter Abzug des Festzuschusses (Krankenkassenanteils) zu.


      Welche Versorgungsarten gibt es?

      Gesetzlich Krankenversicherte können grundsätzlich zwischen drei Versorgungsarten wählen, welche die Zahnärzte unterschiedlich abrechnen.

      Die Regelversorgung stellt die Standardbehandlung dar. Sie beinhaltet alle aus medizinischer Sicht notwendigen Leistungen und dient den gesetzlichen Krankenkassen zugleich als Bewertungsgrundlage. Was der Zahnarzt dem Versicherten hierfür in Rechnung stellen darf, ist im Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen (BEMA) festgelegt.

      Patienten, die mehr als nur die Standardvariante möchten, müssen einen höheren Eigenanteil zahlen. Bei der gleichartigen Versorgung erbringt der Zahnarzt als Grundleistung eine Regelleistung, zu der weitere Leistungen hinzukommen. So rechnet er zum Beispiel bei Veneers den Mehraufwand für den Keramiküberzug nach dem Abrechnungsmodus für Privatpatienten ab. Dieser Betrag ist vom Versicherten zusätzlich zum üblichen Eigenanteil zu tragen.

      Noch teurer wird es für die Patienten, die statt der Regelversorgung eine sogenannte andersartige Versorgung wünschen, beispielsweise ein Implantat anstelle der herausnehmbaren Prothese. In diesem Fall erfolgt die Abrechnung komplett nach der privaten Gebührenordnung. Der Versicherte erhält von seiner Kasse lediglich den anteiligen Festzuschuss.

       

      Hier weiterlesen zu den Themen:

      Wie ist der HKP zu lesen?

      Für den Laien sieht ein Heil- und Kostenplan auf den ersten Blick sehr kompliziert aus. Wer ihn jedoch zu lesen weiß, wird keine Probleme haben, ihn zu verstehen.

      In der linken oberen Ecke stehen die persönlichen Daten des Patienten und der Name der Krankenkasse. Unter "I. Befund des gesamten Gebisses/Behandlungsplan" finden sich die Ist-Situation der Zähne, die von der gesetzlichen Kasse vorgesehene Regelbehandlung und die geplante Behandlungsmethode. In die Tabelle "II. Befunde für Festzuschüsse" trägt der Zahnarzt die Nummern der vorliegenden Festzuschussbefunde ein, anhand derer die Krankenkasse die Zuschüsse überprüft, festsetzt und unter "VI. Zuschussfestsetzung" einträgt.

      Die voraussichtlichen Gesamtkosten sind der Tabelle "III. Kostenplanung" zu entnehmen. Die tatsächlich entstandenen Kosten werden vom Dentisten nach Ende der Behandlung unter "V. Rechnungsbeträge" erfasst. Zieht die Krankenkasse einen Gutachter hinzu, bestätigt dieser im Feld "Gutachten befürwortet" den Behandlungsplan.

      Hier weiterlesen zu den Themen:

      Möchten Sie mehr über Heil- und Kostenpläne und unseren Leistungen erfahren? Dann rufen Sie uns jetzt an und vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch:

      Dr.med.dent. Frank Seidel, Zahnarzt für Oralchirurgie, TSP Implantologie
      Tel.: 033203 - 85200, 14532 Kleinmachnow bei Berlin (Potsdam Mittelmark)


      Letzte Aktualisierung dieser Seite von Author : 30.08.2016

      Öffnungszeiten »
      Mo - Fr: 08:00 - 18:00 Uhr
      Sa:          08:00 - 13:00 Uhr
      Adresse »
      Zahnarzt Berlin Dr. Seidel
      Förster-Funke-Alle 104
      14532 Kleinmachnow-Berlin

      Email:
      info@zahn-implantate-berlin.de
      Tel.: 033203 85200
      Rückruf anfordern »Termin vereinbaren »Email schicken »Anfahrtskarte »Zahnarzt Notdienst »Notruf: 0174/7003008